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THEMA: High Score Girl

High Score Girl 1 Woche 5 Tage her #833721

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„Beurteile ein Buch nie nach seinem Einband." So lautet ein Sprichwort, das sicherlich eins zu eins auf verschiedenste Medien und Lebenssituationen übertragbar ist. Im Medium Anime sind meist das Setting und auch die visuelle Aufmachung derartige, hervorstechende Äußerlichkeiten, die bei der Auswahl als Ausscheidungskriterien vieler dienen. Beim Durchdringen dieser Oberflächlichkeiten, also bei genauerer Betrachtungsweise solch einer Serie, kommt man deshalb aber regelmäßig zu einem völlig anderen Fazit, als zunächst angenommen. So wird auch der Anime High Score Girl auf den ersten Blick einigen nicht zusagen. Viele CGI-Animationen und eigenartige Charakterdesigns. Zu allem Überfluss wird das Ganze auch noch in einem Videospiel-Setting verpackt, nämlich der goldenen Ära der Arcade-Spiele und ihrem Untergang durch das Erscheinen zahlreicher Heimkonsolen von Sony, Sega und Nintendo. In den Tiefen des Arcade-Schlaraffenlandes verbirgt sich jedoch eine ausgezeichnete Komödie und die unschuldig-süße Liebesgeschichte zweier Gamer.

Die Netflix-Serie High Score Girl wurde vom gleichnamigen, abgeschlossenen Manga von Oshikiri Rensuke, der insgesamt zehn Volumes zählt, inspiriert. Produziert im Studio J.C. Staff, erfolgte die Ausstrahlung zur Summer-Season 2018 mit insgesamt zwölf Episoden. Darüber hinaus wurden drei weitere Folgen in Form einer OVA adaptiert.

1991, das Jahr, in dem der Zweite Golfkrieg ausbrach. Das Jahr, in dem der Unzen-dake, ein Vulkankomplex, eruptierte und für viel Aufsehen in Japan sorgte. Was war noch 1991? Achja, der Release von Capcoms Street Fighter II. Sofort zu Beginn wird durch diese Gegenüberstellung klargestellt, welchen Stellenwert Spiele im Anime High Score Girl einnehmen werden. Die Handlung folgt dem Grundschüler Haruo Yaguchi, dem es vor allem Arcade-Spiele angetan haben. Für ihn gibt es nichts anderes auf der Welt. Dies ist seine Welt. Im gleichen Jahr dringt jedoch das Mädchen Oono Akira in seine Komfortzone ein. Seine selbst erschaffene Sicherheit, in der er dem langweiligen und erfolglosen Schulalltag entfliehen konnte, wird so für immer auf den Kopf gestellt. Das gleichaltrige Mädchen scheint das komplette Gegenteil von Haruo zu sein: Spitzenschülerin, gutaussehend, wohlhabende Eltern und eine scheinbar rosige Zukunft. Aber dennoch verbindet sie etwas. So stellt Haruo bei einem schicksalhaften Treffen in einer Arcade-Halle auf schmerzhafte Weise fest, dass sie ihm in scheinbar jeglichem Fighting-Game überlegen ist und sieht sie von nun an als Rivalin an. Der Alltag der Schüler hält für den Zuschauer eine Reise in die Vergangenheit der Videospielentwicklung bereit, in der schließlich auch die PlayStation erstmals das Tageslicht erblickt. Gleichzeitig verbirgt sich hinter den Retro-Games eine humor-bepackte Coming-of-Age-Liebesgeschichte, welche die Zukunft von Haruo genauso tiefgreifend prägt, wie seine geliebten Arcade-Spiele.



