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THEMA: Aldnoah.Zero

Aldnoah.Zero 3 Wochen 22 Stunden her #826705

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Einer der albernsten Aspekte moderner Medienkritik ist der leider häufig zu findende Versuch, sich mithilfe starr gewichteter Bewertungskategorien den Aufwand einer eigenen Makroanalyse zu ersparen. Dass solch ein Ansatz in audiovisuellen Medien mit hoher Gestaltungsfreiheit absolut keinen Sinn ergibt und durchaus als Beleidung gegenüber den Schöpfern der bewerteten Werke verstanden werden kann, ist den dafür verantwortlichen Möchtegern-Kritikern meist selbst bewusst, jedoch überwiegt die Faulheit sowie das Vertrauen darin, dass sich der oft unwissende Leser mit dem minderwertigen Produkt zufrieden gibt. Neben den von mir bereits in einer anderen Rezension erläuterten Aspekten der Kohärenz und Kohäsion gibt es nämlich durchaus noch weitere Faktoren, die eine solche Makroanalyse unabdingbar machen: unter anderem der sogenannte Fokus. Bei diesem handelt es sich nicht nur um ein rein theoretisches Konstrukt, so beschreibt der Begriff die Aspekte, die eben ohne eine Auftrennung in einzelne Bewertungssegmente dem Zuschauer ins Auge fallen sollen. Eines der perfekten Beispiele für die Relevanz von Fokus findet sich im Werk Aldnoah.Zero.

Bei der Serie handelt es sich um einen 24 Folgen umfassenden Original-Anime der Animationsstudios A-1 Pictures und Troyca aus dem Jahre 2014. Das Mecha-Werk entstammt den Federn von Gen Urobuchi und Katsuhiko Takayama, die visuelle Umsetzung ist dem bekannten Regisseur Ei Aoki zuzuschreiben. Hierzulande wird die Serie vom Publisher Kazé vertrieben.

Im Universum des Werks fand die Besatzung der Apollo 17 im Jahr 1972 bei der bislang letzten Mondlandung ein Hypergate, das der Menschheit ermöglichte, sich zum Mars zu teleportieren. Die Siedler, die die Erde für diese Möglichkeit hinter sich ließen, entdeckten auf dem roten Planeten daraufhin eine weitere antike Alien-Technologie, das sogenannte Aldnoah. Anstatt diese mächtige Kraft mit ihrem ehemaligen Heimat-Planeten zu teilen, beanspruchten die Kolonisten ihren Fund sowie den gesamten Planeten für sich alleine und gründeten das Königreich Vers. Unter den noch immer menschenunfreundlichen Bedingungen des Mars leidend und beflügelt von ihrem technologischen Vorsprung, erklärten die Vers-Ritter 1999 der Erde den Krieg, im Rahmen dessen das Hypergate auf dem Mond samt dem Himmelskörper explodierte und somit den sogenannten „Heaven’s Fall“ verursachte. Von ihrer Heimat abgeschnitten und geschützt von einem Waffenstillstand errichteten die verstreuten Teile der Armee von Vers Raumstationen und Landungsschiffe im gebildeten Asteroidengürtel und warteten auf ihre Chance, den blauen Planeten erneut anzugreifen.

15 Jahre später, im Jahr 2014, stattet die Vers-Prinzessin Asseylum Vers Allusia der Erde einen Besuch ab – in der Hoffnung, einen langzeitigen Frieden zwischen den Fraktionen zu erwirken. Dabei wird sie unter anderem von ihrem Kindheitsfreund Slaine Troyard – einem von den restlichen Versianern mit Misstrauen beäugten Erdling – begleitet. Als daraufhin bei einer Parade ein Attentat auf die junge Prinzessin verübt wird, nutzen die im Orbit stationierten Ritter dies als Vorwand, die Erde erneut anzugreifen. Die aufgrund der klaren Unterlegenheit im letzten Konflikt inzwischen stark militarisierten Erdbewohner sind jedoch bereit und stellen sich mithilfe ihrer eigenen Kataphrakte (Mechs) den Invasoren entgegen. Als der als Genie betitelte Oberschüler Inaho Kaizuka im Evakuationschaos ein Mädchen findet, das sich später als die vermeintlich tote Prinzessin herausstellt, gerät der Konflikt vollständig außer Kontrolle.

