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THEMA: Shisha no Teikoku

Shisha no Teikoku 3 Monate 3 Wochen her #835598

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Je mehr ich mich mit Zombies befasse, desto ironischer kommt mir die Angst vor diesen Geschöpfen vor. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sind wir alle erfüllt von Trauer, das gehört zu den selbstverständlichsten Reaktionen unseres Lebens. Sollte dieser Mensch aber wieder von den Toten auferstehen, begrüßen wir ihn nicht mit offenen Armen, sondern schlagen ihn gleich wieder zu Boden. Zumindest war das der ganz offizielle Job der Totenwache bis ins 18. Jahrhundert hinein. Ein Job, der des Öfteren auch wirklich erfüllt werden musste, da der Tod zu dieser Zeit das ein oder andere Mal etwas vorschnell diagnostiziert wurde. Die Angst vor den Untoten ist so alt wie die Menschheit selbst und in fast allen Erzählungen sind die Wiederauferstandenen eine Quelle des Bösen und der Angst (sorry, Jesus, nimm es nicht persönlich). Besonders von Haitianischen Erzählungen geprägt, sind Zombies auch längst in der modernen Popkultur angekommen, wo in Werken wie Zombie-Loan oder Kore wa Zombie Desu ka? tatsächlich auch mal die grausame Ernsthaftigkeit dieses Themas gelockert wird, wenn das auch noch immer Ausnahmefälle sind. Apropos Ausnahmefälle, unser heutiges Werk zählt zweifellos ebenfalls in diese Kategorie. Zombies haben einen ganz besonderen Platz in Shisha no Teikoku, oder was sich in meinen Ohren viel dramatischer anhört: The Empire of Corpses.

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Eine Zeit, in der das British Empire große Teile der Weltkarte für sich beanspruchte. Es ist bereits 100 Jahre her, seit Viktor Frankenstein erfolgreich einen Menschen wiederbeleben konnte. Die Details seines Erfolges sind verloren gegangen, doch inzwischen ist eine vereinfachte Form dieses Verfahrens weitläufig verbreitet, bei dem eine künstlich erschaffene Seele in die Leiche indiziert wird. Zombies sind allgegenwärtig. Tote Körper, durch den Einsatz eben dieser künstlichen Seelen wieder in Bewegung versetzt, bilden eine Art Unterschicht in der Gesellschaft. Ohne freien Willen gehorchen sie widerstandslos ihren Schöpfern, tragen die Wirtschaft der Länder als billige Arbeitskräfte auf ihren Schultern und ersetzen sogar lebende Soldaten im Krieg.


Der Protagonist unserer Geschichte, John Watson (ja, der von Sherlock Holmes), versucht seinen verstorbenen Freund Friday wiederzuerwecken. Aber nicht mit der gewohnt künstlichen Seele, nein, Watson strebt die vollständige Reinkarnation seines Freundes mit dessen wirklicher Seele an. Sein Ziel: Keinen willenlosen Diener zu erschaffen, sondern einen echten Menschen, wie Frankenstein es seinerseits schaffte. Blöd nur, dass Experimente dieser Art ohne staatliche Aufsicht strengstens verboten sind und Watson auffliegt (und so ganz nebenbei mit seinem Versuch auch scheitert). Was nun folgt, ist der klassische Kuhhandel, wie er in abertausenden Filmen zum Einsatz kommt. Ich präsentiere die Kurzform – Staat: „Erledige einen Job für uns, dann musst du nicht ins Kittchen.“ Watson (zähneknirschend): „Joa, was bleibt mir anderes übrig...“.

Dieser Job bildet den Kern der Handlung. Im weiteren Verlauf dreht sich alles um das, was Watson für seinen mysteriösen Auftraggeber M finden soll. Nichts Geringeres, als die verschollenen Notizen Viktor Frankensteins, durch die man sich nicht nur eine bessere Kontrolle der wandelnden Toten verspricht, sondern auch einen gigantischen Fortschritt im Prozess der Wiederbelebung selbst. Auf der Jagd nach diesem verlorenen Schatz der Wissenschaft reist Watson durch verschiedene Länder und hat mit den unterschiedlichsten Gegenspielern zu kämpfen, schließlich hat nicht nur das British Empire ein Interesse an solch kostbarem Wissen. Während seiner ganzen Reise verliert unser junger Abenteurer aber auch nie sein eigenes, ganz persönliches Ziel aus den Augen: Die erfolgreiche Wiederbelebung seines verstorbenen Freundes Friday. Dieser begleitet ihn als Zombie, soll aber ändlich wieder Denken und Reden können wie zu Lebzeiten.