An die Liebesgeschichte möchte ich mich jedoch von außen nähern, denn eingebettet ist das Ganze in ein Setting, das für Retro-Gamer ein, an Nostalgie kaum zu überbietendes, Abenteuer darstellen dürfte. Folge für Folge verbringen wir in Arcade-Hallen, in der vor allem Fighting-Games, wie die unzähligen Ableger des Street Fighter-Universums, den Ton angeben. Neben Kampfspielen füllen auch Horrortitel wie Splatter House, Shoot-’em-ups aus der R-Type-Reihe und zahlreiche Beat ’em up-Spiele das Leben von Haruo. Abseits des Centers, in der Schule, kommt es zu Diskussionen, welche Konsole bzw. Plattform die beste wäre und was für Spiele gerade neu herausgekommen sind. Final Fantasy IV? Ja, auch das erschien 1991 und zu Freuden der Schüler, genau vor den Sommerferien. Wie schon erwartet, wird in High Score Girl sehr viel über Games abgenerdet. Dies sorgt für einige lustige Szenen, die eben gerade deshalb witzig sind, weil man oftmals keine Ahnung hat, wovon unsere Hauptfigur überhaupt redet, er dies aber mit einer feurigen Leidenschaft tut, die einen einfach nicht kalt lassen kann. Nostalgie- oder auch Lerneffekte durch das Abtauchen in die Spielelandschaft der 90er sind jedoch bei weitem nicht alles, was High Score Girl zu bieten hat.

Es ist eine Kunst für sich, den Zuschauer stets zum Lachen zu bringen und eine ganze Serie hinweg humoristisch abzuliefern. Die Herangehensweise kann dabei völlig verschieden sein, aber wenn es einer Show gelingt, Running Gags glaubhaft zu etablieren, dann ist schon einmal vieles richtig gelaufen. Ein Beispiel ist das bei einer Niederlage völlig eskalierende Gamer-Pärchen, das seit Folge eins regelmäßig die Arcade-Center unsicher macht. Als Gamer kennt man es und selbst Außenstehende können wohl kaum bei der hervorragenden Synchronisation von Matsuoka Yoshitsugu mit ernster Miene verbleiben. Wer also wissen will, wie Petelgeuse Romanée-Conti aus Re;Zero damit umgeht, wenn er in die 90er geisekaied wird oder mit eigenen Augen sehen möchte, dass Kiritos wahre Leidenschaft an Videospielen erst bei Arcade-Spielen so wirklich zur Entfaltung kommt, der sollte sich die Show keinesfalls entgehen lassen – oder auf diesen Link klicken. Daneben gibt es natürlich auch zahlreiche Slapstick-Einlagen, bei denen meist Haruo der Leidtragende ist und auf magische Weise Oonos Faust oder das Auto ihres Butlers anzuziehen scheint. Ebenso funktionieren seine imaginären Videospielidole, die ihm gerade in Zeiten der Unsicherheit einen Schubs in die richtige Richtung verpassen. Darüber hinaus werden hier und da andere Animes zitiert, so kennt auch Haruos Sensei Kakashis geheimes One Thousand Years of Death-Butt-Jutsu. Popkulturell also, das volle Programm. Des Weiteren wird neben referentiellen Witzen viel auf übertriebene Gestik und Mimik sowie lautstarkem Voice Acting gesetzt, was vielleicht etwas plump, aber schlichtweg effektiv ist. Hier sticht vor allem Haruos Synchronsprecher, Amasaki Kouhei, hervor, der mit einer überzeugenden und gleichzeitig vielseitigen stimmliche Schauspielleistung zu glänzen weiß. Im Kontrast zu den vielen geräuschvollen Szenen, steht der schier nie endende Ladebildschirm eines Heimkonsolenspiels, der den Spieler innerlich in den Wahnsinn treibt und den Zuschauer mit einem melancholischen Schmunzeln hinterlässt. Für Nicht-Gamer sind gerade die Nebencharaktere wie Oonos Butler, der Lehrer, der schmierige Klassenkamerad Haruos, der stets versucht Oono für sich zu gewinnen und vor allem Haruos Mutter, pures Comedy-Gold. Gerade die Mutter ist an peinlichen und verrückten Momenten nicht zu überbieten und sorgt gleich zu Beginn, als Oono die Schulunterlagen für den erkrankten Haruo vorbeibringt, für hochgezogene Wangen und gesenkte Augenbrauen.