Auf Basis dieser komplex wirkenden Prämisse könnte nun durchaus ein Politthriller oder Kriegsdrama stehen, doch das Werk fokussiert sich größtenteils auf intelligente Mecha-Kämpfe mit wenigen Teilnehmern. Dabei verfällt die Serie stellenweise in eine Struktur, die man durchaus als „Monster of the Week“ bezeichnen könnte. Dieser Begriff beschreibt einen (multi-) episodischen Werkaufbau, der sich primär dadurch auszeichnet, dass sich die Arcs der von den Hauptcharakteren bekämpften Gegnern lediglich über eine geringe Anzahl von bzw. sogar nur eine Folge erstrecken. Heute meist eher als Klischee gesehen, beschreibt dieser Begriff jedoch durchaus ein Prinzip, das bei korrekter Ausführung der Serie oder Reihe dabei helfen kann, ihren Fokus aufrechtzuerhalten. Dies ist bei Aldnoah.Zero nicht nur der Fall, erst die Kämpfe gegen die einzeln auftretenden Vers-Ritter verleihen dem Werk eigentlich wirklich eine Struktur, die das Geschehen vom restlichen, chaotischen Kriegsgeschehen abgrenzen und verhindern, dass der Zuschauer den Überblick verliert oder gar auf potentielle Schwächen achtet.

Damit dieses Konstrukt funktioniert, müssen eben diese Einzelgefechte jedoch auch über Tiefe verfügen. Glücklicherweise eignet sich das Genre des Mecha-Animes überraschend gut dafür – so ist mit den Waffen und Mobilitätsoptionen der Kampfroboter bereits ganz automatisch ein klar strukturierter Grundsatz für die Scharmützel gegeben, die dann mit allerlei technischen Spielereien aufgewertet werden können. Hierbei spielt auch der Protagonist Inaho eine tragende Rolle, so fokussiert sich das Werk primär auf die Inszenierung seines überragenden Genies, mit dem er trotz unterlegener Mittel seine Gegner in bester Souma-Manier (nur ohne jegliches Charisma) vom Schlachtfeld fegt. Statt Kochtechniken nutzt der Jugendliche hierbei teils akkurat teils abstrus unrealistisch porträtierte physikalische Gesetzmäßigkeiten. Auf dem Papier grundsätzlich schon recht unterhaltsam, wie auch schon bei Food Wars! hängt der Unterhaltungsfaktor der Umsetzung letztendlich jedoch primär von der Inszenierung ab. Für diese sind in diesem Fall zwei Personen verantwortlich: der Regisseur Ei Aoki und ein gewisser Hiroyuki Sawano.

Richtig gehört, ein Komponist! Und dies sollte eigentlich auch gar nicht so verwunderlich sein, so war dieser bereits für andere dominante Soundtracks wie für Attack on Titan oder Kill la Kill verantwortlich. Der Unterschied liegt in der Nutzung der musikalischen Unterstützung, bei der Aoki einen leicht anderen Ansatz als seine Kollegen Tetsuro Araki und Hiroyuki Imaishi verfolgt. Anstatt die einprägsamen Lieder lediglich als dominante Untermalung für seine Action-Szenen zu nutzen, gleicht das Design dieser Sequenzen eher aufwendig produzierten Musikvideos. Dies äußert sich vor allem im Schnitt, der sich in diesen Abschnitten stark am Beat sowie anderen Elementen des aktuellen Songs orientiert. Durch diesen Kniff agiert die Dominanz des OSTs nicht als Störfaktor, sondern bildet in Verbindung mit den Visuals eine zutiefst befriedigende, wenngleich künstlich wirkende Symbiose. Die starke Abhängigkeit der Geschehnisse von einem Aspekt, der nicht Teil der Welt und lediglich der Form als audiovisuelles Werk geschuldet ist, nimmt dem Schauerlebnis jegliches Gefühl von Pseudorealismus, das sich jeder Anime-Fan über die Jahre unterbewusst antrainiert hat.

