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THEMA: In Another World With My Smartphone!

In Another World With My Smartphone! 2 Wochen 2 Tage her #804836

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Es ist immer interessant, aktuelle Trends bei Animes zu verfolgen. Obwohl einige zur Jahrtausendwende bekannte Muster auch heute noch vorzufinden sind, versuchen die Köpfe hinter den Werken mittlerweile dem Ganzen einen neuen Anstrich zu verpassen. Das ist durchaus verständlich, immerhin existieren bestimmte Genres bzw. Kombinationen dieser schon seit einiger Zeit und wurden entsprechend oft umgesetzt. Falls aber einmal ein neues dazu kommt, lässt sich nach einer Weile eine gewisse Ideenlosigkeit erkennen. Der Markt wird geflutet mit Titeln, die versuchen das Erfolgskonzept der Hitserien nachzuahmen, ohne selbst großartig innovativ zu sein. Dies ließ sich damals beim Durchbruch der Ecchi-Harem-Rom-Coms zu Beginn des 21. Jahrhunderts erkennen und es scheint sich wohl aktuell mit dem Isekai-Genre ein ähnliches Szenario anzubahnen.

Für diejenigen, die den Begriff nicht kennen: Isekai bedeutet grob übersetzt so viel wie andere Welt. Im Prinzip geht es hierbei um Titel, in denen eine Person durch irgendwelche Umstände eben dorthin gelangt. Re:Zero, Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku wo! oder Zero no Tsukaima gehören zum Beispiel diesem Genre an, aber auch Werke wie Sword Art Online werden von manchen dazugezählt. Im Animebereich ist die Anzahl von Isekai-Geschichten noch verhältnismäßig gering, allerdings werden Light Novels und Mangas mit diesen praktisch geflutet. Oft wagen sich relativ unerfahrene Autoren an solche Storys und das merkt man in vielen Fällen leider auch. Dennoch zieht man in der Regel eine beachtliche Anzahl an Lesern an, was natürlich noch mehr Menschen anlockt, die sich denken, so etwas können sie ebenfalls verfassen. Aus diesem Grund ist es in diesem Genre extrem schwer, sich von der Masse abzuheben und wenn dies nicht mit den eigenen Schreibkünsten gelingt, denkt man sich einfach eine seltsame Prämisse aus. In der heutigen Rezension geht es um genau solch einen Anime, dessen englischer Titel In Another World With My Smartphone! Im Prinzip schon alles aussagt, was man darüber wissen muss.

Zuerst aber ein paar Hintergrundinformationen. Das Werk erschien in der kürzlich abgeschlossenen Sommerseason 2017 und umfasst 12 Episoden. Regie führte Takeyuki Yanase, der zuvor an den Kurzanimes Himegoto und Onsen Yousei Hakone-chan arbeitete. Animiert wurde die Serie von Production Reed, die unter anderem für Nijiiro Days oder Macross 7 verantwortlich waren.

Die Geschichte beginnt für Touya Mochizuki recht unglücklich: er stirbt! Das war so allerdings von Gott nicht geplant, weswegen dieser dem Protagonisten anbietet, in einer neuen Welt wieder zum Leben erweckt zu werden. Als Entschädigung darf Touya zusätzlich noch einen Wunsch äußern und will deshalb, wie der Titel schon verrät, sein Smartphone mitnehmen. Mit diesem in der Hand versucht er nun in seiner neuen Umgebung Fuß zu fassen und merkt dabei relativ schnell, dass nicht nur sein Wunschgerät einige Upgrades erhalten hat. Er selbst ist deutlich stärker als vorher und kann sogar jede existierende Art von Magie nutzen, was in der neuen Welt eine Seltenheit ist. Mit seinen neuen Fähigkeiten schafft er es relativ schnell sich mit ein paar Mädchen anzufreunden und somit beginnt sein neues Leben.

Wer schon den ein oder anderen Isekai-Anime gesehen hat, dürfte anhand der Beschreibung relativ schnell merken, dass In Another World With My Smartphone! alle üblichen Genrestandards abdeckt. Der Protagonist wird aus irgendeinem Grund in eine Fantasy-Welt geworfen und erhält eine übermächtige Fähigkeit, mit der er massenhaft Mädchen anzieht. Dabei ist er so unglaublich nett und zuvorkommend, sodass sich jede Frau sofort in ihn verliebt. Das sind alles Elemente, die man so in fast jedem 0815-Isekai-Anime sieht. An und für sich wäre dies nicht sonderlich schlimm, vorausgesetzt die Umsetzung des Ganzen spricht den Zuschauer an. Nur leider ist dies der Beginn einer langwierigen Suche nach dem einem Funken Hoffnung, der sich Qualität nennt.

