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THEMA: Working!!

Working!! 1 Monat 1 Woche her #834534

  • Eiti
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Herzlich Willkommen im Familienrestaurant Wagnaria, was kann ich Ihnen anbieten? Unser Tagesmenü ist heute vollgespickt mit den feinsten Delikatessen, für die unsere zwei Köche extra an den grauenvollsten Ort gereist sind, den es auf Planet Erden gibt: die Top 100-Liste auf Proxer. Aber da sie dort nichts Kostbares gefunden haben, haben sie einfach die Überreste von HentaiHaven genommen und diese mit etwas Kleidung bedeckt. Als Vorspeise servieren wir Ihnen eine versalzene Charaktersuppe, die nichts für empfindliche Zungen ist. Als Hauptspeise gibt es dann einen Haufen geschnetzelter Persönlichkeiten, die zusammen ein wundervolles Geschmackserlebnis bieten und Sie in den siebten Anime-Himmel katapultieren wird. Und last but not least ein Schlag in die Fresse, der sämtliche Magenschmerzen, die Sie seit dem ersten Gang bekommen haben, verschwinden lässt. Und dies alles wird mit einem Aperitif verfolgt, welches ihre tiefsten Geheimnisse zum Vorschein bringt. Klingt interessant, nicht wahr? Okay, Satou-kun, einmal das Working!!-Menü für eine Person zum Hier essen, arigatou.

Die Working!!-Anime-Serie begann in der Frühlings-Season 2010 und wurde im Studio A1-Pictures unter der Regie von Yoshimasa Hiraike produziert. Es basiert auf der gleichnamigen Mangareihe von Karino Takatsu und bis zum heutigen Tag existieren drei Staffeln mit jeweils dreizehn Episoden sowie eine OVA mit einer Laufzeit von ca. 50 Minuten, welche in der Herbst-Season 2015 ausgestrahlt wurde. Drei Hörspiele wurden ebenso zum Manga aufgenommen und von 2007 bis 2009 jährlich veröffentlicht.

Working!! handelt vom 16-jährigen Souta Takanashi, welcher unglücklicherweise einen Faible für kleine Dinge hat. Nein, er ist kein Lolicon, er mag bloß kleine Dinge (laut eigenen Angaben). Deswegen würde er eigentlich niemals mit einer Person älter als zwölf reden, aber die kleine Popura Taneshima ist eine Ausnahme. Denn obwohl sie sogar älter als er ist, ist ihre Kleinwüchsigkeit einfach zu niedlich, um ihr zu widersprechen. Dumm für Souta, dass Popura gerade eine weitere Aushilfe für das Familienrestaurant Wagnaria sucht und er diesem Nebenjob als Kellner nicht Nein sagen konnte. Aber was er dort vorfinden wird, wird sein Leben verändern.

Na ja, eigentlich wird es ihn sogar wortwörtlich mitten ins Gesicht treffen. Aber fangen wir erstmal klein an, bevor wir uns um die großen Fische kümmern. Denn die Mitarbeiter vom Wagnaria bestehen aus allerlei seltsamen zusammengewürfelten Charakteren, die man so nur in einer schlechten Sitcom auffinden könnte.

Jeder Mitarbeiter vom Wagnaria ist für sich stehend einzigartig und hat so seine Macken. Da hätten wir Mahiru Inami, welche eine Männerphobie hat und nicht davor zurückschreckt Besitzer des männlichen Gliedes eine reinzuhauen. Da unser Protagonist aber keine Mädchen mag, die keine Lolis sind, wurde er dazu verdonnert, ihr dabei zu helfen, ihre Schläge unter Kontrolle zu halten; mit „unter Kontrolle halten“ meine ich dass er ihr Boxsack ist. Yachiyo Todoroki ist zwar die Schichtleiterin, hübsch und der Love Interest vom Koch Jun Satou, aber hat auch ihre Probleme. Mit ihrem Katana hat nämlich auch die männlichste Person Angst vor ihr, wovon der Geschäftsführer ein Liedchen singen kann. Denn immer, wenn er der Managerin Kyouko Shirafuji Süßigkeiten mitbringt, wird er durch eine Nahtoderfahrung durch Yachiyos Kampfschwert traumatisiert. Dabei will er eigentlich nur seine Frau finden, die er nach einem alltäglichen Einkauf verloren hat. Okay, irgendetwas ist hier definitiv falsch im Restaurant. Was aber sagt uns dies genau?