Doch ist diese „Künstlichkeit“ wirklich etwas Schlechtes? Nicht wirklich, denn obwohl es durchaus verhindert, dass der Zuschauer vollkommen in das Werk abtauchen kann, ermöglicht es dem Regisseur Ei Aoki sowie seinem Studio sich ganz diesem Feeling hinzugeben und den Look weit von den Standards der Industrie zu entfernen. Aldnoah.Zero ist animationstechnisch ungefähr so weit vom klassischen Anime entfernt wie DC von einem funktionierenden Filmuniversum. So ist es zwar inzwischen durchaus normal, dass mit Ausnahme der Outlines von Charaktersprites kaum ein Aspekt der Produktion wirklich noch als „handgezeichnet“ bezeichnet werden kann, jedoch versuchen die meisten Serien und Filme mit mal mehr mal weniger aufwendigen Kniffen und einheitlichen Stilen zu kaschieren. Dieser Schritt wurde bei A.Z nicht nur übersprungen, das Werk macht absolut keinen Hehl aus seinem digitalen Ursprung – sowohl bei seinen an Visual Novels erinnernden Hintergründen als auch bei der für Mechas und Fahrzeuge genutzten 3D-Animation. So sehen die Kampfroboter eher aus wie aus einem Videospiel und setzen sich absichtlich stark von jeglichen anderen Aspekten der Serie ab. Der Vorteil in dieser Darstellung liegt in der Möglichkeit der potentiellen, beliebigen Nutzung von kreativen Kamerafahrten. Diese geben den Kämpfen den letzten Schliff und sorgen für ein unfassbar unterhaltsames Schauerlebnis, falls man über die technischen Defizite des Werks hinwegsehen kann. So wirkt die Animation der 3D-Elemente teilweise recht undynamisch und nicht ganz zeitgemäß. Diese Stellen sind höchstwahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass CGI mit flüssiger Framerate ziemlich teuer ist, weshalb die wirklich aufwendigen Bewegungen wohl minimal gehalten werden mussten. Trotzdem, der Stil ist definitiv vorhanden. Doch reiht sich die Serie somit in die unrühmliche Liste der Werke ein, die auch mit „Style over Substance“ beschrieben werden können?

Hierfür muss erstmal eine andere wichtige Frage geklärt werden: Worin liegt der Unterschied zwischen einer belanglosen und einer mitreißenden Action-Szene? Was vermag es, den Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln, ohne auf emotionale Dramaturgie zu vertrauen? Die Antwort auf diese Frage liegt im Aspekt der Relevanz. So nutzt die Handlung der Serie einen ziemlich geschickten perspektivischen Minimalismus auf das Geschehen. Es wird zwar an vielen Stellen angedeutet, dass ein größerer Konflikt existiert, jedoch wird durch die Dialoge immer wieder bestärkt, dass der Ausgang von jedem einzelnen der gezeigten Kämpfe den Verlauf des Krieges massiv verändern würde. Näher betrachtet wirkt dies etwas lachhaft und naiv, allerdings erfüllt es seinen Zweck, den Action-Sequenzen einen Wert in der Handlung zu verleihen.