Ein Plot, aus dem sich eine ganze Menge stricken lässt. Ob ein spannendes Fantasy-Science-Fiction-Abenteuer, brutaler Horror-Splatter, intensiver Action-Streifen oder ein hochphilosophisches Werk zum Nachdenken – die Grundlage ist für all das gelegt. Dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern scheinbar auch die Produzenten von Shisha no Teikoku, da sie ausnahmslos alle diese Genres in ihren zwei Stunden unterbringen wollten. Wie gut Satoshi Itoh und To Enjo dies in der zugrundeliegenden Romanvorlage gelang, kann ich leider nicht beurteilen. Das Wit Studio um Regisseur Ryoutarou Makihara hatte bei dieser Filmumsetzung durchaus mit Problemen zu kämpfen, konnte dabei aber immerhin wesentliche Teilerfolge verzeichnen. Doch dröseln wir die einzelnen Genres einmal auf und sehen uns an, wie viel davon im endgültigen Werk noch zu spüren ist.

Fangen wir bei dem Einfachsten an, denn der Horroraspekt ist schnell abgefertigt. Shisha no Teikoku ist kein Horror-Film. Das ist in der Hinsicht ungewöhnlich, da ich unmöglich abstreiten kann, dass es sich hier um einen Zombie-Film handelt. Allerdings sind diese Zombies von Anfang an völlig entmythisiert. Es ist immer das Unbekannte, was uns am meisten Angst einjagt und an den Corpses im Empire of Corpses ist herzlich wenig unbekannt. Als Massenware künstlich erschaffen sind sie völlig allgegenwärtig. Zwei Armeen aus Zombies, die sich gegenseitig abschlachten sind weit weniger schlimm als zwei Armeen echter Menschen, fehlt dem Gemetzel doch jegliche Emotionalität. Mit Friday haben wir auch einen wichtigen Nebencharakter in Form eines Untoten. Sogar der hier vermutete Splatter, bei Zombie-Filmen sonst gang und gäbe, befindet sich eher auf Action-Niveau denn auf einem Horror-Level. Die bloße Darstellung der Gewalt ist einfach nicht explizit genug. Als einziges eines Horrors würdig ist wohl die brutale Apparatur, mit der Zombies erschaffen und analysiert werden. Deren Einsatz ist aber wiederum so inflationär, dass man sich auch daran schnell gewöhnen wird.


Die klassische Abenteuergeschichte in Form einer Art Schatzsuche à la Indiana Jones funktioniert über weite Strecken durchaus ganz gut. Watson, der wissbegierige Wissenschaftler, Friday, sein getreuer (Zombie-)Diener, Frederick Burnaby, der unerschrockene Draufgänger und Hadaly Lilith, die geheimnisumwitterte Schönheit. Ein Gespann, wie man es schon zigmal gesehen hat, aber richtig umgesetzt wohl niemals aus der Mode kommt. Zusammen bekommen sie es mit der afghanischen (Zombie-)Armee zu tun, schlagen den amerikanischen Präsidenten zurück und kämpfen gegen Schwerter schwingende (Zombie-)Samurai. Hört sich für mich nach Stoff an, nach dem sich ein Peter Jackson die Finger lecken würde. Und das Konzept geht auch auf, denn kurzweilige Unterhaltung ist garantiert. So richtig im Abenteuer-Genre aufgehen kann der Film dann aber doch nicht, dafür ist die Suche nach dem Schatz zu sehr durchsetzt von Philosophie und Esoterik. Indiana Jones hatte es immer einfacher. Finde den Schatz, schnapp dir die Frau und da hast du dein Happy End.

