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THEMA: Violet Evergarden

Violet Evergarden 3 Monate 1 Woche her #819968

Kaum eine Animeserie hat über die vergangenen zwei Jahre solch hohe Erwartungen geweckt wie Violet Evergarden. Schließlich wurde der Roman, auf dem der Anime basiert, beim Kyoto Animation Award 2014 erstmalig als Hauptsieger seiner Kategorie gekürt. Dies gelang bis zu diesem Zeitpunkt keinem anderen Werk. Doch auch das erste animierte Promo-Video ließ die allgemeine Erwartungshaltung in exorbitante Höhen schießen. Scheinbar wurden diese hohen Erwartungen für einen Großteil der Zuschauer erfüllt, zumindest wenn man die durchweg hohen Bewertungen auf einschlägigen Plattformen betrachtet. Dabei offenbart der Anime neben unbeständiger Regieführung inhaltliche Schwächen, weshalb ich mit derartigen Bewertungen nicht konform gehen kann.

Die Animeserie wurde vom Animationsstudio Kyoto Animation produziert und erschien in der vergangenen Winterseason beim Streaminganbieter Netflix. Die Regie für das insgesamt 13 Episoden umfassende Werk übernahm Taichi Ishidate, der in gleicher Funktion bereits für Beyond the Boundary verantwortlich war.

Der Anime erzählt die Geschichte vom namensgebenden Mädchen Violet Evergarden, die seit ihrer frühen Kindheit militärisch aktiv war. Aufgrund ihrer emotionslosen Erscheinung und ihrer außergewöhnlichen Fertigkeiten im offenen Kampf wurde sie stets als bloße Waffe oder Tötungsmaschine herabgewürdigt. Nachdem ein langjähriger Krieg schließlich sein Ende findet, fängt Violet bei der CH Postal Company als autonome Korrespondenz-Assistentin an und verfasst für ihre Kunden Briefe. Doch für diesen Beruf muss sie ein Gespür für menschliche Gefühle und unausgesprochene Absichten entwickeln. Ihr begegnen dabei eben jene Emotionen und Wünsche, die sie selbst nie erlebt hat, aber nun unbedingt ergründen will.

Über all die Jahre hinweg hat sich Kyoto Animation als Garant für atemberaubende Produktionsqualität etabliert. Mit jedem weiteren Anime, so scheint es, versucht das Studio sich stets selbst zu übertreffen. Daher kommt man nicht umhin, zumindest einige wenige Worte über die erneut hohe visuelle Qualität zu verlieren. Schaut man sich allein die Szene zu Beginn der Serie mit dem Brief an, der sanft im Winde über die verschiedenen Landschaften gleitet, stellt man einen beeindruckenden Detailgrad fest. Auffällig sind außerdem die durchgehend flüssigen Bewegungsabläufe der Charaktere und der Natur. Besonders die glitzernde, spiegelnde Wasseroberfläche und deren realistische Fließbewegungen stechen mehrfach hervor. Aber auch die Mimik, die später in den Vordergrund rückt, wurde detailliert ausgearbeitet. Doch nicht nur die melancholischen Szenen werden malerisch dargelegt, sondern auch die Schatten, die der Krieg auf die Umgebung wirft, werden aufwendig visuell eingefangen. Um die veränderte Gemütslage von Violet oder die vorherrschende Atmosphäre auch visuell zu unterstützen sind Komposition und Animation eng miteinander verknüpft, sodass sich die Farbpracht unterschwellig anpasst. So nehmen die kahlen grauen Kriegsschauplätze, das dort lodernde Feuer und die Zerstörung ebenso einen Platz in dieser Welt ein, wie die traumhaften Landschaften und erwecken auf diese Weise die Welt zum Leben.


Leider konnte die Handlung in mir nicht im gleichen Maße Begeisterung hervorrufen wie die Produktionsqualität. Ohne Letztere würde mir der Anime vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleiben, denn Violet mitsamt ihrer Hintergrundgeschichte schafft es nicht, sich im Gesamtkonstrukt der Handlung einzufügen. Schon zu Beginn wird sie als Kindersoldatin mit überragenden Fähigkeiten und Hightech-Prothesen vorgestellt, nur scheint Violet damit in dieser Welt ein Einzelfall zu sein. Wenn sie sich doch so wertvoll für das Militär erwiesen hat, warum gibt es dann nicht mehr Kindersoldaten? Wie und wo wurde sie trainiert? Da sich der Anime lediglich auf ihre jüngste Vergangenheit im Krieg konzentriert, bleiben solche Fragen folglich offen und bringen somit nicht die nötige Tiefe in die Protagonistin und das Setting. Die Hightech-Prothesen stellen diesbezüglich ebenso ein Dilemma dar. Denn auch diese scheinen ein Unikat zu sein, anders lässt sich nicht erklären, warum nur sie solche trägt. Sind die Prothesen so modern und fortschrittlich, dass sich kein normaler Soldat oder Bürger diese leisten kann? Wenn ja, warum bekommt dann ausgerechnet Violet welche spendiert, die beim Militär von allen Seiten als Hund und minderwertiges Geschöpf denunziert wird? Als sie ihre Prothesen am Ende zwischenzeitlich verliert, in der übernächsten Szene aber wieder ihrer gewohnten Arbeit mit zwei nagelneuen Prothesen nachgeht, ohne ein einziges Wort darüber zu verlieren, wird dieser Eingriff eher als normale Prozedur angedeutet. Dann stellt sich aber die Frage, warum sie als einzige solche trägt; gerade in der Nachkriegszeit ist diese Tatsache schwer nachzuvollziehen. Die Rechnung geht also nicht auf und steht beispielhaft für die vielen Schwächen des Skripts. Auch der plötzliche Wandel von einer untalentierten Schreiberin zu einer geeigneten Kandidatin für den Schriftwechsel zweier Königshäuser offenbart derartige Schwächen und lässt Glaubhaftigkeit vermissen.