Dies ist auch notwendig, denn rein mit seinen Charakteren würde die Serie beim Zuschauer keine Emotionen auslösen können. So verfügt das Werk mit Inaho und Slaine zwar sogar über zwei klassische Protagonisten, die in bester Code Geass-Manier auf verschiedenen Seiten des Konflikts ihre persönliche Rivalität austragen, versagt jedoch vollkommen am Verständnis, worin der Reiz dieser wohletablierten Struktur liegt. Das Hauptproblem liegt darin, dass die beiden Jugendlichen in ihren spezifischen Umfeldern eigentlich völlig unterschiedliche Ziele verfolgen, die sich nicht einmal wirklich gegenseitig behindern. Dies versucht das Werk mit einer leicht aufgesetzt wirkenden Rivalität um die auf der Erde gestrandete Prinzessin zu kaschieren, wobei die emotionslose, analytische Art von Inaho dem Zuschauer jegliches Gefühl nimmt, dass dieser im über die Macht des Aldnoah beherrschenden Mädchen mehr als nur ein taktisch wertvolles Utensil sieht. Diesem grundsätzlichen Widerspruch ist sich die Serie allerdings durchaus bewusst und thematisiert ihn in den Dialogen anderer Charaktere der Erdfraktion, die somit als emotionaler Ersatz für den emotionsbefreiten Protagonisten agieren. Obwohl die angestrebte Struktur nicht völlig aufgeht, bietet somit der Einblick in die verschiedenen Seiten des Konflikts eine interessante Perspektive auf eine Geschichte, die ohne diesen Kniff lediglich als simple „Gut vs. Böse“-Story existieren würde und die eigentlich recht interessanten politischen Facetten hinter dem Krieg außer Acht lässt.

Der Behandlung dieser widmet sich ganz spezifisch vor allem die zweite Hälfte des Werks, die neben einer Schauplatz-Änderung auch mit einer stark modifizierten Motivation von Slaine aufwarten kann. Leider wirft der Anime ab dieser Stelle seine größte Stärke – den Fokus auf die einzelnen Kämpfe als Schlüsselmomente der Geschichte – zu gewissen Teilen aus dem Fenster und vertraut darauf, dass die inzwischen gut etablierten Charaktere die Serie von alleine tragen können. Dies ist leider nicht wirklich der Fall, da hierbei schlichtweg die Raffinesse im Writing fehlt, die Wünsche und Beweggründe der wichtigen Figuren überzeugend in einen Handlungsverlauf zu verpacken. Die Verschiebung des Hauptkonflikts auf eine politische, weniger rohe Seite mag dem Wunsch geschuldet zu sein, den Anspruch des Werks zu heben, jedoch war dies überhaupt nicht notwendig – im Gegenteil, es senkt sogar die Relevanz und damit den Unterhaltungswert der Schlüsselmomente.

Aldnoah.Zero ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wichtig ein guter Fokus für audiovisuelle Medien sein kann. So sind die Schwächen der Serie in Handlung, Charakterisierung und sogar Teilen der Optik vollkommen offensichtlich, jedoch baut das Werk geschickt um diese Probleme herum und schafft somit einen Unterhaltungswert, der nur schwer ignoriert werden kann. Das Werk erkennt (jedenfalls am Anfang) seine Grenzen und fokussiert sich voll darauf, ein dummer, künstlicher, aber trotzdem bzw. gerade deswegen unfassbar amüsanter Action-Titel zu sein.

Cube

Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von hYperCubeHD.

Aldnoah.Zero 2 Wochen 5 Tage her #826816

Zu Aldnoah.Zero kann ich eigentlich nicht viel sagen, da ich nur eins, zwei Folgen gesehen habe. Aber die Rezension bestätigt mich teilweise darin, dass es eine gute Entscheidung war, den Anime abzubrechen. Mein Hauptkritikpunkt ist einfach wirklich der emotionslose Protagonist. Gut geschriebene Figuren sind für mich das A und O, weshalb ich seine stumpfe Art überhaupt nicht leiden konnte. Da mir das Ende der ersten Staffel leider gespoilert, war ich auch gar nicht so erpicht darauf, mehr über die Geschichte zu erfahren. Also kein Wunder, dass ich abgebrochen habe.

Wenn ich nun aber lese, wie künstlerisch die Kämpfe sein sollen, so bin ich doch schon versucht, nochmal einen Blick zu riskieren. Hiroyuki Sawano ist nämlich einer meiner Lieblings-Komponisten, der mit seiner Musik auch Re:Creators ziemlich aufgewertet hat (zumindest für mich) und dieser Anime (übrigens auch von Troyca) hat auch nicht gerade mit seinen Figuren oder der Story geglänzt. Obwohl ich schon sagen muss, dass die Story viel Potenzial hatte, aber gut, zurück zu Aldnoah.Zero.