Ähnlich sieht es mit der Action im Film aus. Visuell sehr gut umgesetzt, dynamische Kämpfe, gute Kameraeinstellungen, passendes CGI. Aber obwohl ich die Zahl der niedergeschlagenen Untoten kaum zu zählen vermag, tue ich mich doch sehr schwer damit, diesem Streifen den Stempel eines Action-Films aufzudrücken, trotz aller Ambitionen in diese Richtung. Zu lange sind die Pausen zwischen wirklicher Action und auch der Soundtrack unterstützt viel mehr eine dramatische und spannungsgeladene Stimmung, als dass er einfach mal die Fetzen fliegen lässt. Ist die Action dann mal da, bedient sie sich sehr klassicher Elemete. Sind unsere Helden von Zombies umringt, kommt überraschend die wunderschöne Hadaly herangeprescht – mit einem riesigen Flammenwerfer in ihren Händen. Und während Watson es im großen Finale mit den zwei primären Gegenspielern zu tun hat, prügelt sich Burnaby in einer anderen Location mit dem muskelbepacktem Lakaien. Irgendwie hat man das alles schon in verschiedenen Hollywood-Produktionen gesehen, was aber kaum das Sehvergnügen abmildert, wurden diese Szenen doch alle hervorragend umgesetzt.


Wenn der philosophische Aspekt von Shisha no Teikoku so allgegenwärtig ist, dass er die anderen Genres ständig in ihre Schranken weist, ist dieser Aspekt selbst dann wenigstens in seiner vollen Pracht und Blüte zu genießen? „Ja, ABER“, wäre hier die korrekte Ansage. Ganz zweifellos wirft Shisha no Teikoku eine Unmenge an Fragen auf, mit denen sich vor allem Watson herumschlagen muss. Was genau ist „Leben“? Was genau ist die Seele? Welchen Wert besitzt ein willenloser Zombie? Was bin ich bereit, für die Wiederbelebung meines Freundes zu bezahlen? Hadaly hat ganz ähnliche Probleme, mit denen sie sich herumschlagen muss, stellt sie sich im Laufe der Handlung doch als künstlicher Android vor, welcher sich auf der Suche nach einer eigenen Seele befindet. Auch die zwei wesentlichen Gegenspieler sind nicht so einfach in schwarz/weiß zu malen. Wo der eine alles Leid und alle Kriege auf der Welt beenden will, versucht der andere nur seine eigene Frau zu erschaffen. Auf der Suche nach Antworten macht unser Trio aus Watson, Hadaly und Burnaby eine ordentliche Wandlung durch, was sich vor allem in ihrer Sichtweise zu Friday und in ihrem wachsenden Vertrauen ineinander bemerkbar macht. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, woher mein oben großgeschriebenes ABER herrührt. Dieses „aber“ hat seinen Ursprung in der bloßen Tatsache, dass Shisha no Teikoku bei all diesen Fragen nur sehr wenige Antworten liefert. Hier seid ihr gefragt, eure eigenen Antworten zu finden, sie werden euch keinesfalls auf dem Silbertablett serviert. Auf der einen Seite ist ein gewisser Anspruch durchaus zu begrüßen, auf der anderen Seite würde man sich doch ein wenig mehr Klarheit darüber wünschen, was es denn jetzt eigentlich genau mit diesem oder jenem auf sich hat. Ein zweischneidiges Schwert, bei dem jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden muss, wie er damit umzugehen hat.