Die angedeuteten Schwächen der behandelten Kriegsthematik bestätigen sich ebenfalls bei genauerer Betrachtung. Die Grundlage bildet dabei die Beziehung zwischen Violet und ihrem Vorgesetzten Gilbert, der sich abseits des Schlachtfelds um sie kümmert. Mehrfach wird durch Rückblenden kommuniziert, dass er strikt gegen einen Einsatz von ihr im Krieg war. Aus unerfindlichen Gründen stimmt er schließlich doch zähneknirschend zu. Selbst während des Krieges sind seine andauernd besorgten Blicke unübersehbar. Dieser Umstand wird als Zwickmühle suggeriert, die an sich keine ist. Violet stand unter der Obhut von Gilbert, weshalb er durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, einen Einsatz zu verhindern. Selbst Gründe, die ihn zu diesem Handeln treiben, werden nicht genannt, weshalb erneut die Glaubhaftigkeit und der erforderliche Realitätsgrad fehlt, um Mitgefühl zu erzeugen.

Abseits der inhaltlichen Lücken und deren Umsetzung fällt besonders in den ersten drei Episoden auf, die zum Großteil originale Handlungsverläufe beinhalten, dass sich ein bestimmtes Muster herauskristallisiert, das sich fortan, mal mehr und mal weniger, wiederholt. Speziell die zweite und dritte Folge wirken uninspiriert und repetitiv in der Darstellung von Violets innerem Konflikt. Dieser wurde außerordentlich gut in der ersten Episode verdeutlicht und es wurde der Grundstein für den weiteren Handlungsverlauf und die Charakterentwicklung gelegt. Es scheint daher so, als fühle sich der Anime in Erklärungsnot und das zu einem Zeitpunkt, an dem bereits alles zur Grundprämisse gesagt wurde. Genauso verhält es sich mit den Reaktionen der jeweils Anwesenden auf die Enthüllung der Prothesen. Abgesehen davon, dass diese jedes Mal aufs Neue mit einer ähnlichen Kameraperspektive gezielt eingefangen werden, haben die sich wiederholenden Szenen keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf. Mit Luculia rückt in diesen Folgen ein Charakter in den Vordergrund, deren Hintergrund und ihre daraus entsprungene Situation visuell effektiv umgesetzt wurden. Leider wird ihr Konflikt erneut durch zumindest fragwürdig spontane Fortschritte von Violet von jetzt auf gleich gelöst, ohne allzu viel Zeit für Erklärungen zu verschwenden. Auf diese Art und Weise wirkt ein solcher Verlauf zu erzwungen.

Im Gegensatz dazu zeigen die Episoden sieben und zehn das eigentliche Potenzial der Dramatik in der Handlung auf. Denn kaum rückt das Einzelschicksal eines Kunden über eine längere Zeit in den Vordergrund, entfaltet sich eine einnehmende Emotionalität, die mich für diesen Zeitraum an die Handlung binden konnte. Dass sich der Anime am Ende von Episode sieben auf seine Grundprämisse beruft, das Schicksal des Kunden mit ihrem verbindet und bei Violet einen Gedankengang in Bewegung setzt, der dazu führt, sich ihrer Taten und Brandmale aus dem Krieg bewusst zu werden, zeigt sich leider viel zu selten in der Serie. Nach einem ähnlichen Schema verläuft auch die zehnte Episode. Obwohl die Situation der neuen Auftraggeberin und ihrer jungen Tochter nicht unbedingt neu oder innovativ ist und bereits in unzähligen anderen Serien und Filmen behandelt wurde, wird der Effekt des emotionalen Höhepunkts der Episode genau aufgrund dieser Schlichtheit so wirkungsvoll. Wie bereits erwähnt, folgt diese Episode am Ende demselben Schema wie Episode sieben und zeigt eine Entwicklung bei Violet. Die aufgrund der erforderlichen Integrität während ihrer Arbeit zurückgehaltenen Emotionen und Tränen brechen bei Wiederankunft in ihre Heimatstadt aus und zeigen erneut, dass die Emotionalität der Serie sich erst richtig entfaltet, wenn nicht sie im Fokus steht, sondern das Schicksal der Auftraggeber.

Letztlich wird mir das Werk weniger wegen der Handlung in Erinnerung bleiben, sondern viel eher wegen der visuellen Qualität, die sich selbst vor Filmproduktionen mit höherem Budget nicht verstecken muss. Dafür ist die Handlung stellenweise einfach zu schwach geschrieben und umgesetzt worden. Der Anime erzählt im Grunde genommen zwei verschiedene Geschichten. Da wären zum einen die sehenswerten episodischen Erzählungen, in denen sowohl bei den Auftraggebern, als auch bei Violet stets eine Entwicklung zum Ende hin erkennbar wird und die emotionalen Höhepunkte wirkungsvoll umgesetzt wurden. Doch andererseits schafft es die Hauptstory aufgrund der vielen Ungereimtheiten nicht, bei mir Empathie zu erzeugen oder mich an die Handlung binden zu können.

Letzte Änderung: 3 Monate 6 Tage her von Devish.

Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820080

Hm, schade. Ich mochte die Serie, nicht nur vom Visuellen her, sondern auch von der Schlichtheit der Handlung. Ich bin etwas irritiert, weshalb sich so viele die Mühe machen dermassen über die Schwächen des Animes aufzuröhren. Richtig, es wurde nicht alles von vorne bis hinten durchgeleuchtet, die Handlung ist nicht die perfekt durchleuchtete, komplexe Story die sich manche gewohnt sein mögen. Aber muss ein Anime wirklich makellos sein, um was herzubieten? Ich konnte mich durchwegs zurücklehnen und in der Geschichte vertiefen, emotional involvieren. Wahrscheinlich fällt es mir deshalb schwer zu verstehen, weshalb auf der einen Seite die Kritiker mit der Handlung in der Hand wedeln, während auf der anderen Seite von den Anbetern nur über die Optik gefrohlockt wird.
Ich hoffe mal, dass ich mit meiner Sicht nicht völlig allein stehe. Die Rezension finde ich leider etwas zu wenig durchgeflochten.
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Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820087

Einige der Anmerkungen und Kritikpunkte kann ich durchaus nachvollziehen und ich hatte auch ähnliche Gedanken und Gespräche darüber.
Jedoch empfinde ich sie als nicht sehr schlimm. Ich habe kein Problem mit sich ähnelnden Handlungssträngen von Folgen.
Doch statt mich über die Abwesenheit weiterer Prothesen zu wunder, war es für mich eher die Frage der Heftigkeit, des Durchhaltens und des Überlebens des letzten Kriegseinsatzes, das mich umtrieb.
Die Visualisierung ist unbestreitbar bemerkenswert.
Für mich ist jedoch die Geschichte beeindruckender. Oder, treffender, die Frage danach, was Gefühle eigentlich sind, was sie bedeuten und was sie bewirken können.

Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820088

Eine sehr spannende Rezension, es war interessant, mal eine ausführlichere Meinung dazu zu hören. Ich stimme dir zugegeben nicht in allen Punkten zu, aber insgesamt fühle ich doch recht ähnlich.
Allerdings gehen insbesondere bei den ersten drei Episoden unsere Meinungen auseinander, denn ich fand Episode zwei und drei noch ebenso hervorragend wie die erste. Teilweise mag das daran liegen, dass ich bis zu Episode 5(?) die Folgen zunächst an einem Stück gesehen habe und mich die erste Folge doch emotional so mitgerissen hat, dass mich das vielleicht durch die nächsten Episoden getragen hat. Ich fand es vollkommen okay, dass das "Grundproblem" zu Beginn so oft wiederholt wurde, weil es sich einfach so angefühlt hat, als wäre es in Violets Leben eben dauerpräsent. Und auch ihren ersten Fortschritt mit dem Brief von Luculia fand ich nicht zu weit hergeholt, einfach weil es sich durch die geteilte Thematik eines Kriegsveterans für mich stimmig angefühlt hat, dass dies eine Situation ist, mit der sie am ehesten etwas anfangen kann. Zumal der Brief ja nun auch wirklich sehr simpel war.

Mich hat die Serie an der Stelle verloren, als Violet am Ende Folge mit dieser royalen Hochzeit zum ersten Mal gelächelt hat. Die ganze restliche Folge fand ich schon eher schwach und in diesem Moment musste ich tatsächlich kurz innehalten. Denn für mich hat diese Handlung absolut keinen Sinn ergeben. Warum war es ausgerechnet das, was Violet ihre erste, richtige Reaktion entlockt? Wenn sie doch gar kein Konzept für Liebe hat an diesem Punkt? Und für Heirat dann doch schon gar nicht.
Naja, und ab diesem Punkt hatte die Serie einfach irgendwie für mich einen Abbruch. Ich bin für den ganzen Rest leider nicht mehr wirklich in diese Anfangsstimmung zurück gekommen, selbst wenn durchaus noch ein paar gute Episoden folgten. Auch das Ende fand ich eigentlich ganz schön, aber ich hätte es als deutlich wirkungsvoller empfunden, wenn sie nach Ende des Briefes aufgehört hätten.

Das ist jetzt schon sehr lang geworden, aber zum Abschluss noch eine Sache (auch ein wenig als Kommentar auf Colibris Antwort). Eine Serie muss definitiv nicht perfekt sein, um von mir als gut empfunden zu werden. Die von Devish genannten Logikfehler und Löcher im Worldbuilding würden ggf. gar nicht so ins Gewicht fallen, wenn die Serie ihren emotionalen Pull hätte halten können. Der Punkt, an dem eine Serie nicht mehr fesselt ist für jeden unterschiedlich, offensichtlich, aber wenn der einmal überschritten ist, fallen objektive Fehler einfach mehr auf. Solche dubiosen Dinge wie mit den High-Tech Protesen oder der weltweit einzigen Kindersoldatin hätten einem (wie Devilish) bereits in den ersten Folgen auffallen können. Sind sie mir aber nicht. Erst nachdem die Serie meine persönliche "emotionale Toleranzgrenze" überschritten hatte, sind diese Sachen für mich ins Gewicht (und mir überhaupt auf-)gefallen. Also ja, die Serie hat klar Fehler, aber ich denke, diese sind nicht so schwerwiegend, solange die Serie ihren emotionalen Wert aufrecht erhält. Etwas, das sie für mich leider nicht geschafft hat.

Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820096

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Zuerst einmal danke für die Rezension! Ich muss zugeben, dass ich zu den Personen gehörte, bei denen die Nachrichten über Violet Evergarden, bevor der Anime erschien, großen Hype auslösten. Besonders die Kurzbeschreibung weckte anfangs sehr mein Interesse:
Puppen mit automatisiertem Gedächtnis. Es ist eine ganze Weile vergangen, seit diese Bezeichnung für Aufsehen sorgte. Ursprünglich entwickelte sie Professor Orland nur für seine geliebte Frau, doch die Puppen mit automatisiertem Gedächtnis eroberten letztlich im Sturm die ganze Welt. Eine Maschinerie, die es Menschen erlaubt diese Puppen auszuleihen, wurde ebenfalls etabliert.