Wenn man den Anime ohnehin nicht wegen seinen Figuren oder der Geschichte schaut, überlege ich mir vielleicht nochmal reinzuschauen, denn „Kämpfe wie Musikvideos” klingt schon ziemlich interessant, wenn ich ehrlich bin. Und irgendwie möchte ich den Anime auch nicht einfach fallen gelassen haben. Also danke für diese überaus detaillierte Makroanalyse Rezension! Hat mein Interesse am Anime definitiv (wieder)erweckt.

Aldnoah.Zero 2 Wochen 5 Tage her #826823

Zu aller erst ein mal Danke für die Rezension, hYperCubeHD. Es gehört sich.

Ich bin bei diesem Anime aber grundsätzlich anderer Meinung, mein Fazit ist wesentlich anders und einige Punkte kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Damit haben Wir einen Anime erreicht, wo die Meinung wohl ziemlich aus einander geht. Ich hoffe es geht okay.


@Plinfa-Fan
Zu Aldnoah.Zero kann ich eigentlich nicht viel sagen, da ich nur eins, zwei Folgen gesehen habe. Aber die Rezension bestätigt mich teilweise darin, dass es eine gute Entscheidung war, den Anime abzubrechen. Mein Hauptkritikpunkt ist einfach wirklich der emotionslose Protagonist.

Da kann man auch ganz anderer Meinung sein - ich zumindest bin es, ich liebe die Hauptfigur und ich finde sie hat Charisma und möchte betonen - nach nur 2 Folgen ist es kein Wunder, dass Du nicht mit ihm warm geworden bist. Nach 2 Folgen ist seine Figur nicht im Ansatz beleuchtet und ist als eher ruhig wirkende Figur auch wie ein Eisblock - ich möchte aber betonen, in dem Typen brodelt es, er ist durchaus emotional, nur zeigt er es nicht wie gewohnt und schon gar nicht nach 2 Folgen.
Ich bin der Meinung dass seine Figur eine der besten Ideen der letzten Jahre war, eben weil er nicht dem Schema F entspricht. Doch was soll ich bitte gegen eine Badassfigur haben, die mit tödlicher Präzision, den Genozid an seiner Art verhindert, gleichzeitig aber durchaus die Gefühle eines Teenagers hat, sie aber auf eine ganz untergründige Art zeigt, die oft genug ziemlich verstörend wirkt. Ich sage, sein Verhalten ist fast schon perfekt zu der Situation passend, er ist eine dieser wenigen Figuren, die reagieren und die selbst im Angesicht des Abgrundes (die bei Ihm eventuell ein Trauma auslösen) nicht in Panik verfallen, was ihn in eine Reihe mit seltenen echten Helden aus dem echten Leben stellt.
Es gab und gibt auch die Vermutung, dass er autistische Züge hat (was so Einiges erklären würde). Ich persönlich bin der Meinung es ist die Mischung daraus und dem Schock des Genozid/Krieges, die in zu der Figur machen, die er ist, im übrigen keiner netten Figur - sondern eines gezwungenermaßen agierenden Kindersoldaten, der harte Dinge tun muss, die getan werden müssen, die aber keine schönen Dinge sind.

Und nur um es hier mal klar zu stellen. Ich bind damit ja nicht grade alleine! Kurze Suche auch You...e und man findet genug Leute, die diese Figur mögen und seine Entwicklung mögen. Allerdings soll sich bitte Jeder selber eine Meinung bilden, auch gerne eine andere, ist ja auch so gedacht und positiv so.
Da mir das Ende der ersten Staffel leider gespoilert

Natürlich ein furchtbarer Spoiler ............. mich hat das Ende ziemlich mitgenommen, was schon was heißt. Es hat anno dazu mals große Wellen geschlagen.
Hiroyuki Sawano

Es möge erwähnt sein, dass er sich auch noch Unterstützung von einem noch größeren Namen geholt hat - in Form von Yuki Kajiura (deren Soundtracks wohl Allen bekannt sein müssten, sind es doch die, die viel seeeeeeehr bekannte Anime erst zu den machen, was sind sind), die im Form der von ihr gegründeten Gruppe Kalafina und von ihr geschrieben, dass Opening beisteuert, dass für mich zu den besten dieser Season zählte (auch was Optik angeht) - Punkt.


