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THEMA: Re:CREATORS

Re:CREATORS 1 Jahr 3 Tage her #805688

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Ob fiktional oder nacherzählt, ob positiv oder negativ – Geschichten stellen einen wichtigen Teil des Lebens eines jeden Menschen dar. Während die Wiedergabe realer Geschehnisse der Vergangenheit einen offensichtlichen Nutzen birgt, lässt sich der Hang zu selbsterdachten Werken primär mit dem Drang zur Auslebung der eigenen Kreativität begründen. Scheinbar sinnloserweise fühlen, lachen und weinen wir mit diesen non-existenten Charakteren – ein Teil der Unvollkommenheit, die den Menschen erst wirklich menschlich macht. Doch was wäre, wenn diese lediglich unseren Köpfen entstammenden Welten und Geschichten wirklich existieren würden, wenn wir mithilfe unserer Vorstellungskraft durchweg ganze Universen erschaffen? Wie würden unsere Kreationen auf diese Nachricht reagieren und was würden sie ihren jeweiligen Schöpfern sagen wollen? Und sind wir vielleicht selbst nur Teil einer Geschichte, die in einem Paralleluniversum der Unterhaltung dient?

Diese philosophischen Fragen stehen im Mittelpunkt von Ei Aokis neustem TV-Anime Re:CREATORS. Der 44-jährige Regisseur, dessen unverkennbarer Stil Fans bereits aus Aldnoah.Zero oder auch Fate/Zero bekannt sein dürfte, kreierte die Handlung sowie das Design der Action-Serie selbstverständlich nicht selbst, sondern konnte sich auf prominente Hilfe in Person von Black Lagoon-Mangaka Rei Hiroe verlassen. Das 22 Folgen umfassende Werk fand vergangenen September sein Ende und ist hierzulande auf Amazon Video für Prime-Mitglieder kostenlos verfügbar.

So tiefgründig und anspruchsvoll die Thematik des Werkes wirkt, so simpel beginnt es letztendlich – mit einem normalen Menschen. Souta Mizushino ist ein typischer japanischer Oberschüler. Er liest Mangas und Light-Novels, schaut Animes und interessiert sich dafür, sich in seinem weiteren Leben auch beruflich kreativ in diesen Bereichen zu betätigen. Doch alles ändert sich, als eines Tages für ihn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen und er sich inmitten der Kampfszene eines Mecha-Animes wiederfindet. Zurück in der realen Welt wird Souta klar, dass es hierbei nicht um ihn geht. Immer mehr Charaktere aus bekannten Werken gelangen auf unerklärliche Art und Weise in die Realität und müssen sich dort mit den eingangs gestellten Fragen auseinandersetzen. Wie sollen sie darauf reagieren, dass ihre teils gewalttätigen Welten lediglich der Unterhaltung anderer dienen? Wie sollen sie ihren Schöpfern gegenübertreten? Dankbar, fordernd oder doch hasserfüllt? Und wer ist diese mysteriöse Frau mit scheinbar grenzenlosen Fähigkeiten, die höchstwahrscheinlich für die Verschmelzung der Welten verantwortlich ist? Fraktionen werden sich bilden und Kämpfe entstehen. Wird die Realität dies überstehen?