Ein Mädchen, das mit ihren blonden Haaren und blauen Augen aussieht wie frisch aus einem Märchen entsprungen, sagte mit ihrer anorganischen Schönheit und süßen Stimme: „Ich werde so schnell es geht zu dem Ort eilen, wo auch immer mein Kunde es wünscht. Ich bin die Puppe mit automatisiertem Gedächtnis, Violet Evergarden.“
Ich bin nicht sicher, ob es sich um eine offizielle Beschreibung handelt, die hier bei Proxer angegeben wurde, aber jedenfalls hat mich das, was dann im Anime behandelt wurde, in diesem Zusammenhang nicht wenig verwirrt und sogar etwas verärgert. Da war eigentlich die Rede von Puppen, die scheinbar zum Leben erweckt wurden und vermutlich Probleme haben sich in die Welt einzugliedern oder von den Menschen unterdrückt werden (entspricht der Sorte nachdenklicher Stories, die ich interessant fände) - und im eigentlichen Anime geht es dann plötzlich um etwas völlig Anderes. Die "Auto Memory Dolls", wie sie genannt werden, sind keine wirklichen Puppen sondern eine Bezeichnung für Menschen, die im Auftrag Anderer Briefe schreiben, und das Mädchen, von dem die Rede war, ist ebenfalls aus Fleisch und Blut und wird lediglich aufgrund ihrer Schönheit mehrfach mit einer Puppe verglichen. Tatsächlich wird der Begriff der "Auto Memory Dolls" im Anime, soweit ich weiß, nur einmal kurz aufgegriffen und dabei bezüglich der Begriffswahl wenig zufriedenstellend erklärt. In Kombination mit dem eher mäßigen Start des Animes (viele der in der Rezension aufgeworfenen Fragen sind auch mir gekommen) hat dieses mittelschwere Missverständnis meinen Hype dann leider relativ schnell abflachen lassen... Vielleicht ging es da nicht nur mir so. Auch hat mich gestört, dass Violet anfangs zwar als emotionslos dargestellt wird, viele der verzwickten Situationen, in denen sie sich vorfindet, in meinen Augen jedoch mit reiner Logik - die sie als Soldat definitiv besitzen muss - entschärfbar wären. Darüber könnte man sich möglicherweise streiten, auf mich hat es jedenfalls diesen Eindruck gemacht. Da sie mit der Zeit Emotionen verstehen lernt, wurde der Handlungsstrang für mich nach einer Weile deutlich nachvollziehbarer und qualitativ durchaus gut. Zwar habe ich nicht wirklich das hochgradig philosophische Werk bekommen, das ich erwartet hatte, doch insgesamt war Violet Evergarden schon nicht übel. Die obige Beschreibung bedarf allerdings vermutlich einer leichten Überarbeitung. Um mein Missverständnis aufzuklären: Es kam einerseits dadurch zustande, dass ich dachte, das "sie" in
Ursprünglich entwickelte sie Professor Orland nur für seine geliebte Frau [...]
bezöge sich auf die danach genannten "Puppen" und nicht die vorher angesprochene "Bezeichnung", und andererseits durch die Wortwahl, die vermuten lässt, dass es sich bei den Auto Memory Dolls nicht um Menschen handelt. Ja, ich weiß, es wirkt kleinlich. Normalerweise wäre ich da nicht so penibel, nur macht es an dieser Stelle eben schon einen relativ großen Unterschied.


Edit: Danke an Sniperace für ein paar wichtige Informationen (Beitrag unter diesem). Offenbar lag ich mit meiner ursprünglichen Vermutung doch nicht ganz daneben:
Auto Memory Dolls waren ursprünglich Maschinen, bzw. schwer von Menschen zu unterscheidende Androiden, vielleicht sogar Cyborgs, die Dr. Orland entwickelt hat um seiner blinden Frau beim schreiben zu helfen und die später vermietet wurden. Und erst später hat sich der Begriff Auto Memory Dolls zu dem gewandelt, was er in der Story darstellt.
Ob das im Anime so erwähnt wurde, kann ich leider nicht sagen. Es kann sein, dass ich an der Stelle nicht aufgepasst habe und das Ganze also mein Fehler war. In dem Fall sorry, falls ich mit diesem Part jemanden verwirrt haben sollte. *o-gomen*
Soft caresses in every sound
Like my body - dead and cold.
Tender is the Nymphs' touch, loving even.
Is it real? Can I believe in
This comfort from the gods of old?
Or is it restlessness I've found...?
Letzte Änderung: 3 Monate 5 Tage her von 一匹狼. Begründung: neue Informationen

Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820098

Zuerst mal ein Danke für die Rezension auch wenn ich ihn vielen Dingen nicht übereinstimme.
Grade auch weil ich gemerkt habe, dass meine Meinung zum Anime schon während des Airing nicht recht in ein Schema passt.

Wo fang ich an?