Eine kritischere und viel negativere Änderung der Gesichtszüge tritt jedoch schon vor der ersten Comedy-Einlage ein. Auslöser dafür und wohl ein entscheidender Grund für die mangelnde Popularität des Animes, ist die optische Darstellung dessen. Schlichte Hintergründe, eigenartiges Charakterdesign und ganz viel 3D-Computeranimationen. CGI, ein Thema, dem ein Großteil der Community mit Abneigung entgegentritt. Verständlich, denn die Anzahl an guten CGI-Adaptionen ist wahrlich überschaubar. Auch hier wirken die meisten Bewegungen merkwürdig und befremdlich, aber irgendwie passen sie auch ins Gesamtbild der Serie. Humoristisch betrachtet wirkt das teils schlechte CGI schon fast als eine Art Stilmittel und lässt den Kontrast zu den eingefügten, alten, verpixelten Spielegrafiken noch surrealer und intensiver wirken. Ausdruckslose Gesichtszüge durch schlechte CGI-Animationen? Auch diese Sorgen kann man getrost beiseiteschieben. Ganz im Gegenteil, den Figuren werden ausdrucksstarke Grimassen verliehen, die sie sehr lebendig erscheinen lassen. Auf der musikalischen Seite der audiovisuellen Kritik an High Score Girl, trifft man hingegen auf eine unfassbar gute Zusammenstellung der Produktionsmitglieder, die nahezu nur Lob zulässt. Der perfekt zugeschnittene Soundtrack weiß es die Situationen gut zu inszenieren und der melodische Mix aus lustigen Slapstick-Momenten, nostalgischer Spielemusik zahlreicher Retro-Games oder auch romantischen Augenblicken unterstreicht die jeweiligen Szenen wunderbar (Soundtrack zu High Score Girl). Was anderes ist auch von einer der berühmtesten Videospielmusikkomponistinnen der Welt zu erwarten? Yoko Shimomura, die für die Musik zahlreicher Spiele wie Street Fighter II, Final Fantasy- und Kingdom Hearts-Titeln und auch für Nintendos Mario & Luigi-Serie verantwortlich war. Für den Feinschliff und das richtige Timing der verschiedenen Klänge sorgte Jin Aketagawa, einer der wohl besten und renommiertesten Soundregisseure im Animationsbereich. Immer noch nicht überzeugt?

Zwischen der Geräuschkulisse der verschiedenen Automaten entwickelt sich bei den spieleverliebten Kindern Oono und Haruo auf ganz unschuldige Weise eine rührende Liebesgeschichte. Aus der Sicht von Kinderaugen folgt man den beiden von einem Arcade-Center ins nächste. So oft wie möglich verbringen die Grundschüler ihre Zeit damit, gemeinsam zu spielen. Hier werden die einleitend genannten Gegensätze komplett ausgehebelt. Sie spielen schlichtweg keine Rolle. Wohlhabende Eltern oder alleinerziehende Mutter, 1er-Schülerin oder Durchfallkandidat, strikte Erziehung und ein gepflegtes Äußeres oder machen was man will, ohne wirklich Regeln beachten zu müssen. Was in der Schule noch eine soziale Kluft darstellt, verliert im Schlagabtausch bei Street Fighter II völlig seine Bedeutung. Kinder kennen keine Vorurteile. Im Alltag dieser kindlichen Unschuld entstehen, ohne dass Haruo und Oono es zunächst wohl selbst so richtig verstehen, Gefühle, die über eine einfache Freundschaft hinausgehen. Die Zweisamkeit stellt vor allem für Oono eine Flucht aus den Fängen einer sehr strikten Erziehung dar und sie genießt jede Sekunde, die sie gemeinsam in ihrer eigenen Welt verbringen können. Die zwölf Episoden erstrecken sich zeitlich von der Grundschule bis zur High School und sorgen durch die Darstellung der verschiedenen Lebensabschnitte der Kinder für ein angenehmes Erzähltempo und für genügend Abwechslung sowie für die eine oder andere Überraschung. So auch der Boom der neu auf dem Markt erschienenen Heimkonsolen, wie unter anderem der Sega Saturn oder der Playstation. Statt lautstarken Arcade-Centern, werden dadurch beim Spielen auch einige ruhigere Momente zwischen den zweien möglich. Neben der Entwicklung der Beziehung von Haruo und Oono, ist ebenso die individuelle Veränderung der Gamer interessant anzusehen.