Auf dem Blatt Papier scheinen die Personen der Serie nichts wirklich Besonderes zu sein, aber es sind die Probleme, die sie sich gegenseitig bereiten, wodurch sie so wundervoll hervorscheinen. Wenn es zu einer altbekannten „Otoo und Yachiyo“-Stituation kommt, dann erscheint dies zwar beim ersten Mal recht befremdlich, aber nach einer Zeit doch recht „normal“. Dies liegt an nichts anderem, als der Kombination zwischen Arbeits- und Gruppendynamik, die dem Zuschauer im Laufe der Serie klarer wird.


Bevor irgendjemand von euch aufschreit und sagt: „Aber eine Dynamik zwischen den Charakteren ist doch sowieso normal für Comedy-Animes. Konosuba und Mahoujin Guru Guru haben das doch schon gezeigt, wie es geht!“, sollte erwähnt werden, dass es dort stets um eine Gruppe von maximal vier Charakteren handelt, um diese dem Zuschauer leichter näher zu bringen, damit sich der Story-Writer nicht um zehn Persönlichkeiten gleichzeitig kümmern muss. Aber eine hohe Anzahl von Charakteren muss keineswegs ein Minuspunkt sein, sogar im Gegenteil. Weil im Wagnaria zehn Charaktere ihr Unwesen treiben, fühlt es sich wie ein tatsächlicher Arbeitsort an an dem unsere Charaktere versuchen ihr Bestes zu geben, auch wenn dies anfangs nicht den Anschein macht. Denn obwohl sie alle ihre Macken haben, kommen sie trotzdem glaubwürdig und schon fast realistisch herüber, was am Szenario liegt: ein Restaurant, in welchem jeder seine Aufgaben hat, die er erfüllen muss. Dies ist vergleichbar mit der Proxer-Redaktion.

Denn auch bei uns existieren verschiedene Aufgabenbereiche (die ehemaligen Bewerber unter euch sollten dies wissen), die wir ernst nehmen müssen, damit die Dynamik nicht flöten geht und ihr, die Community, etwas zum Lesen und Anschauen habt. Sei es das Berichten über Neuankündigen, das Verfassen einer Rezension zu einem Werk, welches wir mit euch teilen wollen, oder das Zusammenfassen der wichtigsten Neuigkeiten der Anime-Industrie. Jeder von uns weiß was er zu tun hat und versucht stets sein Bestes zu geben, um seine Aufgabe so perfekt wie möglich abzuschließen. Klar, so läuft es nicht nur bei uns so ab, immerhin existieren auch andere Abteilungen, die einen fabelhaften Job erledigen und ohne eine geeignete Arbeitsdynamik gar nicht funktionieren würden. Und genau so ist es auch im Anime Working!!, nur mit einem kleinen romantischen Touch.

Was ich nämlich vergessen habe zu erwähnen, ist der Romance-Aspekt der Serie. Dieser bezieht sich zwar anfangs nur auf die einseitige Romanze zwischen Satou und Yachiyo, wird aber im Laufe der Show auch auf andere Charaktere erweitert. So werden unsere Mitarbeiter mit Gefühlen überhäuft, deren Bedeutung sie selbst noch nicht verstehen, wir als Zuschauer aber sehr wohl. Dadurch kommen diese einem zwar etwas lächerlich vor, da dann das altbekannte „Warum hast du das getan?“-Syndrom auftritt und wir natürlich alles besser machen würden, aber genau dies trägt auch weiterhin etwas zur Gruppendynamik bei. Diese Liebesverzweigungen gehören einfach zum Alltag des Wagnarias dazu. So werden Popuras Haare von Satou nicht verwüstet, weil es witzig ist, sondern weil er seinen Liebeskummer an etwas Stabilem rauslassen muss und wir seinen Frust verstehen können. Und natürlich trägt dies auch noch einen Teil zur Gruppendynamik bei, da die Gründe von Satou bei jedem bekannt sind und sie sich verständlicherweise etwas Sorgen machen um ihn. Denn ohne einen Koch gibt es auch kein Essen, welches serviert werden kann. Genauso wie ohne musikalische Untermalung keine lustigen Situationen existieren können. Apropos… können wir über das Opening reden?