Hohe visuelle Qualität:
Ja aber mit Abstrichen. Es gibt bereits in der ersten Folge Szenen, die etwas günstiger wie der Rest erscheinen, dass ist ein Fakt und als ein Beispiel, bei einen der Rückblicke wo man sie kämpfen sieht, war die Animation sicher okay, der Detailgrad war aber teilweise aber Mist, grade auch bei den Details wie Waffen, was nun ja, nicht unbedingt sein muss (ist ein wenig schade, es wäre ansonsten gute Action gewesen). Es muss aber gesagt sein, es war nicht durchgehend so, diese Szenen waren auch eher in der Minderheit, selten lang und kaum störend, ich bin mir sicher, dass die in Folge 1 kaum Jemanden aufgefallen sind. Und der Kampf auf dem Zug zeigt auch, wie gut Kyoto sein kann, weil es eben alles verbunden hat, Optik, Action, Animation und Detail, ich würde mir halt wünschen, dass ein paar der Kampfszenen vorher im Anime (so häufig sind sie ja nicht) ebenfalls so ausgesehen hätten.
Das kann man jetzt als Maulen oder das Haar in der Suppe suchen bezeichnen, ist es aber nicht. Ich kann sowas auch bei eine bekannten Ufotable Animefilmreihe finden, die ich unter anderem aufgrund der Optik, der Atmosphäre und der Musik unheimlich mag.
Fakt ist bei Violet Evergarden nämlich auch, dass die Optik wirklich kein Grund ist große Kritik anzubringen, sondern eher ein Grund ist einzuschalten - Nicht der einzige;) Für einen Anime war es schon sehr nice und aufwendig.
Und es besteht die Möglichkeit, dass die Datenträgervariante optisch etwas aufgebessert wird - was nicht unüblich wäre. Für Leute, die jetzt verstanden haben, was ich meine vielleicht eine gute Vergleichsmöglichkeit. Da ich aber am Überlegen bin, mir selbst ein Disk zu zulegen, finde ich es vielleicht auch selbst raus.

Devish
Doch auch das erste animierte Promo-Video ließ die allgemeine Erwartungshaltung in exorbitante Höhen schießen.

Das ist richtig. Zumindest bei Mir war es so.
Scheinbar wurden diese hohen Erwartungen für einen Großteil der Zuschauer erfüllt

Ich bin so ehrlich - Nein.
Um zu erklären wieso, muss ich ausholen, den es fängt mit dem Promo Video an.
Das Promo Video hatte einen Wow Effekt, doch noch bevor der Anime gestartet ist, hat man bereits beim Animationsteam "Umstellungen" vorgenommen. Das waren für mich Dunkle Wolken am Himmel nicht mehr. Allerdings war ich mir schon zu diesem Zeitpunkt sicher, dass es nicht durchgehend so wie im Promo Video aussehen würde, vermutlich auch, weil es das Budget gesprengt hätte.
Der Anime sah in seiner Gesamtheit aber echt gut aus, weswegen ich nicht enttäuscht war, doch mit dem Potenzial und den Erwartungen die das Promovideo für mich dargestellt hat, kann und werde ich es nicht vergleichen.
Im Nachhinein versteh ich auch wieso und kritisiere es nicht, Kyoto ist zwar eine 1er Adresse und haben eine Einstellung, was Produktion und Firmenleitung angeht, die mir echt gefällt, doch sie sind kein Monster Studio. Und von daher hat Alles seine Grenzen. So weit ich mitbekommen hab, haben sie es wieder ganz alleine gestemmt, was zwar super für gleichbleibende Optik ist, was aber seine Grenzen hat, wenn man nicht grade ein Studio wie Ufotable ist (die schlichtweg größer sind und den Geldscheißer haben, weil sie nur Franchise angreifen, die sicher Geld abwirft) oder Sunrise/Bandai, die unbegrenzte Mittel haben (sie aber derzeit nicht nutzen .....), die beide ihm übrigen auch genug Hilfe von Außen annehmen, grade bei Filmen.
Kyoto setzt auf fest angestellte Mitarbeiter und fixe Gehälter und auf Produktion "im Haus", was sie in der brutalen modernen Studiowelt zum einem Lichtblick macht. Am Animatorenmangel und schwankender Quali sind sie sicher nicht mit verantwortlich. Es ist halt ein Familienbetrieb.

Und eines muss einfach gesagt sein, die Animationen/Optik dieses Anime sind (zu 90 Prozent) einfach der Hammer:)
*o-toohappy*

Sind die Prothesen so modern und fortschrittlich, dass sich kein normaler Soldat oder Bürger diese leisten kann? Wenn ja, warum bekommt dann ausgerechnet Violet welche spendiert, die beim Militär von allen Seiten als Hund und minderwertiges Geschöpf denunziert wird?

Die Antwort drauf ist eigentlich ganz einfach. Sie sind teuer hoch zwei, doch sie bekommt diese Prothesen ja auch nicht vom Militär spendiert. Sondern von Gilbert, der offensichtlich Vorkehrungen für sein Ableben getroffen hat und zwar in jeder möglichen Hinsicht. Ergo ein Familie für Violet, die sie adoptiert, sein Freund, der auf sie aufpasst und nicht zuletzt Geld und damit auch die Prothesen. Seine Familie ist ziemlich reich und mächtig und ihre Adoptivfamilie ebenfalls.
Die Hightech-Prothesen stellen diesbezüglich ebenso ein Dilemma dar.

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Nur im Anime, nicht im Novel, der hier mehr beleuchtet. Allerdings auch etwas nebulös bleibt. faktisch ist es ein alternative Welt, wo solche komplexen mechanischen Dinge existieren, allerdings nicht grade üblich sind.
Auto Memory Dolls waren ursprünglich Maschinen, bzw. schwer von Menschen zu unterscheidende Androiden, vielleicht sogar Cyborgs, die Dr. Orland entwickelt hat um seiner blinden Frau beim schreiben zu helfen und die später vermietet wurden.
Und erst später hat sich der Begriff Auto Memory Dolls zu dem gewandelt, was er in der Story darstellt. Nämlich Ghostwriter, die für andere Menschen schreiben.
Die Technik existiert also.
Die Frage ist viel eher - ist Violet ein echter Mensch? Der Anime wie Novel bleibt diese Frage schuldig, bzw. beantwortet sie, jedoch nicht ohne Zweifel zu lassen. Es gibt Gründe beides zu vermuten. Zum einen wird das bluten und das wachsen ihres Körper als Grund für Menschlichkeit genannt. Zum andern sieht man sie den ganzen Anime nicht essen, ihre Einstellung zu Nahrung ist interessant und ihre Fähigkeiten sind nun ja, unmenschlich. Sie überlebt Blutverlust, der jeden Menschen getötet hätte, ihre Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft ist unmenschlich, an einem Part lässt sie Olympische Weitspringer alt aussehen und nicht zuletzt ihre Prothesen selber ..........
Ich hab nach wie vor die Vermutung, dass sie nur Menschenähnlich sein könnte. Das ist aber Spekulation.