In den Jahren bis hin zur High School wächst gerade Haruo über sich hinaus. Er überrascht mit teils unerwarteten Aktionen, in denen er sichtbar reifer erscheint. Seine geliebten Spiele sind plötzlich nicht mehr alles, was zählt. Nur ein kleines Beispiel wäre sein Nebenjob, den er in seiner Freizeit nach dem Unterricht betreibt. Von dessen Verdienst greift er seiner alleinerziehenden Mutter finanziell im Haushalt unter die Arme. Zwar kauft er sich mit dem Geld ebenso Videospiele, aber eben nicht nur. Betrachtet man hingegen Oono, ist eine Veränderung leider nicht so deutlich erkennbar. Nicht nur charakterlich, sondern auch optisch fallen zwischen der ersten und der letzten Episode kaum Unterschiede auf. Hier steht ein Merkmal Oonos im Weg, das sie aber auch ein Stück weit ausmacht. Gemeint ist ihre Sprachlosigkeit. Tatsächlich verliert im gesamten Verlauf der Handlung Synchronsprecherin Suzushiro Sayumi kein einziges Wort. Oonos Gedanken und Gefühle sind so meist schwer zu deuten und hindern deshalb auch daran, eine wirkliche Persönlichkeit festzumachen. Einzig die Tatsache, dass sie ihrem Alltag entkommen und einfach mit Haruo spielen möchte, wird so richtig betont.

Womit wir wieder bei der Beziehung beider angelangt wären, denn kann eine Liebesgeschichte ohne Dialoge überhaupt funktionieren? Ja das kann sie und High Score Girl weiß dies sehr gut umzusetzen. Kaschiert werden die fehlenden Worte durch ausdrucksstarke Mimik, verstärkt durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Lauten und ganz viel Moe. Hinzu kommt, dass Oono in manchen Situationen ihr Spiel für sie sprechen lässt und so ihren Emotionen Ausdruck verleihen kann. Ungeachtet dessen, versteht Haruo sie oftmals einfach, ohne viel reden zu müssen. Wahre Liebe braucht eben keine Worte.

Man muss kein großer Videospiel-Fan sein, um an High Score Girl Gefallen zu finden. Ist man es, dann kann man sich auf ein nostalgisches Erlebnis einstellen, in dem sicherlich einige Easter Eggs zu finden sind. Ist man es nicht, dann investiert man seine Zeit in ein interessantes, audiovisuelles Erlebnis, das einen stets zum Lachen bringt und einer romantischen Geschichte, die mit einigen Überraschungen auftrumpfen kann und für rührende Momente sorgt.


Keine Sorge! Im Herbst 2019 erscheint bereits die zweite Staffel rund um das Gamer-Pärchen Haruo und Oono.


Vielen Dank fürs Lesen, euer Kuebert.
Letzte Änderung: 1 Woche 6 Stunden her von Kuebert.