Zugegeben, In Another World With My Smartphone! versucht im Prinzip nicht mehr zu sein, als es eigentlich ist: Ein Harem-Anime in einer Fantasy-Welt. Dabei besteht das Werk im Prinzip aus einzelnen Geschichten, die mal mehr oder weniger miteinander zu tun haben, aber im Endeffekt eher episodisch aufgebaut sind. Wer genau so etwas erwartet, dürfte vielleicht auch seinen Spaß mit der Serie haben. Alle anderen … werden wohl aufgrund der schieren Dummheit des Titels in schallendes Gelächter ausbrechen. Nun ja, zu dieser Gruppe gehöre ich. In meinen Augen ist dieser Anime nicht gut, im Grunde genommen würde ich ihn sogar als ziemlich schlecht bezeichnen. Allerdings ist es gerade dieser Umstand, der das Ganze so katastrophal unterhaltsam macht.

Da wäre zum einen die Story. Wer Sword Art Online kennt und dort schon dachte, Kirito ist ein Übermensch ohne Fehler, wird hier eines Besseren belehrt. Touya Mochizuki könnte glatt die ideale Personifikation eines Gary Stu-Charakters sein. An absolut keiner Stelle in diesem Anime gibt es ein Problem, das sich nicht mit seinen Fähigkeiten lösen lässt. Egal, ob ein Drache ein Dorf verwüstet, man einen König in ein anderes Land eskortieren soll oder ein altes, schier unmöglich zu bezwingendes magisches Artefakt erscheint, Touya weiß immer sofort, was zu tun ist. In manchen Situationen ist es geradezu lächerlich, mit wie wenig Mühe er durchkommt, man aber dem Zuschauer trotzdem weismachen will, dass es aktuell ziemlich ernst um ihn oder seine weibliche Gefolgschaft steht. Dabei passiert in der fortlaufenden Handlung so gut wie gar nichts Überraschendes. Viel zu oft konnte ich die zukünftigen Ereignisse einfach nur deswegen erraten, weil es an dieser Stelle die naheliegendste Option war.

Umso enttäuschender ist das Ganze deswegen, weil die Idee mit dem Smartphone vom Prinzip her eigentlich gar nicht so uninteressant ist. Nur dieses rückt die meiste Zeit in den Hintergrund und wird viel zu selten genutzt. Das liegt unter anderem daran, dass die körperliche Stärke und magischen Fähigkeiten von Touya viel zu mächtig sind. Anstatt ihn schwach zu lassen und durch den geschickten Einsatz seines Smartphones dazu zu bringen, in dieser Welt mit seinem Verstand Konflikte zu lösen, hat man ihn schlichtweg in einen wandelnden Gott verwandelt. Jegliche Spannung wird dadurch praktisch aus dem Fenster geworfen, wodurch es schwer wird, viele Szenen ernst zu nehmen.

Apropos ernst nehmen, neben Mr. Perfect gibt es noch sechs weibliche Hauptcharaktere, die nach der Harem-Tradition alle sofort in den Protagonisten verschossen sind. Nach der recht enttäuschenden Story sollte man ja hoffen, dass man zumindest hier vernünftige Charaktere geboten bekommt, aber Fehlanzeige. Von diesen sechs Mädchen kommt eine innerhalb der Geschichte so gut wie nie vor, während drei andere sich kaum unterscheiden. Na ja, so ganz stimmt das nicht, immerhin hat jede der sechs eine unterscheidbare Persönlichkeit. Jedoch rückt diese mit dem Verlauf des Animes immer weiter in den Hintergrund. Noch schlimmer als das ist die Tatsache, dass die Charaktere sich kaum entwickeln, bzw. manche überhaupt nicht, obwohl es genug Setups dafür in der Serie gibt. An einer Stelle ist man z.B. im Heimatdorf eines der Mädchen und sie trifft sogar ihre Familie, allerdings lernt man so gut wie nichts Neues über sie. Abgesehen davon spielt sie sogar im Rest der Folge kaum eine Rolle. Es wirkt schon fast so, als wären dem Anime die eigenen Akteure vollkommen egal.