Und doch .....
Kurzum, es ist kein Meisterwerk, was aber am Split in der Mitte liegt (der Zeit frisst) und der eher schwächeren zweiten Hälfte die enttäuscht und wo quasi eine Gegenspieler Figur den ganzen Part der Gegenseite tragen muss, was schief geht. Was aber weit weg von einem unzufriedenstellenden Ende wäre und auch keine massive Enttäuschung war. Staffel 1 hätte tatsächlich die Ansätze zu einem (gesamt) 9er Anime gehabt, zumindest von meiner Seite.
Was aber nicht heißt, dass der Anime schlechte Figuren hätte, alleine eine der Nebenfiguren, mit vorliegenden Kriegstrauma, war sehr gut ausgearbeitet und auch sonst, so übel nicht. Grade erste Staffel.
Die Kämpfe fand ich recht nice, da kann man sagen was man will. Ich persönlich mag Hirn und Teamarbeit in Kombination mit dem Underdog, der sich gegen den Genozid zur Wehr setzt, dabei aber selber nicht ohne Schuld beleibt.

Was mich zum dem Punkt bringt, der hier nicht genug zur Sprache kommt. Kritisiert man den Anime, so muss man auch Studios wie Ufotable (nicht nur die) kritisieren, die hier nicht nur die besten Leute, egal ob Ex oder noch dort arbeiten zu Verfügung stellten, um den Erstlingsanime eine guten Start zu geben. Was bei Musik anfängt Hiroyuki Sawano/Yuki Kajiura, über Figuren wie den zu dieser Zeit hochgelobten Urobutcher (erst eine Zeit lang später fiel er ......), einen Regisseur, dessen Name damals nicht höher einzuschätzen war, Sprechern mit reihenweise Auszeichnungen usw. und so fort. Dazu muss auch gesagt sein, dass A-1 hier nicht nur ordentlich mit Finanzierung aus half, sondern einige seiner besten Animatoren zu Verfügung stellte ............ An den Leuten lag es also nicht.
Auch Studios wie AIC (irgendwie logisch einer Gründer kommt von dort), Actas, A-Line, Diomedea usw. seien hier erwähnt.
Und es soll auch erwähnt sein - Troyca ist ein Ministudio, sie machen nix alleine - können sie gar nicht. Ergo ist es etwas weit gegriffen, wenn man nur Troyca die Optik zuschiebt, genauso wenig gilt es hier für A-1. Wobei es eben kein A-1 Anime ist. Sondern der Troyca Erstling, der mit Unterstützung von A-1 entstand und einem Haufen Nebenstudios und dem guten Willen, alter Freunde, Arbeitgeber, bzw. Ex Studios (hier ist vor allem Ufotable zu nennen), die hier freundlicherweise unter die Arme griffen und Leute locker machten - Beziehungen halt.
Das CGI ist also so eine Sache ...... wer es jetzt genau war, könnte ich jetzt raus suchen ........ manch ich aber nicht.