Wie bereits angedeutet, versteift sich das Werk nicht auf Souta als klaren Protagonisten, sondern nutzt ihn lediglich als Einstiegspunkt in die Handlung. Bereits nach wenigen Folgen wechselt die Serie ihren Fokus und erzählt die Geschichte aus der Sicht verschiedenster sogenannter „Kreationen“. Die Nutzung eines Ensemble-Cast mag auf den ersten Blick etwas seltsam und unbeholfen wirken, stellt sich jedoch in Anbetracht der Umsetzung als großartige Design-Entscheidung heraus. So verfügt der Anime über ein Sortiment an Charakter-Archetypen, die man ohne ein solches Konzept niemals zusammen in einem Werk unterbringen könnte. Angefangen beim Mecha-Piloten Rui Kanoya, der den klassischen Shounen-Protagonisten repräsentiert, über den verbitterten Detektiv Blitz Talker, der einem Seinen-Manga entstammt, bis hin zu Alicetaria February, die man beinahe als weibliche Inkarnation von Guts aus Berserk betrachten kann. Ja selbst Magical Girls, Videospiel-Rivalen sowie Light-Novel-Bösewichte fährt die Serie auf und achtet hierbei auf kleinste Details, wodurch die Interaktionen der einzelnen Kreationen miteinander zu den absoluten Highlights des Animes zu zählen sind. Dies gilt grundsätzlich für die Dialoge und Verhaltensweisen, findet jedoch auch in den zahlreichen Kämpfen des Werkes Anwendung. So unterscheiden sich die Charaktere anders als bei beispielsweise Drifters nicht nur nach Nationalität und Epoche, sondern entstammen vollkommen verschiedenen Genres und Medien. Spätestens, wenn sich das angesprochene Magical Girl erstmals der Realität des Tötens stellen muss oder ein weiblicher Ritter auf einem fliegenden Pferd gegen einen gigantischen Mech in den Kampf zieht, kann sich der geneigte Action-Konsument das Grinsen kaum mehr verkneifen.

Eine typische Schwäche von Anime-Serien, die sich auf einen großen Cast an variablen Kämpfern stützen, ist zumeist, dass sich die Handlung eher wie eine lose Basis zur Legitimation möglichst vieler verschiedener Kämpfe anfühlt. Dass dies auf Re:CREATORS nicht zutrifft, ist größtenteils der philosophisch angehauchten Prämisse geschuldet. So steht die Action über die gesamte erste Serienhälfte nicht wirklich im Mittelpunkt der Geschichte; stattdessen investiert das Werk einen Großteil seiner Laufzeit in die Aufarbeitung der eingangs gestellten Fragen in Form von Dialogen. Dieser etwas andersartige Fokus verleiht dem Anime durchaus einen ganz eigenen Charme, kann jedoch stellenweise etwas zäh wirken. So wurde beim Schreiben des Skripts wohl vergessen, dass es sich bei Komplexität und Anspruch keineswegs um Synonyme handelt. Dies resultiert darin, dass sich die Serie stellenweise selbst für etwas zu intelligent und interessant einschätzt und deshalb den Zuschauer mit langen, ausladenden Gesprächen über absolut nichts und niemanden bombardiert. Nach einer sehr actionarmen Serien-Mitte sollte somit jeder Zuschauer erleichtert sein, dass sich das Finale des Werkes hauptsächlich auf das Kampfgeschehen fokussiert. Insgesamt lässt sich die Handlung sicherlich nicht als starken Aspekt des Animes bezeichnen, jedoch bildet sie einen durchaus ordentlichen Rahmen für die einzelnen Bestandteile des umfangreichen Konzepts.

Ähnlich verhält es sich mit den menschlichen Charakteren, die leider gerade im Vergleich zu den Kreationen jegliche Inspiration und Kreativität vermissen lassen. Sicher, der Kontrast zwischen diesen Gruppen wird wahrscheinlich beabsichtigt sein, realistischen Personen jedoch jegliche Persönlichkeit oder rationale Emotionen zu verweigern, hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack. Während die recht hintergründigen Parts der meisten solchen Figuren somit positiv anzurechnen sind, entwickelt sich diese Gegebenheit beim Pseudo-Protagonisten Souta zu einer handfesten Schwäche des Werkes. Dem Oberschüler fehlt nämlich nicht nur eine erträgliche Persönlichkeit, sondern größtenteils sogar eine richtige Rolle im Werk. Dieser Charakter macht nichts, weiß nichts und kann nichts, wodurch die verzweifelten Versuche der Autoren, ihm gegen Ende der Serie noch irgendeine Relevanz zu verleihen, sehr störend wirken. Den einzigen Lichtblick stellt hierbei wie so oft die Performance des Synchronsprechers Daiki Yamashita dar, der es immerhin schafft, Souta auf eine seltsame Art und Weise sympathisch zu machen.