Eine Aussage, die man genauso über die Optik treffen könnte. Dem Zuschauer wird an vielen Stellen nur das absolute Minimum geboten. Einzelne Kampfszenen sind oft kaum animiert und werden viel zu häufig als Standbilder dargestellt. Die Charakterdesigns sind relativ generisch gestaltet und simpel gezeichnet. Darüber hinaus gibt es hierbei leider ein paar Momente, wo die Zeichnungen Off-Model sind. Ebenso enttäuschend sind die Hintergründe, bei denen man einiges an Details vermissen lässt. Immerhin die Farbgebung ist noch einigermaßen okay, obwohl es an einigen Stellen durchaus etwas bunter und leuchtender hätte sein können. Die musikalische Untermalung bietet durch und durch durchschnittliche Musik, an die man sich nach der Folge kaum erinnert … bis auf die Jingles, die ertönen, wann immer Toyua Magie benutzt. Aus dem Nichts ertönt so gut wie jedes Mal ein Chor, der sich irgendwie falsch für diese Situation anhört. Wenn es sich um sehr mächtige Magie handeln würde, wäre das zumindest einigermaßen verständlich, aber die Musik wird selbst bei den einfachsten und unbedeutendsten Zaubern gespielt. Opening und Ending sind absolut nichts Besonderes, hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch ein Déjà-vu zu erleben.

Eigentlich bin ich ja an In Another World With My Smartphone! mit der Erwartung herangegangen, dass es sich hier um einen absolut durchschnittlichen Vertreter des Isekai-Genres handelt, der aber zumindest versucht, seine merkwürdige Prämisse humorvoll umzusetzen. Umso enttäuschter war ich letztendlich vom Endergebnis. Diese Art von Geschichten haben es so schon recht schwer, ernst genommen zu werden. Solch ein Titel gibt aber gerade den Leuten Munition, die solche Serien allgemein verurteilen, weswegen das Genre einen solch schlechten Ruf bei einigen Animefans hat. Und das nur deswegen, weil viele Autoren von Isekai-Storys sich weigern, von der Erfolgsformel abzuweichen. Genau diese Faulheit spiegelt In Another World With My Smartphone! perfekt wider. Dass man sich an dem üblichen Setting orientiert ist eine Sache, nur wenn der Aufwand beim Anime selbst fehlt – gerade bezogen auf die technischen Aspekte – lässt sich das nur schlecht schönreden.

Letztendlich fällt es mir sehr schwer, die Serie irgendjemandem vorzuschlagen. Aus dieser Richtung gibt es genug Alternativen, die man sich eher anschauen könnte und die einen besseren Einblick in das Isekai-Genre geben. Na ja, eine Ausnahme gäbe es doch noch. Ich würde In Another World With My Smartphone! nur dann empfehlen, wenn man etwas für unabsichtlich ironischen Humor angesichts der Unfähigkeit eines Animes übrig hat. Denn obwohl ich aus den komplett falschen Gründen lachen musste, so wurde ich dennoch köstlich unterhalten.


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Vielen Dank an Moeface für die GIFs
Letzte Änderung: 1 Woche 52 Minuten her von SilentGray.

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 4 Tage her #805300

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Habs jetzt selber noch nicht angeschaut, bin aber Fan so mancher Isekai-Story. Je unwahrscheinlicher, absurder die Ideen und umso mehr sie vom Standard-Konzept abweichen, desto besser meiner Meinung nach. Nach der Rezension hier haben wir ein Typischen OP-Charakter, der mal mit irgendeinem Merkmal versehen wurde um die Story an falschen Punkten lustig zu machen. Sowas kann meiner Meinung nur den Bach runtergehen.

Ach ja und an alle Autoren und Studios, die solchen Mist veröffentlichen, NUTZT DIE ZEIT FÜR ETWAS SINNVOLLES!!!!

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 4 Tage her #805306

Da ich zu denen gehöre die den Anime nicht gesehen haben kann ich natürlich keinen so guten Kommentar abgeben, aber ich bin auch der Meinung das sich viele der Isekai-Serien einfach nur dahingeschluderte Kopien von besseren Werken sind. Natürlich gibt es auch Serien die das Thema auf eine Weise anpacken die ziemlich genial ist(Re:Zero ist praktisch eine dunkle Parodie von Isekai-Klischees die meinen Ansprüchen mehr als gerecht wird).
Hier ein paar Isekai Serien die sich von der Masse abheben:
-Kumo desu ka, Nani ka?
-Isekai Mahou wa Okureteru!(LN wurde derzeit auf Englisch bis zum 8. Band übersetzt)
-Dungeon Seeker(Harem? Kann man das Essen?)
-Dungeon Defense(Für Verrückte)
-Mushoku Tensei
-Re:Zero
-Arifureta(Allerdings nur bis zum Zweiten Dungeon, danach degradiert die Qualität ziemlich)

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 4 Tage her #805316

In Another World With My Smartphone!