Einen allerletzten Punkt, der bisher noch keine Beachtung finden konnte, muss ich hier unbedingt noch ansprechen. Die Flut und Vielfalt an Referenzen zu anderen Werken oder auch realen Personen, Orten und Ereignissen ist überwältigend. Nicht im Traum würde ich mir anmaßen, jede einzelne Referenz in diesen 120 Minuten gefunden zu haben und eine detaillierte Analyse würde einen eigenständigen Text rechtfertigen. Ich behandle darum mal nur die vier wesentlichen Handlungsträger und lasse alles andere unerwähnt. Fangen wir bei John Watson an. Dieser heißt nicht nur zufällig wie Sherlock Holmes Vertrauter, wer sich die Credits bis zum Ende ansieht, wird auch das Zusammentreffen dieser zwei Charaktere noch erleben. Watson ist als Holmes Biograph bekannt, der alles Nennenswerte zu Papier bringt. Interessanterweise dreht der Watson aus unserem Film hier den Spieß um, Friday ist für ihn der Biograph, welcher ständig an der Feder sitzt und alles mitschreibt. Friday selbst entsprang der Geschichte um Robinson Crusoe. Der englische Schiffbrüchige findet nach 25 Jahren auf seiner Insel einige kannibalische Ureinwohner, die er in die Flucht schlagen muss. Einen davon kann er sich zu untertan machen. Sie können zuerst nicht wirklich miteinander kommunizieren, darum nennt Crusoe ihn kurzerhand Friday, nach dem Wochentag ihres Begegnens. Ein stummer, ungebildeter Diener, welcher Menschenfleisch verzehrt? Könnte glatt ein Zombie sein! Um einen Vergleich zu Hadaly zu finden, benötigt es sogar noch wesentlich weniger Fantasy, wenn ihre Inspirationsquelle auch nicht so bekannt ist. Im Roman Die Eva der Zukunft baut ein Erfinder namens Thomas Edison einen künstlichen Menschen namens Hadaly. Joa, wenn ich das nicht weiter ausführe, können wir diesen Satz exakt so auch für den Film Shisha no Teikoku verwenden, gleiche Geschichte. Interessanterweise nennt sich Hadaly (nach den Credits...) aus welchen Gründen auch immer um, dann heißt sie Irene Adler, eine wichtige Figur im Holmes-Universum. Es geht zum letzten Teil unseres Gespanns, Frederick Burnaby. Dessen Inspiration ist der tatsächlich existierende Frederick Burnaby, welcher als Colonel der British Army eine große Rolle im damaligen Nah-Ost-Konflikt spielte, der auch in Shisha no Teikoku thematisiert wird. Puh, eine Menge Text, um nur die Inspirationsquellen vierer Charaktere zu erläutern. Aber genau das ist ein wichtiger Teil des Films, der komplett durchtränkt und durchzogen von solchen Referenzen ist. Manchmal springen sie einen geradezu an, sehr oft entgehen sie dem unwissenden Zuschauer, sollte das spezifische Hintergrundwissen fehlen. Diesen Aspekt des Films kann man durchaus auch als eine weitere Hommage an Holmes betrachten, jeden Ort, jede Person und jedes Ereignis genauer unter die Lupe zu nehmen.


Und da habt ihr ihn, diesen Flickenteppich von einem Film. Er präsentiert sich uns zusammengesetzt aus vielen einzelnen Genres, verbunden durch Fäden aus Geheimnissen und Fragen. Wer sich nur einen krassen Actionstreifen reinziehen will, könnte ausgebremst werden. Krimifanatiker stören sich wahrscheinlich an den zahllosen Zombieangriffen und gelegentlichen Explosionen. Wer an reiner Philosophie interessiert ist, für den fährt das große Finale zu sehr auf der Fantasy-Schiene. Am Ende wirst du wohl nur dann wirklich glücklich, wenn du mit all diesen Genres etwas anfangen kannst, ohne Ausnahme. Aber wenn du zu diesem Schlag gehören solltest, dann kann dich Shisha no Teikoku sicher mehr als nur zufriedenstellen.

Dem Leser noch einen wunderschönen Tag
MrSalomon
Letzte Änderung: 3 Monate 2 Wochen her von MrSalomon.

Shisha no Teikoku 3 Monate 2 Wochen her #835667

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@MrSalomon

Danke Dir zuerst mal für die Rezension, es wird bei diesem Animefilm auch Zeit:)

Zu diesem Satz:
Wie gut Satoshi Itoh und To Enjo dies in der zugrundeliegenden Romanvorlage gelang, kann ich leider nicht beurteilen.

Gar nicht, weil er diesen Roman nie wirklich vollendet hat, er ist vorher (2009) gestorben ...... Rest in Peace ...... Satoshi Itoh. Ein Teil der Story hat Toh Enjoe (der auch mitschrieb - wie viel wissen nur die Götter) vollendet, der halt nicht Project Itoh ist ..... The Empire of Corpses kam 2012 raus.
Dass dieses Werk Preise abgeräumt hat, muss man schlichtweg auch so (mit) begründen, dass es Gedenken an Itoh geschehen ist ......