High Score GIrl 1 Woche 1 Tag her #833783

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Einer der besten Anime seiner Season, viel mehr braucht man eigentlich nicht dazu zu sagen, ein kleines Gustostück, mit ganz viel Herz. Und umso wirksamer, je mehr man diese Zeit noch kennt, bzw. nahe dran war, Nostalgie ist hier ein Wort ....
Vermutlich bei Uns untergegangen, natürlich unverdient, natürlich auch am CGI liegend, was sich aber natürlich nicht rechtfertigt, weil es selten Werke gab, bei denen CGI so gut zu Vorlage passt und wo (wie gut beschrieben) auch mal positiv CGI genutzt wurde. Nicht zu vergessen ..... es war die Season, wo selbiges Studio in schwere Qualitätsprobleme gekommen ist (was herkömmliche Animation anging - hatte Gründe, doch passiert ist passiert .....).
In übrigen hat Mutterland Japan wesentlich besser darauf reagiert ... weswegen man den Anime auch massiv ausgebaut hat .....
Erstaunlicherweise auch auf manchen englischsprachigen Seiten .... deren Bewertung oft nicht getraut werden kann ...... wenn aber selbst dort viele Nutzer die volle Zahl abgeben, bzw. ein durchaus positive 8 von 10 im Gesamten übrige bleibt ..... dann wird es seine Gründe haben ....

Von daher ein großes Danke an Kuebert für diese Rezension, einfach weil es einer dieser Anime ist, den man als Kleinod bezeichnen kann, wo aber viele Nutzer schlichtweg nicht rein schauen, aufgrund diverser "Dinge". Ein Fehler.

Hi Score Girl ist ja nicht die erste Anime Umsetzung von Rensuke Oshikiri, da wäre ja auch Pupipo!, umgesetzt von AIC Plus+, als Kurzanime mit Kunstanspruch (mochte ich wirklich gerne) und ich würde jederzeit wetten, dass man noch viel mehr Umsetzungen von diesem Mangaka bekommen wird, weil geben tut es ja genug Werke dieses Künstlers, der so nebenbei eine Enorme Bandbreite abzudecken scheint. Ernsthaft, schaut euch mal ein paar seiner Werke an.
Nebenbei eignet sich sein Zeichenstil, wie nur wenige perfekt für CGI ..... was schlichtweg gesagt sein muss (ohne den Stil jetzt runter zu ziehen - der Manga hat grade gegen Ende auch sehr aufwendige Parts). Ergo eine Wohltat für CGI Studios, genauso für die CGI Abteilungen mancher Studios, die ja auch Arbeit brauchen;)
Hi Score Girl ist vielleicht sein bekanntestes und auch sein längstes Werk und hier muss man wirklich sagen, hier trifft er ins Schwarze. Das Thema alleine ist Gold wert und nebenbei hervorragend für Studios zu finanzieren, weil der Werbewert für die ganzen Videospielfirmen gigantisch ist ..... was man auch an den Credits beim Anime sieht.
Was dieses Werk aber so gut macht, ist das Gefühl, die Feinheit der Umsetzung, was Figuren, Charakterentwicklung und Interaktion angeht, es weckt einfach Emotion. Nicht, dass seine anderen Werke nicht auch diese Stärken hätten.
Hier muss gesagt sein, dieser Manga ist ein Seinen. Und man merkt es, nicht immer alles ganz leicht und locker und schon gar nicht mit einfachen Lösungen, doch am Ende durchaus mit Hoffnung.
Zu Humor und Romance kann man auch gut und gerne Drama hinzufügen und zwar durchaus wirkungsvolles Drama.
Dazu kommt eine sehr wirkungsvoller Bezug zur Realität und Figuren, die es auch tragen können. Meine Lieblingsfigur ist ja Koharu Hidaka und die Storyschiene, die mit ihr anhebt, ist schon alleine besser als so manch anderer Anime gesamt;)