Was soll ich dazu sagen?

Zuerst einmal muss ich Dir natürlich zustimmen SilentGray, der Anime ist furchtbar generisch, sowas von 0815 und dass der Hauptakteur enorm überpowert ist hilft auch nicht. Dann hat er quasi göttliche Unterstützung. Dazu kommen noch sämtliche Arten von Mädels, die alle noch viel zu leicht rumzubekommen sind und natürlich alles ganz nebenbei und unabsichtlich ...........
Ernsthaft dieser Anime hat mich mehrfach dazu verleitet abzubrechen und mich zig mal in bester Facepalmmanier dasitzen lassen.

Und doch ist die LN (10 Volumes und am Laufen) dazu nicht unbeliebt und der Anime ist auf eine Fortsetzung ausgelegt, ergo sollte auch eine erhalten.

Warum?

Nun fangen Wir mit dem hier an:
Die Geschichte beginnt für Touya Mochizuki recht unglücklich: er stirbt! Das war so allerdings von Gott nicht geplant, weswegen dieser dem Protagonisten anbietet, in einer neuen Welt wieder zum Leben erweckt zu werden. Als Entschädigung darf Touya zusätzlich noch einen Wunsch äußern und will deshalb, wie der Titel schon verrät, sein Smartphone mitnehmen. Mit diesem in der Hand versucht er nun in seiner neuen Umgebung Fuß zu fassen und merkt dabei relativ schnell, dass nicht nur sein Wunschgerät einige Upgrades erhalten hat. Er selbst ist deutlich stärker als vorher und kann sogar jede existierende Art von Magie nutzen, was in der neuen Welt eine Seltenheit ist.

Hier sind bereits die ersten Punkte zu finden:

1. Gott ist über seine Fehler so unglücklich und betrübt, dass er dem Hauptprotagonisten nicht nur sein Wunsch erfüllt, sondern auch gleich noch mit den ultimativen Fähigkeiten versorgt. Wohlwissend, dass Touya so keine Probleme in der neuen Welt haben wird. Er hinterlässt ihm sogar seine Nummer. Genaugenommen übertreibt er mit den Fähigkeiten so sehr, dass es selbst Touya manchmal zu viel wird. Man kann darin fast schon einen Cheat sehen. In einem Spiel würde man sagen es zerstört die Balance. Es gibt für jeden Punkt, für jedes Problem eine Instant Lösung.
Aber genau über diesen Punkt (überpowert) definiert sich der Anime und übertreibt so sehr damit, dass es nach einiger Zeit ernsthaft lustig wirkt.
2. Das Smartphone passt natürlich in die heutige Zeit und viele Leute werden sich wohl damit identifizieren können (ich ja nicht). Denn mal ehrlich, viele Menschen haben ihr halbes "Leben" in dem Teil und drehen halb durch wenn es hin ist. (Smartphones, die gesellschaftlich akzeptierteste Sucht ever)
3. Dazu ist das Smartphone recht gut im Anime integriert. Das fängt mit der schlichten Frage an, wie das Ding überhaupt aufgeladen wird;) Und hört damit auf, dass es mit dieser Welt gegen jede Regel kompatibel ist - Beispiel Magie.
Gott selbst, gibt dem Helden sein Nummer, im übrigen mit dem netten Detail versehen, dass Gott ein Wählscheibentelefon (ich hoffe, ihr kennt sowas noch;) nutzt, was fast ich ein ganz nette Idee fand. Hier bin also anderer Meinung, ich finde es gut integriert.

Aber alleine dadurch wäre der Anime nicht zu retten. Retten tut er sich durch einen andere Punkt:
In Another World With My Smartphone! versucht im Prinzip nicht mehr zu sein, als es eigentlich ist: Ein Harem-Anime in einer Fantasy-Welt.