Was keine Spekulation ist, ist die Tatsache das der Anime Dinge ausklammert, wie die versuchte Vergewaltigung von Kapitän Dietfried Bougainvilleas Männern an Violet, was zu deren Tod führt ..............


Zu den Figuren und der Story:
Zum Teil ist der Anime episodisch, was vielen Leuten schlichtweg nicht zusagt, dass kenne ich schon von anderen Anime/Manga. Allerdings sind diese Episoden alle hochwertig und ziemlich emotionell. Das sie oft ziemlich traurig sind hab ich auch als Kritik schon mal gehört. Gut alle enden in irgendeiner Art positiv und meistens mit Charakterentwicklung. Ausnahme bildet nur Eine, die halt die Schrecken des Krieges zeigt, bzw. die Hinterbliebenen.
Manche Folgen haben auch nicht grade Violet im Vordergrund.
Trotz all dem ist die durchgehende Story von Violet und ihre Entwicklung für mich gut getroffen, wobei auch halt einfach gesagt sein muss, dass der Novel nicht grade lange ist und somit die Vorlage und der Anime hier einfach auch Parts hat, die vielen Novelfans nicht gefallen haben.
Ich muss aber sagen, wenn es so wie hier umgesetzt wird, dann hab ich kein Problem mit etwaigen Fillern oder Ausschmückungen.
Ich hab den Anime genossen, jede Folge lang und er hatte harte Konkurrenz in der Season. Echt viel gute Anime, wovon Einer sowieso zwei Season dominiert hat (Shaft hat sich übertroffen und wohl ein der besten Vorlagen überhaupt für ihre Qualitäten erhalten).
Nicht nur das Violet eine Charakterentwicklung durchmacht, mit Rückschlägen, es gibt auch genug Nebenfiguren, ja selbst Figuren, die nur ein Folge vorkommen, die sich ebenfalls bedeutend Charakterlich weiterentwickeln, besser geht es nicht in der Laufzeit:
Erica Brown (die allerdings im Novel noch mehr Zeit erhält)
Iris Cannary
Dietfried Bougainvillea
Oscar Webster
Ann Magnolia
und noch viele mehr, alle mit Charakterentwicklung.

Überhaupt ist das Thema dieses Anime, dass ein guter und ehrlicher Brief so vieles klären kann, was ansonsten nie geklärt würde. Natürlich hilft auch ein klärendes Gespräch, wo man sein Gefühle schildert, doch dass ist nicht immer möglich.
Und Violet kann man viel vorwerfen, doch sie ist ehrlich - brutal ehrlich;) Und das ist heilsam.
Auch der plötzliche Wandel von einer untalentierten Schreiberin zu einer geeigneten Kandidatin für den Schriftwechsel zweier Königshäuser offenbart derartige Schwächen und lässt Glaubhaftigkeit vermissen.

Nicht ganz, weil im Anime ja zum einen etliches an Zeit vergangen ist, die nicht wirklich genau erkennbar ist (es werden aber Monate von Erfahrung von Claudia Hodgins genannt, der überzeugt von ihr ist, als er ihr den Auftrag gibt). Und zum anderen Violet bereits in Folge 3 (nach ziemlichen Schwierigkeiten) und 4 gezeigt hat, dass sie in der Lage ist Menschen zu erreichen. Ergo ist sie zu dieser Zeit bereits erfahren, vermutlich bekannt, Sie dürfte nicht wenige Briefe geschrieben haben, grade auch für (Ex) Militärs und eine der besten Auto Memory Dolls, einzig Cattleya Baudelaire kann ihr das Wasser reichen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sie geschickt wird, auch ist Cattleya die, die Kunden bringt und der Auftrag im Königreich ist langwierig, also perfekt für Violet, während Cattleya Kunden in der Hauptstadt zufrieden stellt. Auch ist Violets Herangehensweise erfolgreich, wenn auch auf ihre Art anders.
Der Anime hat nur 13 Folgen Zeit, wovon ein Haufen nur für die Verarbeitung und Charakterentwicklung von ihr selber drauf geht. Was aber notwendig ist.

Violet stand unter der Obhut von Gilbert, weshalb er durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, einen Einsatz zu verhindern.

Das sehe ich anders.
Zum einen ist sie auf ihn fixiert, ich bin mir nicht sicher ob sie wo anders besser aufgehoben gewesen wäre, bzw. überhaupt dort festgehalten hätte werden können. Ganz zu schweigen, dass er sie dort nicht schützen kann, wenn etwas passiert. Ist ja nicht grade einfach eine Kampfmaschine irgendwo unterzubringen, es wäre schiefgegangen.
Zum Anderen ist Krieg, Violet ist ein Kampftalent ohne Beispiel. Ergo kann sie den Krieg durch Aktionen verkürzen (und damit Leben retten), was sie auch mehrfach tut, am Ende geht es leider etwas schief. Und Gilbert weiß es auch. Er hat nicht nur Verantwortung für sie, sondern auch für seine Männer. Und nicht zuletzt wird es ihm befohlen.
Auch liebt er sie und sie ist mit einer der Grunde warum er nicht an diesem Krieg zu Grunde geht, er ist zwar Militär, doch seine Seele ist eigentlich nicht dafür geeignet.
Er will also den Krieg beenden (zumindest was in seiner Macht steht) und dafür braucht er sie. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass sie ohne Ihn Probleme haben wird, weswegen sie am Besten bei ihm bleibt auch wenn es nicht die tolle Umgebung ist. Er ist im Dilemma.
Auch stellt sich ab einem Punkt die Frage ob es das Militär überhaupt zulassen würde? Ich denke mal nicht, die wären auch blöd, sie ist bekannt wie in bunter Hund und ihre Ergebnisse spreche für sich.
Auch stellt sich ganz am Anfang die Frage ob er sie da schon liebt, oder viel eher auf sie aufpasst und ihre Fähigkeiten dabei nutzt. Sie ist ja quasi als Leibwächter für ihn gedacht.

sich ihrer Taten und Brandmale aus dem Krieg bewusst zu werden, zeigt sich leider viel zu selten in der Serie.