Dieses passt nämlich zur Serie genauso gut wie Senf zur Wurst. Es punktet mit seiner fröhlichen Stimmung, die es mithilfe von den kindlichen Stimmen unserer zerstörerischen Waifus generiert und bringt uns automatisch in die passende Stimmung. Mit knackigen Farben und kreativen Produktionsmitglieder-Blasen (ja, den Begriff habe ich gerade erfunden), wie z.B. dass eine aus Satous Zigarette entsteht, strotzt es nur so von Detailverliebtheit, die ebenso perfekt die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren einfängt und uns Zuschauern innerhalb von einer Minute und dreißig Sekunden diese widerspiegeln lässt. Leider kann ich dennoch nicht über jedes einzelne Merkmal reden, denn immerhin möchte auch ich hier mal zu einem Ende kommen, um mich ins nächstbeste All You Can Eat-Buffet zu stürzen. Also ....


Working!! ist kein Comedy-Gold-Anime und ebenso wenig ein guter Romance-Streifen, aber er unterhält trotzdem und versucht stets sein Bestes, uns Weebs die Thematik einer harmonischen Arbeitsdynamik näher zu bringen, indem er uns in vertraute Liebesdreiecke bringt, die wir so schon in anderen Serien gesehen haben, hier aber dafür umso mehr bieten, da auch eine dementsprechende Anzahl von Charakteren vorhanden ist. Wenn ihr irgendwie das bekannte Sommerloch stopfen wollt oder euch während der Arbeit langweilig ist, dann ist dieser Anime die richtige Wahl.

Euch noch einen schönen Tag

Euer Eiti

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Letzte Änderung: 1 Monat 1 Woche her von Eiti.

Working!! 1 Monat 1 Woche her #834631

  • Kiyomitsu
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Also meines Erachtens ist Working! ein besonderer Anime, den es so kein zweites Mal gibt.
Ich habe alle 3 Staffeln und die OVA gesehen und die Serie wurde von Staffel zu Staffel immer besser.
Die erste Staffel betrachte ich als lustigen Zeitvertreib, welche uns die Charaktere und ihre lustigen Eigenheiten näher bringt.
So konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen, wenn Popura von Satou regelmäßig neue Frisuren verpasst bekam, Hiroomi indirekt die dunkelsten Geheimnisse seiner Kollegen "ausplaudert" und sich Inami an Takanashi als ihre "Therapieversuchsperson" wendet. c;
Staffel 2 und 3 gingen dann mehr auf die romantischen Beziehungen ein, was mich nur im positiven Sinne überrascht hat und ich in der finalen OVA dann doch ein kleines Tränchen verdrücken musste.
Die Openings und Endings haben einen wahrlichen Ohrwurmfaktor, wobei die Openings vom weiblichen Cast und die Endings vom männlichen Cast eingesungen wurden. Und der kann sich durchaus sehen lassen: Jun Fukuyama, Daisuke Ono und Hiroshi Kamiya zusammen in einem Anime. Das sieht man auch nicht oft.~ ^^
Meiner Meinung nach ist die gesamte Serie mit einer guten 8 zu bewerten, an welche die spätere Spin-off Serie "WWW.Working!!" leider nicht anschließen kann.
Letzte Änderung: 1 Monat 1 Woche her von Kiyomitsu.
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