Der Harem:
1. Gibt's hier Mädels, die nicht nur in den Typen verschossen sind, sondern auch dazu stehen - schon mal nicht so üblich. Angenehm offensiv. Sogar so offensiv, dass es wieder lustig wirkt. Was zu Punkt 2 führt.
2. Ernsthafter Harem und zwar von den Mädels ausgehend und zwar in einem Ausmaß, dass normale Grenzen sprengt. Erstens die schiere Menge und Auswahl, dazu kommen noch Planung und Gespräche unter den Mädels und die zufällige Sache, dass sowas sowieso normal in dieser Welt wäre ........
3. Hat finden hier natürlich die Meisten Ihr Lieblingsmädel, Ihren Lieblingsship und werden auch nicht enttäuscht, den der Typ bekommt einfach Alle und stellt auch Alle zufrieden ..........
4. Lebt und atmet dieser Anime Harem. Das wirkt manchmal ein wenig sonderbar, allerdings gibt sicher eine Haufen Leute, für die Sowas der ultimative Traum ist - oder der Alptraum;) Und von solchen Leuten lebt sowas in Japan.
5. Ist der Protagonist zwar ein wenig überfordert damit, was nicht so neu ist, anderseits ist er weder ein Waschlappen noch ein Perverser, was die Situation angeht. Er ist relativ klar zu der Sache, er fühlt sich ein wenig überfordert und artikuliert es auch. Was eher selten in solchen Werken vorkommt, außer es ist ein Typ wie Arata Kasuga (Trinity Seven), der zwar klar ist, jedoch keinen Anschein macht überfordert zu sein und halt ein Perverser ist (und es zugibt).
6. Gesellen sich zur weibliche Gefolgschaft Anime noch jede Menge niedlicher Tiere, Stofftiere!, dazu gibt's noch einen Haufen zusätzlich Fanservice anderer Figuren usw. und so fort. Zum Teil hat man das Gefühl der Anime will so ziemlich alles abdecken.

Beim Punkt Harem ist der Anime also durchaus zu Dingen fähig, die etwas außerhalb der Norm sind, er tut es zwar relativ stumpf und simpel, jedoch tut er es. Und er braucht dafür nicht mal eine Staffel. Was das Ganze erträglich macht.
Und natürlich kombiniert er es mit seinem Hauptthema - Überpowert und berechenbar, so überpowert, dass so wenig Spannung bittet, dass man über diese miese Umsetzung schon wieder lachen muss. Und so berechenbar, dass man fast schon auf diese Momente wartet.

Die Optik:
Eine Aussage, die man genauso über die Optik treffen könnte. Dem Zuschauer wird an vielen Stellen nur das absolute Minimum geboten. Einzelne Kampfszenen sind oft kaum animiert und werden viel zu häufig als Standbilder dargestellt. Die Charakterdesigns sind relativ generisch gestaltet und simpel gezeichnet. Darüber hinaus gibt es hierbei leider ein paar Momente, wo die Zeichnungen Off-Model sind. Ebenso enttäuschend sind die Hintergründe, bei denen man einiges an Details vermissen lässt. Immerhin die Farbgebung ist noch einigermaßen okay, obwohl es an einigen Stellen durchaus etwas bunter und leuchtender hätte sein können.

Was soll ich sagen, der Bringer ist es nicht, allerdings muss es hier auch nicht sein. Der Anime definiert sich weder über Kämpfe noch über Optik, ergo kann ich mit der Präsentation leben und hab schon weit schlimmeres gesehen.
Einbrüche, waren eher selten oder sind mir schlichtweg nicht großartig aufgefallen - ein Vorteil wenn der Anime generell nicht hochwertig aussieht.
Insgesamt funktioniert der Anime damit aber und mehr braucht es auch nicht, es würde mir eher Sorgen bereiten wenn hier viel Aufwand reingeflossen wäre und in "wichtigere" Werke nicht.
Der LN ist hier wohl um etliches netter anzusehen. Und der Anime ist mit Sicherheit auch Werbung dafür - und wie Wir Alle wissen sollten - so schlecht kann ein Anime gar nicht sein, dass er als Werbung nicht funktioniert.
Ich kenn natürlich auch nicht das Budget aber wiegesagt ich hab schon ganz Anime gesehen, die mit netter Animation und Optik starten und dann ziemlich einbrechen, weil nicht genug Mittel und damit Leute zu Verfügung stehen.

Alles in Allem, ist die Optik nicht scheiße, sie geht okay und der Anime ist immerhin auf eine Fortsetzung ausgelegt, was ja auch schon mal was ist. (Ja, wird manch Einen frustrieren .........)