Allerdings gibt´s da auch nix zum Aufregen:
Der Anime ist viel, nur ist er Eines sicher nicht, optisch schlecht. Außer man mag den generellen Stil nicht, was aber im Klartext heißt, man mag einen anderen Anime (einen der Anime .......) auch nicht, von dem ich noch nie gehört habe, irgendwas stimmt mit der Optik nicht. Das saßen aber an den Schalthebeln die gleichen Leute dran.
Der Einsatz verschiedener Techniken ist nicht immer Jedermanns Geschmack, allerdings muss ich sagen, ich hab die Mechakämpfe eigentlich ganz nice gefunden, grade weil die Mecha sich auch wie Mecha bewegt haben, bzw. wie ich es mir vorstellen kann, was schwierig zu erklären ist, jedoch einfach passt.
Auch hat man sich recht große Mühe gegeben, grade die Erdmecha etwas realistisch auszustatten, ergo mit Sicherheitsmaßnahmen im Cockpit und mit nachvollziehbaren Waffen und Systemen usw.
Die Mecha vom Mars stellen dazu quasi den Gegenentwurf dar, weil ganz anders, weil Außerirdisch, weil überlegen, weil ein Relikt .......
Und ganz gleich was die Meinung Anderer ist, ich finde, auch die Bewegungen waren sehr nice, dass CGI gut integriert und ordentliche Action, ich fand einfach es passt.

Doch, sich nur auf CGI zu konzentrieren wäre falsch, weil der Anime eben nicht nur CGI ist. Und ich mochte das CGI eigentlich.

Der Rest des Anime ist Top gezeichnet und animiert, ohne Einbrüche und hat eine ganz eigenen Stil, indem die Linien die die Figuren abgrenzen sehr fein gezeichnet sind, was die Optik etwas von 0815 wegbringt, was aber weder besser noch schlechter ist.
Und da rede ich von der Airing Variante - ja, es geht. Aring sah gut aus und fertig. Alleine dafür ............
Ich meine, alleine die Details bei den Waffen - dies ist immer ein Indikator - grade im Airing werde da oft Details ausgespart, die erst im der Datenträgervariante ergänzt werden, doch hier eben nicht .......
Wie immer mag es aber nicht Jedem zusagen, ich persönlich war anfange etwas unentschlossen, fand es aber nach einiger Zeit einen ganz netten Stil.

Man kann natürlich über so viele Dinge streiten, ergo über Charakterdesigns, Ausstattung oder über die Pseudo Physik usw. Doch da kommen Wir doch in Richtung Ansichtssache.

Figuren? Wie gesagt, ich sehe hier keine Schwäche - in Staffel 1. Staffel 2, ja, da bin ich voll dabei, allerdings ist auch schwer Staffel 1 zu überbieten .......... Aber okay, ich hab die Figuren in Staffel 1 super ausgearbeitet empfunden und super erdacht, genug waren auch noch Staffel 2 okay und ich muss ausdrücklich, da waren viele Figuren dabei, die es nicht gebraucht hätte, die aber zeigen, hier war viel Herzblut drin und verdammt viele Ideen und der Wille "eine Welt zu erschaffen".
Dass man in Staffel 2 dann einer Figur den Part des Antagonisten aufdrückt und es ihn alleine ausbaden lässt, inkls. einiger zu beliebiger Wendungen, naja, Staffel 2 hat auch nicht die Bewertung von Staffel 1 von mir bekommen.
Dazu gibt es auch genug Figuren, die eben nicht nur für die zwei Seiten - Mars und Erde stehen, sonder eben ganz eigene Ziele verfolgen und oft genug ziemlich "grau", ja sogar Seiten wechselnd auftreten. Und nein, es sind eben auch nicht nur 2 Seiten, sondern mehr. Auch hier, Staffel 1 ist besser.

Story? Naja, es ist Krieg, etliche Leute wollen es, etliche wollen es nicht, manche erfüllen ihren ihren Zweck, manche werden benutzt, andere benutzen, ein Dreieck der Anziehung, eine Spirale von Gewalt und Schicksal ....... also so übel fand ich es jetzt nicht.


Also was soll ich sagen, ich bin mal nicht der gleichen Meinung. Vermutlich weil ich Fanboy bin ..........
Trotzdem schöne Grüße;)

Live is good
Sniperace
Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von Sniperace.

Aldnoah.Zero 2 Wochen 5 Tage her #826828

Das ist doch mal ein krasser Zufall:
Gestern und heute habe ich, nach locker 4 Jahre Pause seit dem ersten Schauen, mal wieder Aldnoah-Zero rewatched.
Und heute nun dieser Artikel!