Zur Umsetzung als Anime:
Man kann sagen was man will, doch hier ist J.C.Staff mal Nichts aber auch gar Nichts vorzuwerfen.
Ob der Anime nun als 12er geplant war und man gesehen hat, hey, da ist Potenzial und man deswegen den Anime, bzw. nun die erste Staffel!, mit den OVA verlängert hat, bzw. das Ganze so von Anfang an geplant war, ergo man die OVA als guten Grund die DVD, Blu-ray zu kaufen. Es ist kommerziell der richtige Schritt gewesen, bzw. auch der richtige Schritt für die Zuseher. Auf jeden Fall wurde für die OVA schon am Ende des Anime geworben und zu diesem Zeitpunkt dürfte für J.C. auch schon fest mit einer zweiten Staffel geplant haben. Denn die OVA beenden eigentlich nur die erste Staffel, die wohl auch durch die 3 Folgen extra und das offene Ende angenehm nicht wie ein gehetzter 12er Anime wirkt.
Wir können Uns schon Alle auf Oktober freuen, denn da ist die zweite Staffel angekündigt:)
Ein CGI Anime, der funktioniert? Ja geht.
Hierzu muss einfach gesagt sein, dass es für CGI eine sehr dankbare Vorlage ist. Und J.C. schlichtweg nicht faul umgesetzt hat, sondern maximal die Stärken ausnutzt, da wären Sprecher, da wären Mimik, da wäre Musik, da wäre auch durchaus die werkstreue Umsetzung, die durchaus Potenzial für etwas künstlerische Umsetzung zulässt. Und wer das Ending kennt, der versteht es vielleicht auch ...... es ist nämlich der absolute Hammer (sowohl von Optik, Musik, als auch Aussage). Und nein, nicht selbstverständlich.
Yakushimaru Etsuko - AfterSchoolDi(e)stra(u)ction .........


Ich freu mich auf jeden Fall auf die zweite Staffel:)

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Sniperace
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High Score GIrl 1 Woche 1 Tag her #833786

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Zufällig mal in die Nachrichten geschaut und ganz oben steht diese Rezension. War mal der richtige Moment reinzuschauen.

Es gibt eigentlich nichts hinzuzufügen. Einfach ein ganz ganz starker Anime, den ich keine Ahnung weshalb angeklickt habe und nur positiv überrascht wurde.

Der Anime wäre ohne Oono wie sie ist sicherlich nicht so unterhaltsam gewesen. Da wurde CGI mal richtig effektiv eingesetzt.Allein wie Sie auf dem Bild schon isst lässt einem das Herz aufgehen.

Ich freue mich auf die zweite Staffel und hoffe dass das Niveau der ersten geahlten wird. Und natürlich einen Dank an kuebert für die super Rezension für einen Titel der mal ab vom Mainstream in vielen Belangen ist.

Mfg

Radio
Letzte Änderung: 1 Woche 13 Stunden her von Radiowecker.
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High Score Girl 6 Tage 9 Stunden her #833811

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Wie bereits Sniperace erwähnt hat: einer der besten Anime des Season.
Und leider nicht nur vermutlich untergegangen sondern ziemlich sicher. :/
(Nichts für den Kindermainstream der Szene - inhaltlich und animatorisch)

Aber gerade für Leute, die viele Animestunden und Jahre auf dem Buckel haben oder einfach nerdy angehaucht sind, ist dieser Anime schon fast ein Meisterwerk.
Im Laufe der Jahre bin ich ziemlich abgestumpft und bin die typischen Klischees und Charaktere in Animes leid. Den Großteil der Entwicklung kann man sich meist zusammenreimen.
Gerade sone speziellen Außenseiter wie High Score Girl schaffen es mich wieder für Animes zu begeistern - durch ihren individuellen Charme, der es schafft mich zu unterhalten.

Deshalb ein riesengroßes Danke an dich Kuebert, dass du auf solche Spaltenprodukte ein Augenmerk wirfst und sie versuchst der Community and Herz zu legen.
Hyōka - Ice cream - I scream // I'm not stupid. I'm just too lazy to show how smart I am. // Those with talent who aren't aware of themselves cause pain for those who have none.
Letzte Änderung: 6 Tage 9 Stunden her von Mr.Gin.
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