Alle anderen … werden wohl aufgrund der schieren Dummheit des Titels in schallendes Gelächter ausbrechen. Nun ja, zu dieser Gruppe gehöre ich.
Auch so ein Punkt, der Anime nimmt sich ja selbst nicht ernst.
In meinen Augen ist dieser Anime nicht gut, im Grunde genommen würde ich ihn sogar als ziemlich schlecht bezeichnen. Allerdings ist es gerade dieser Umstand, der das Ganze so katastrophal unterhaltsam macht.
Tatsächlich, so 0815, und so berechenbar, dass es schon wieder unterhaltsam ist.
Anstatt ihn schwach zu lassen und durch den geschickten Einsatz seines Smartphones dazu zu bringen, in dieser Welt mit seinem Verstand Konflikte zu lösen, hat man ihn schlichtweg in einen wandelnden Gott verwandelt. Jegliche Spannung wird dadurch praktisch aus dem Fenster geworfen, wodurch es schwer wird, viele Szenen ernst zu nehmen.
Davon ernährt sich der Anime, er will eben überhaupt nicht einer von diesen Isekai Anime sein, die große Aufregung und Drama bitten. Statt dessen ist es so einfach in dieser Welt, ist der Hauptakteur so "brocken" dass es schon wieder lustig ist.
Letztendlich fällt es mir sehr schwer, die Serie irgendjemandem vorzuschlagen. Aus dieser Richtung gibt es genug Alternativen, die man sich eher anschauen könnte und die einen besseren Einblick in das Isekai-Genre geben. Na ja, eine Ausnahme gäbe es doch noch. Ich würde In Another World With My Smartphone! nur dann empfehlen, wenn man etwas für unabsichtlich ironischen Humor angesichts der Unfähigkeit eines Animes übrig hat. Denn obwohl ich aus den komplett falschen Gründen lachen musste, so wurde ich dennoch köstlich unterhalten.
Eigentlich kann ich hier nur zustimmen;)


Fazit:
Ich selbst würde den Anime auch Keinem empfehlen, warum auch. Aber irgendwie hat er es geschafft, dass ich bis zum Ende dran geblieben bin und nicht angefressen war, dass ich mein Zeit geopfert habe. Nur abwatschen (ich hoffe diesen Ausdruck verstehen Alle;) möchte ich den Anime auch nicht. Ich hab es eine Zeit lang durchaus vorgehabt diesen Anime zu verreißen, doch was irgendwie funktioniert, dass hat sowas fairerweise nicht verdient. Lustig war es am Ende durchaus. Dafür muss man aber den Anime bis zum Ende ansehen, sonst wäre es mir durchaus verständlich, warum er hier so runtergemacht wird.
Ergo funktioniert das Konzept des Anime, er ist lustig genug und funktioniert wie Fall-Moon auch richtig sagt, gut zum Abschalten, man muss nicht großartig nachdenken beim Ansehen. Es ist also kein Anime der scheiße wäre, es ist sehr simple Unterhaltung, die wieder erwarten durchaus funktioniert.


SilverRailegh
Ach ja und an alle Autoren und Studios, die solchen Mist veröffentlichen, NUTZT DIE ZEIT FÜR ETWAS SINNVOLLES!!!!

Definiere Sinnvoll. Am Ende des Tages ist es ein Job, den Autoren, Zeichner und Studios machen. Es ist ihr Broterwerb. Und die meisten Jobs, die von Trends abhängig sind, so wie Unterhaltungsindustrie, Einzelhandel usw. werden sich natürlich dem Trend anpassen und als Folge gibt es viel Kopie und viele Trends und viel 0815 die einem zum Hals raushängen. Oft genug sind diese Trends nicht mal sinnvoll und mit fragwürdigen Eigenschaften versehen Beispiel hierfür, Werkzeuge die nur mehr mit Akkus laufen (Langlebigkeit und damit Umweltfreundlichkeit und Effizienz ade), SUVs (deren Sinn gleich Null ist und die nur an Sicherheit - tatsächlich sind sie unsicherer und Ego appellieren) oder auch Idol Anime (die derzeit eine Seuche sind, keine Story aufweisen, zig Leute und Studios von spannenden Anime abhalten und trotzdem enorm erfolgreich sind).
Und Isekai ist halt ein Trend (im übrigen nicht der schlimmste). Es spricht einfach diese Urfrage an: "Was wäre wenn?"
Und natürlich kommt da viel generischer Mist zustande.
Doch das ist nicht die Frage. Die Frage ist, können davon Leute leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten?
Die Antwort ist bei In Another World With My Smartphone! eindeutig ja.
Der LN ist erfolgreich, die Macher haben also etwas richtig gemacht. Und wenn es nur kommerziell war. Scheiß drauf, Geld ist Geld.
Ist Sowas schön? Nein, doch verständlich. Würde ich es mir anders wünschen? Sicher, doch die Welt ist kein Zuckerschlecken und am Ende müssen die Leute in ihren Beruf Geld verdienen und sowas ist bedeuten schwieriger mit, sagen Wir mal, einem hochwertigen Seinen, als mit Sowas.