Seid vorab gewarnt:
Ausser ein paar sehr benebelten Romantikern stimmt so ziemlich jeder überein dass Slaine Troyard mit Abstand einer der dümmsten und unnötigsten Charaktere aller Zeiten ist. Gegen den ist Sakura ein Engel! :O

Aber ansonsten eine sehr gute Show, wenn man vom Schandfleck Slaine mal absieht! :-)

Aldnoah.Zero 2 Wochen 5 Tage her #826833

Erstmal Danke für die Review.

Ich kann mich größenteils der Meinung anschließen.
Animationstechnisch kann man vielleicht manchmal etwas meckern. Aber gerade beim Design der Alien-Kataphrakte oder der Erd-Kataphrakte muss ich sagen die sehen wirklich toll aus.

Story: Krieg halt? Da hab ich jetzt keine Revolution erwartet. Brauchte es auch nicht?
Gut auch wenn man Gen Urobuchi liest, wobei ich glaube der war nur für die ersten Folgen beteiligt... genaueres weiß ich leider auch nicht.

Musik: Sawano halt ^^" - ich hab nicht ohne Grund Keep on Keeping on , [email protected]//LESS und AlieZ auf meinem Handy \(>.<)/

Charaktere: Ich denke Inaho und Slain haben einen guten Job gemacht. Die Prinzessin wird nur als Werkzeugs auf beiden Seiten genutzt.
Von daher kann ich da nicht meckern.
Ich denke aber es fehlt den Nebencharakteren etwas zu sehr an Relevanz.


Also insgesamt die erste Staffel ist wirklich sehr gelungen. Da hat die Zweite leider einige Abstriche mehr.
Aber ich würde Aldnoah Zero als sehenswert weiterempfehlen.
Für einen Action-Mecha macht der Anime nämlich seinen Job *o-run*
Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]
Folgende Benutzer bedankten sich: Nicht_Peter

Aldnoah.Zero 2 Wochen 4 Tage her #826845

Fand den Anime eigentlich ganz gut. Der Grund dafür, dass ich ihn angefangen habe, war ehrlich gesagt der Soundtrack von Sawano - der auch nicht enttäuscht *o-love* Die Animationen kommen dann an zweiter Stelle. Sehen echt toll aus! Es ist schon etwas her, dass ich den Anime geschaut habe, deshalb kann ich jetzt nichts Ausführliches schreiben, aber manchmal war mir das doch ein bisschen zu viel von dem, was du 'Fokus' nennst... Ein Krieg zwischen Erde und Mars, der die ganze Menschheit in den Untergang schicken könnte (und so weiter und so fort...) und das einzige, was hier gezeigt wird, ist dieser ach so krasse Oberstufenschüler und unser Protagonist Inaho?? Da hätte man ja wohl ein klitzekleines bissl mehr draus machen können. Es ist sonst nicht gerade glaubwürdig, dass es um die Zukunft der ganzen Menschheit geht.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Nimouto.

Aldnoah.Zero 1 Woche 3 Tage her #827162

Großes Lob an die Rezension erstmal.
Ich für meinen Teil kann zusammenfassend nur sagen, dass Aldnoah.Zero ist der erste Versuch von A-1-Studios bei einem Mecha-Anime ist. Obwohl der Plot etwas üblich ist, beschließt eine Gruppe von Individuen, gegen eine stärkere gegnerische Kraft zu kämpfen. In diesem Fall handelt es sich um einen Bürgerkrieg zwischen der Erde und einem technologisch fortgeschritteneren Mars. Das Tempo der Geschichte ist gut, mit Hintergrundgeschichten und Aunschauungen, die in der gesamten Serie in kleinen Mengen platziert werden. Die einzelnen Elemente der Geschichte sind interessant und sehenswert. Jede Episode ist einzigartig und wird mit jeder neuen Wendung schön ausgeführt.
Mir hat er sehr gefallen und dazu angeregt mir auch den Manga zu hohlen.
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