Weil sie auch erst gegen Ende die charakterliche Weiterentwicklung erreicht, die dafür notwendig ist. Das geht nicht von heute auf Morgen und Violet braucht etliche Schritte dafür, inkls. der bitteren Wahrheit, die sie lange nicht wahrhaben will und dem Aufeinandertreffen mit Dietfried, was sie erst darin festigt, was sie nun sein will.
Sie ist nicht mehr wie ein missbrauchter Kindersoldat am Ende des Krieges, der seine einzige Bezugsperson verloren hat und es nicht wahrhaben will. Sie muss so viel lernen und so viel verarbeiten. Wobei sie zuerst genauso agiert wie es viele Veteranen eben tun.
Sie versucht sich zuerst in der normalen Gesellschaft zurecht zu finden und vergräbt ihre Kriegserfahrungen, dass ist typisch. Erst später hat sie Zeit und Mut für sich selbst, nicht ohne Einbrüche. Die Violet am Ende ist nicht die gleiche wie zu Beginn und nicht die in der Mitte. Sie kann sich erst zu ihrer Endform entwickeln als ihr Etwas wichtiges klar wird. Was erst mit Ende von Folge 7 beginnt und erst Folge 9 endet. Und erst gegen Ende fixiert wird.
Sie überlegt auch Selbstmord zu begehen - typische Reaktion eines Veteranen mit Trauma:(
In Folge 11 (Folge 10 war episodisch - allerdings eine der besten) stößt sie in die Ausläufer des Krieges und sie sieht die Hinterbliebenen, was sie noch mehr bestärkt, gleichzeitig aber auch zeigt, dass sie damit umgehen kann und wo sie endlich menschlich wirkt. Und zuletzt muss sie eben auch zeigen, dass sie dazu steht und mit sich leben kann. Ihr Konflikt mit Dietfried, was auch ihn verändert.


Ich hoffe ich verletzte Niemanden mit meiner Kritik, ich bin nur ehrlich gewesen, wie ich den Anime wahrgenommen hab. Und ich bin auch froh, dass diese Anime so differenziert aufgenommen wird, so Etwas gibt es selten.

Alles in Allem war es ein Top Anime. Zumindest für mich. Optisch, emotional (er hat schon verdammt oft und verdammt heftig am Emotionsrad gedreht), Figuren. Die Musik ist ebenfalls echt nice.
Ich freue mich schon auf Folge 14 - die ja als Bonus der Datenträgervariante beiliegt. Bin gespannt was da noch kommt.


Live is good
Sniperace
Letzte Änderung: 3 Monate 6 Tage her von Sniperace.
Folgende Benutzer bedankten sich: 一匹狼

Violet Evergarden 3 Monate 6 Tage her #820101

Weiß nicht warum der Anime so runtergemacht wird er hat seine schwächen aber sodermasen draufrum zu hacken muss man auch nicht am ende achtet nicht jeder so drauf was er für kleine fehler hat wie er dar gestellt wir und er wer unterhaltsam und das zählt für mich am meisten

Violet Evergarden 3 Monate 5 Tage her #820108

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Erst einmal Danke für deine Sicht der Dinge :)

Ich persönlich kann einige Punkte durchaus nachvollziehen und verstehe nicht warum sich einige direkt angegriffen fühlen, nur weil jemand Kritik an diesem ja doch so perfekten Anime ausübt. Grundsätzlich gibt es das nämlich meiner Meinung nach nicht. Jedes Werk hat seine Schwächen und Makel.

Die eindeutige stärke des Animes liegt im visuellen Part, das kann man nicht abstreiten, denn diese zieht sich als einzige durch den kompletten Anime. Episodenweise war der Anime sogar fast perfekt, aber dennoch finde ich fehlen einfach Dinge die meiner Meinung nach wichtig gewesen wären. Wie du bereits angesprochen hast, sind viele Fragen einfach offen geblieben. Wo kommt Violett eigentlich her, wie und von wem wurde sie ausgebildet, warum überhaupt das ganze? Und warum nur sie und niemand anders? Hier wird man leider mit einem man weiß nicht wer ihre Eltern und wo sie herkommt abgewimmelt. Allgemein werden viele Charaktere eingeführt, wo einfach viel zu wenig Background bekannt ist. Also was mir fehlt ist ein wenig Tiefe und vor allem die Beantwortung vieler Fragen. Aber das passiert in einer möglichen Fortsetzung ja noch.

Aber was macht das ganze für mich dennoch zu einem Meisterwerk? Ganz einfach, Violett Evergarden hat etwas geschafft was nicht mehr viele Animes bei mir schaffen und zwar mich emotional so stark mitzunehmen. Besonders die Story mit dem Soldaten und seiner Kindheitsfreundin und die von Mutter und Tochter hat mich mitgenommen. Alles in allem hat mir der emotionale Teil von Violett Evergarden so gut gefallen, das es die ganzen negativen Punkte in den Schatten stellt ^^

Violet Evergarden 3 Monate 5 Tage her #820109

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Erstmal danke für eine Rezension über Violet Evergarden!
Hab mir persönlich nur ein paar Stellen durchgelesen um mich nicht wirklich zu viel zu spoilern. Ich fand bis jetzt einfach nicht viel Zeit den Anime zu gucken, was unter anderem mit Real Life oder eben auch anderen Animes zusammenhängt.