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Sniperace
Letzte Änderung: 1 Woche 4 Tage her von Sniperace.
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In Another World With My Smartphone! 1 Woche 4 Tage her #805317

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Ich kann mich der Rezension leider nur bedingt anschließen. Und zwar in dem Punkt: Ja, die Serie macht sich in jeder Hinsicht über alle Klischees des Isekai- unf Harem-Genres lustig und nimmt sich in keinster Weise selbst ernst.
Aber nein, ich finde nicht, dass es ein Flop geworden ist. Denn wenn es beim Anblick des Key-Visuals - auf dem unser Protagonist ein Selfie mit seinem Harem macht - noch nicht der Fall war, dann spätestens ab der allerersten Szene. Der Anime versucht gar nicht erst sich ernst zu nehmen. Mir war sofort klar, dass ich von diesem Titel nichts zu erwarten habe. Von daher konnte ich die Serie wirklich genießen und - ganz ehrlich - der Anime wurde mit der Zeit zu einem meiner großen Favoriten in der Season. Es war wirklich eine Serie, auf die ich mich jede Woche aufs neue gefreut hatte. Einfach weil ich wusste: Bei dieser Serie kann ich abschalten, muss nicht groß nachdenken und kann über diese ironische Comedy lachen.
Daher meine Beurteilung: In Another World With My Smartphone hat mir wirklich sehr gefallen. Er bleibt sich selbst treu und versucht wirklich nie zu verbergen, was es ist. Daher würde ich ihn jedem empfehlen, mit der Betonung, dass man nichts, aber auch wirklich gar nichts erwarten soll. Denn es ist was es ist - ein vollkommen generischer Isekai-Titel, der die Klischees absichtlich auf die Spitze treibt.
I'm going to go on ahead early...
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In Another World With My Smartphone! 1 Woche 4 Tage her #805362

Also, ich habe den anime geschaut nachdem ich den Lightnovel schon seit einiger Zeit gelesen habe. Ich stimme dem Kommentar (fast schon eine zweite rezension) von Sniperace zu. Dieser Anime ist in keinster weise ein Meisterwerk, aber ich muss schon sagen: Leute die die Serie noch nicht einmal geschaut haben und Leute denen solche Genres sowieso missfallen, sollten nicht Kommentare/Rezensionen abgeben. Dieser Anime:
- kommt aus Japan! Man sollte erinnern das der allgemeine Geschmack in Japan was Genres betrifft in keinster weise mit den Deutschen Otakus übereinstimmt.
- ist an Leute gerichtet die so etwas mögen. Ich bin ein teil dieser Gemeinde. Es ist eine Tatsache das es Menschen gibt die nach solchen Serien (OP/andere Welt) suchen und
sie liebevoll anschauen. Es gibt nicht viele solcher Menschen aber genügend davon in Japan das sich das Studio gedacht hat das es sich lohnen würde.
- ist in anderen Ländern gut aufgenommen worden. Es tut mir Leid euch enttäuschen zu müssen, aber Korea und die USA wollen diesem Anime den Koreanischen und
Englischen Dub geben.
- ist nicht schlecht aber auch kein Meisterwerk. Er ist etwas für zwischendurch.

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 3 Tage her #805373

Ich hoffe wirklich der Isekai-Trend ist bald vorbei, obwohl es dafür bisher keine Anzeichen gibt, im Gegenteil. Diese Smartphone-Geschichte ist ein gutes Beispiel für die Abgedroschenheit des Genres. Es kann aber auch gut umgesetzt werden, The Rising of the Shield Hero wäre so ein Werk, das noch echte Kreativität zeigt, wobei man auch sagen muss, dass das Werk schon etwas älter, also vor dem ganzen Isekai-Boom erschienen ist. Nichtsdestrotz zeigt es, dass es auch anders geht als in Another World with my Smartphone.