Von daher kann man durchaus sagen, dass der Film dadurch Schwächen hat, ich sage aber auch, dass es für ein Film alleine zu viel Story und zu viele Wendungen waren. Ein Serie wäre dem ganzen gerechter geworden, bzw. hätte mehr Länge, ein zweiter Teil hätte auch nicht geschadet.

The Empire of Corpses hatte also mit einem etwas schlechten Start von der Story her zu kämpfen ..... und auch das Studio war nicht nur auf seinem Höchstflug ......Wit bzw. I.G hat es optisch, zwar hervorragend geschafft, den Steampunk einzufangen und die Hintergründe, die Designs, Kleidung, technik, die Atmosphäre sind der Hammer (typisch I.G halt und Wit ist ja mehr oder weniger I.G), jedoch gelang eben diesem Studio zur gleichen Zeit eine wesentlich bessere Animation, nämlich der Psycho Pass Film, der die Latte schon sehr hoch legt, was Animation von der Qualität und dem Aufwand her angeht.
The Empire of Corpses ist optisch nicht ohne Fehler, zwar sind manche Szenen der Hammer, doch bei Anderen würde entweder eher mehr gehen oder sie sind schlichtweg etwas schächer wie der Rest des Filmes. Teilweise hatte ich den Eindruck, als hätte man das Budget bei manchen Szenen so überbelastet, dass man bei anderen einen Sparkurs verordnet bekommen hat.
Und manche Parts sind und bleiben halt Arbeiten der enorm großen Anzahl an Nebenstudios, bzw. bestimmter Animatoren .... nicht das Alle schlecht wären, ein Bones nimmt man ja gerne und bei weitem haben nicht Alle gleich viel Arbeit übernommen, allerdings ist ein Bones Stil nicht wirklich kompatibel mit I.G oder Wit ..... was jetzt nix heißen soll, was man aber bedenken sollte .....

Das Problem ist aber schlichtweg der Story geschuldet, hier fehlt der rote Faden, teilweise wirkt es, als würden Parts fehlen und Wendungen sind es auch zu viele für die zwei Stunden. Dazu werden manche Beweggründe nicht erklärt und andere wiederum sind nicht nachvollziehbar .... dazu kommen dann noch Stereotypen Figuren, wobei Watson Total getrieben) und die Lady definitiv keine sind ...
Und dann kommt das Ende ..... ich zitiere mich und meine Gefühle aus meiner Rezension mal selber:
Das Ende war auch nicht nach meinem Geschmack, zuerst war´s gut, dann war´s auch komm schon, muss es jetzt negativ ...... zumindest empfand ich es so. Und nach dem Abspann, ......... ? Ich fand diese Szene deplatziert, auch wenn sie nach meinem Geschmack war;)
Ganz wichtig!
Seht Euch den Abspann an, da gibt's einige Dinge zu hören und die Szene danach, wie gesagt bildet Euch selbst eine Meinung.

Nicht falsch verstehen, der Film ist schon gut (immerhin 9 von 10 von mir) und echt einen Blick wert, grade für Steampunkfans, allerdings auch ein Overkill und an manchen Punkten merkt man halt, dass weder ein komplettes Itoh Werk ist, noch, dass die immerhin 2 Stunden dafür ausreichen.
Einen allerletzten Punkt, der bisher noch keine Beachtung finden konnte, muss ich hier unbedingt noch ansprechen. Die Flut und Vielfalt an Referenzen zu anderen Werken oder auch realen Personen, Orten und Ereignissen ist überwältigend.

Nur zu wahr und göttlich für Leute, wie ich selber, die auf solche Referenzen und Querverweise stehen.
*o-toohappy*


Alles in allem kann man dieses Werk als den zweitbesten Film der Itho Reihe betrachten.

Harmony hat sich als die beste Umsetzung erwiesen, obwohl ich dabei die geringsten Erwartungen hatte, auch was das Studio und die Trailer anging, ist es fast perfekt gelungen und die Story sucht (irgendwie klar, bei den ganzen Preisen) ihresgleichen. Top Film, absolut ansehen, aber auch Top Vorlage. Absolute Pflicht.
Studio 4°C hat damit halt gezeigt, dass sie Filme einfach gut können - auch heute noch, weil eigentlich hatte ich mir gedacht, dass sie ihren Peak Ende der 90er hatten.