Der Anime wurde natürlich von allen Seiten sehr gehypt, obwohl ich diesen als nicht so schlimm empfinde wie z.B. My Hero Academia oder Tokyo Ghoul, die ja teilweise als göttlich dargestellt werden..
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Ich werde mir natürlich selbst erstmal ein Auge davon machen ob dieser Anime diesem Hype auch gerecht wird. Zuvor will ich mich da noch nicht groß dazu äußern.

@sparten46: Beruhig dich mal. In Rezensionen werden nur Kritikpunkte geäußert die eben dem Schreiber auch so aufgefallen sind, das hat absolut nichts mit Rumhacken zu tun. Du nimmst das glaube ich ein bisschen zu ernst.
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Violet Evergarden 3 Monate 5 Tage her #820111

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Also als ich die Beschreibung damals von diesem Anime gelesen habe, dacht ich mir erstmal :"Wie der Anime wohl wird...".
Ich konnte mir nicht viel drunter vorstellen und hab ihn erstmal beiseite getan und gewartet bis dann alle Folgen endlich draußen waren.
Ich dachte mir schon das er ein gewissen Drama-grad vorweist, hätte aber nicht gedacht das dieser Anime mich SO kalt erwischt. Ich habe viele, wenn nicht sogar fast alle Drama (die bekannt sind und einige auch die weniger bekannt sind) gesehen, daher haben mich andere Animes die nur minimal drama aufwiesen, nicht gejuckt, sie haben mich emotional nie mehr so getroffen.
Mit Violett Evergarden bin ich echt froh, das ich mir keinerlei Meinungen oder Bewertungen angeschaut habe, weil ich sonst wahrscheinlich sehr voreingenommen gewesen wäre. Seit langem hat mich ein Anime mal wieder so richtig schön emotional getroffen. Besonders zwei Stellen, die haben es mir angetan.
Doch auch wenn dieser Anime so beliebt ist, muss ich auch sagen das er für mich persönlich keine 10 in der bewertung verdient hat eben weil vieles im dunkeln gelassen wurde, wie wo sie herkommt, warum sie überhaupt (bereits als kind!!) zur Waffe gemacht wurde und und und...
Alles Fragen die man sich im laufe des Animes stellt und worauf man leider keine Antworten bekommt. Ich hoffe ja auf eine OVA die das einem näher erklärt oder evtl sogar eine zweite Staffel, weil das Ende sah sehr... seltsam aus.
Ich muss dem Anime eine sehr gute bewertung geben aber kein Perfekt, weil dafür noch bischen was fehlt. Ansonsten so von der Qualität, der Musik und der Story ist er sehr sehenswert.

Ich freue mich auf weitere Werke oder ähnliche vom emotions-grad her *o-like*
Once upon a time... There was a happy little Girl.

Letzte Änderung: 3 Monate 5 Tage her von Luchsia.
Folgende Benutzer bedankten sich: -Kaneki

Violet Evergarden 3 Monate 5 Tage her #820139

Ach, ich fand den eigentlich ganz schön. Highlight war sicherlich die graphische Umsetzung, die ist auf recht hohem Niveau, finde ich. Das episodenhafte fand ich nicht schlimm, ist ja nicht so als gäbe es keine anderen animes die dies nicht auch so handhaben. Ich finde, so kann man gut darstellen wie sie Stück für Stück etwas dazulernt und der Antwort auf ihre Frage immer näher kommt. Ihre Hintergrundgeschichte wurde auch immer wieder beleuchtet, hat mir persönlich gelangt um die Verhaltensweisen der Figuren zu verstehen. In der Ankündigung, das der anime nun im Vertrieb von Universum ist, wird auf ein geplantes sequel hingewiesen, da kann man ja hofffen das noch mehr erklärt wird. Für mich persönlich war es ein emotional anrührender anime mit toller graphischer Gestaltung und ich freue mich auf etwaige Fortsetzung.

Violet Evergarden 3 Monate 4 Tage her #820186

Jeder der die Bücher gelesen hat, weiß wie schlecht die Anime Adaption war. Die Story hat nichts mehr mit der Handlung in den Bücher zu tun, fast alles kann man schon als Original/Filler Story bezeichnen, dass als Adaption zu bezeichnen ist eine Beleidigung für das Buch. Wie auch schon in der Rezension gesagt wurde, dass einzig gute war die Animation des Anime aber das war's auch. Mehr als 3 von 10 ist nicht drin.
Letzte Änderung: 3 Monate 4 Tage her von Eromanga-sensei.

Violet Evergarden 2 Monate 2 Wochen her #821011

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Fantastische Animation, wunderschöne Atmosphäre aber doch nicht so ein Meisterwerk für mich.
Erstmal direkt zu Beginn... vielen Dank für die ausführliche Rezension, wo du sehr stark auf die positiven als auch den negativen Aspekten eingehst. :) Denn tatsächlich ist Violet Evergarden nicht perfekt. Tatsächlich hatte ich ja schon von Anfang an sehr hohe Erwartungen an den Anime. Klang sehr interessant und auch optisch war es wow. War auch definitiv keine Enttäuschung. Sehr interessanter Anime, welcher aber nicht durch viele Punkte überzeugen konnte. Vieles was du erwähnt hast stimmt eindeutig zu für mich. Trotzdem ziemlich schade, wenn viele den Anime öfter wegen den Hype schlecht reden oder wenn es Leute gibt, die keine Kritik an den Anime vertragen können. Gibt es aber bei vielen Werken.
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