Danke für die unterhaltsame Rezension. Wenn ich noch einen Fehler anmerken dürfte:
Dies ließ sich damals beim Durchbruch der Ecchi-Harem-Rom-Coms zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkennen und es scheint sich wohl aktuell mit dem Isekai-Genre ein ähnliches Szenario anzubahnen.
Vielleicht irre ich mich ja, aber haben wir nicht schon das 21. Jahrhundert?
Der Moment, wenn du aufhörst dich darum zu sorgen, was andere von dir denken,
ist der, ab dem du endlich du selbst sein kannst.

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 3 Tage her #805379

Ehrlich kann ich dir dafür nicht danken denn ich fande diesen Anime richtig gut. Ja er ist etwas eintönig aber der Anime schafft es mit seiner leichten Art mit Haufenweise Slapsticks einen entspannt amüsieren zu lassen. Außerdem da der Charakter gar nicht peilt, was sich da um ihn anbahnt macht es nur umso lustiger. Auch wenn meiner Meinung nach das Smartphone häufiger in den Vordergrund kommen kann, habe ich es nicht bereut diesen Anime geschaut zu haben und ihn auch nicht gleich weggedreht weil die erste Folge schon so nervig war wie bei anderen solcher Animes die alles auf die Schippe nehmen.

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 3 Tage her #805385

Ich kann dir nicht danken. Ich diesen Anime sehr gerne geschaut habe, weil man alle Gerne wiederfinden konnt und der MC bis auf die letzten 2 Folgen Überhaupt nicht verstanden hat was die Mädels von ihm wollen. Ich hoffe es gibt eine Fortsetzung,weil sie am ende gespoilert habe das er 9 Frauen heiratet und bis jetzt stehen nur 4 davon sicher fest.

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 3 Tage her #805403

Ich habe mir den Anime angesehen und ich stimme dir eigentlich vollständig zu. Auch wenn ich um ehrlich zu sein mehr erwartet habe. Das klassische Harem-Schema stört mich wenig. Das der Protagonist viel und auch starke Magie beherrscht ebenfalls wenig. Doch sind sind seine Gegner im Verhältnis zu ihm einfach zu schwach. Ab der Antiken Waffe habe ich mir gedacht: "Jetzt wird In another World with my Smartphone interessant und spannend". Doch so war es nicht.
Das Fazit ist, dass dieser Anime sein am Anfang gezeigtes Potenzial verschwendet hat.
Naja die Zeichnungen haben mir jedoch gefallen und ich habe auch gelacht an der einen oder anderen Stelle, wenn ich nicht damit beschäftigt war mir aus den Kopf zu fahren und dann zu schütteln, weil einfach so etwas anfangs innovatives so verschwendet wurde.*o-fuu*

Ich war wirklich sehr enttäuscht

In Another World With My Smartphone! 1 Woche 3 Tage her #805408

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Unerwartete Rezension. Für den Anime habe ich es am wenigsten erwartet. Trotzdem danke für den sehr ausführlichen Text. Sehr schön geschrieben.
Ich hatte den Anime angefangen aber noch nicht zu Ende geschaut. Nein, ich habe den Anime nicht abgebrochen. Dafür ist er nicht schlecht genug. Ich finde den Anime bisher auf jeden Fall gar nicht mal schlecht aber so gut ist er nun auch nicht. Sagen wir es so: Er ist an sich sehr unterhaltsam aber nur dann, wenn man es nicht zu ernst nimmt. Manche Leute mögen eben Isekai Animes nicht, vor allem weil dieser Anime fast schon ein typisches Konzept (und wiederhin auch nicht) hat. Der Anime parodiert fast schon jeden Isekai Anime und jede Menge Klischees, wenn auch nicht ganz so gut. Das ist natürlich lustig aber man muss es halt verstehen. Hier darf man einfach nicht zu viel erwarten und das wird sicherlich auch niemand, der vorhat den Anime zu schauen. Schon allein bei der Beschreibung ist man sich so einiges bewusst. Ich würde den Anime nicht unbedingt weiter empfehlen, außer man sucht gerade nach solchen Werken.

Ich werde den Anime auf jeden Fall früh oder später noch bis zum Schluss anschauen. Ich bin erst bei der Hälfte und kam noch nicht dazu, es mir weiter anzuschauen. Ich wollte auch erstmal warten, bis alle Folgen raus sind.
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Letzte Änderung: 1 Woche 3 Tage her von Asuka...
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