Genocidal Organ hätte die beste Vorlage (ist noch immer Ithos Bester) und die herausragenden Trailer gehabt .... und damit eigentlich auch das beste Studio ..... bzw. hätte ich Manglobe auch zugetraut, ein solches Werk umzusetzen eben weil sie mit solchen Werken, von der Art der Story her, viel Erfahrung hatten und davor wahre Meisterwerke geschaffen hatten ....... leider nicht immer kommerziell so erfolgreich ......
Doch wer sich nur auf Einkünfte vonThe World God Only Knows verlässt (der sehr erfolgreich war), gleichzeitig enorm große finanzielle Flops einfährt (begann schon mit Michiko & Hatchin (danach war eine Zeit lang Schluss mit 2 Season), der sehr weh getan hat, den guter Anime heißt nicht kosten deckend ...... und eigentlich schon mit Samurai Flamenco geendet hat (denn ich jetzt wirklich nicht gut höchstens strange fand .......) und so nebenbei absolute Goldgruben nicht nützt (Deadman Wonderland usw.), dazu aber immer versucht hat (was man loben muss) 2 Season zu produzieren, was halt hohes Risiko birgt ...... der sollte sich halt nicht an einen hochqualitativen Film wagen, der Kosten und Aufwand hoch zwei verursacht haben muss ...
Manglobe ging mit Genocidal Organ unter, hat dabei auch noch Gangsta mit gerissen, der wirklich einen guten Anime verdient hätte und nun vermutlich nie bekommen wird - weil eines ist sicher, Geno traue es nicht zu .....
Und was übrige blieb war ein halber Film, diese Hälfte ist im übrigen absolut Top ........
Auftritt Geno ......
Ergo, was von Manglobe noch übrig geblieben ist an Mann und Material ..... alle mit einem Trauma, dass sich hochwertige Animation und Optik nicht auszahlt, weil man so eingeht und seinen Job verliert, der ohnehin, nicht sooo gut bezahlt ist, eventuell auch noch mit Gläubigern am Hals ......
Geno hat den Film fertig gestellt ...... mehr schlecht als recht .... uff:( Optisch an manchen Punkten schon eine Belastung, weil man genau sieht wo Manglobe fertigt und Mangalobe kurz vor dem Ende, bzw. Geno später die Lücken füllt .......
geno hat noch ein wenig den Vibe von Manglobe, allerdings nicht mehr die Eier, es optisch umzusetzen und zu riskieren ....
Ergebnis ist ein Film der zur Hälfte top aussieht und Actionanimation aus dem Himmel bieten kann, gleichzeitig aber mit Optik und Animtionen erschreckt, die selbst bei Serienquali Grund für Kritik wären ........
Deswegen und nur deswegen hat der Film nur den dritten Platz ....... die Vorlage wird immer Nummer 1 bleiben, ich hab die Vorlage und es ist schon so .... Story und Figuren wären top, Action an sich ebenfalls ..... die Adaption war halt nicht von Glück verfolgt .....
Trotzdem anschauen und dazu noch das Buch lesen.

Und the The Empire of Corpses rettet halt Platz zwei rüber, auch wenn die Vorlage, mehr oder weniger nicht komplett ist und es ohnehin viel zu viel Stoff für "nur" zwei Stunden Film ist. Ich werfe es dem Studio nicht wirklich vor ..... weil 2 Stunden sind viel für einen Animefilm, weil die 2 Stunden eben nicht durch einen längeren Schnitt entstehen, sonder mühsam gezeichnet werden müssen .....
Doch zwei Filme oder eine Serie wären besser gewesen und eventuell auch ein guter Schreiber für den Anime, der hier Änderungen einführt, die die Lücken schließen.
Optisch ist es schon wirklich okay, bis manchmal atemberaubend, die typischen Stärken des Studios sind da, jedoch halt mit ein paar Schwankungen, die in einem Film nicht sein sollten .... Und man kann nicht anders, als Filme aus der gleichen zeit, aus dem gleichen Haus damit zu vergleichen ..... Mag damit zusammenhängen, dass Wit, wann immer sie Filme machen, etwas mehr schwanken, als wenn es als I.G Film beworben wurde, die weniger bei Animation schwanken .... doch eigentlich ist Wit nur ein besseres Studio von I.G.


Live is good
Sniperace
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