Dies mag jetzt alles recht negativ wirken, wer jedoch bereits eine Serie von Ei Aoki gesehen hat, kann sich an diesem Punkt bereits denken, dass den meisten Zuschauern die eben genannten Dinge recht egal sein dürften. Was Re:CREATORS (und eigentlich auch jede andere Serie des Regisseurs) ausmacht, ist die visuelle und dramaturgische Inszenierung des Konzepts. Hierfür zeigt sich Aoki meist um einiges verspielter und mutiger beim Einsatz komplexerer Perspektiven und Choreographien, als es sonst in der Branche üblich ist. Im Falle dieses Werks resultiert dies in einer stellenweise eindrucksvollen Materialschlacht, die trotz merklich keineswegs astromischen Budgets mit interessanten Kamerafahrten und guten Key-Animationen aufwarten kann. Die vielfältigen Charakterdesigns von Rei Hiroe bilden eine starke Symbiose mit den detailreichen Hintergründen und die Beleuchtung samt Lens Flares sowie Partikeleffekte sorgen für eine meist chaotische aber durchweg elegante visuelle Gestaltung. Lediglich die Animationen der Gesichter könnten stellenweise etwas mehr Liebe zum Detail vertragen, an dieser Stelle merkt man doch, dass es sich bei Troyca eben nicht um ein AAA-Studio handelt.

Der musikalischen Untermalung kann man hingegen so viele As zuweisen, wie es einem beliebt. Bei Hiroyuki Sawano handelt es sich spätestens seit Attack on Titan und Guilty Crown um einen großen Star und er liefert hier erneut einen starken Soundtrack ab. Die einzelnen meist Techno-lastigen Stücke tragen die Aoki-typisch durchweg darauf geschnittenen Action-Szenen beinahe im Alleingang und auch in den ruhigeren Sequenzen können die langsamen Melodien überzeugen. Zudem hatte Sawano auch bei den beiden Openings seine Finger im Spiel, wodurch die gesamte Untermalung einen in sich abgeschlossenen, befriedigenden Eindruck hinterlässt.

Zusammenfassend lässt sich Re:CREATORS als eine Serie bezeichnen, bei der jeder Action-Fan auf seine Kosten kommen sollte. Ei Aokis sehr eigener Stil sowie Hiroyuki Sawanos musikalische Begleitung schaffen es beinahe perfekt, die vielen interessanten Kreationen von Rei Hiroe in Szene zu setzen. Ob der Anime auch befriedigende Antworten auf die eingangs gestellten philosophischen Fragen hat, hängt hingegen mehr oder weniger vom Interesse des Zuschauers ab, den teils ausladenden und etwas zu unnötig komplexen Dialogen aufmerksam zu folgen. Unterhalten kann der absurde Mix auf jeden Fall. Ob mehr oder weniger als unsere eigene Geschichte – ja das können nur unsere Schöpfer beantworten.

Cube

Letzte Änderung: 1 Jahr 16 Stunden her von hYperCubeHD.

Re:CREATORS 1 Jahr 14 Stunden her #805930

Sehr schön ^^

Also Re:Creators hat mich persönlich einfach nur ins Staunen gebracht.
Egal ob die grandiosen Kämpfen, die ganzen Wendungen oder der geniale Soundtrack.

Gut ... die Dialoge sind schon etwas sehr lang, dafür wird aber auch in den Aufbau sehr viel investiert.
Definitiv ein Toptitel 2017 :3
Warnung: Spoiler! [ Zum Anzeigen klicken ]

Re:CREATORS 1 Jahr 14 Stunden her #805932

Ich fand den Anime super, die Story war überzeugend, die kämpfe gut gemacht und der Sound hat auch gepasst. Nur die ganzen erzählungen waren manchmal echt schwer, besonders wenn Meteora losgelet hat :D Letzteres ist vllt auch n Grund warum sich der nicht gut verkauft hat in Japan, an den teilweise naiven chars lags bestimmt nicht xD

Wozu es den Protoganisten überhaupt gab ist mir unklar, bis zuletzt hat er nichts beigetragen oder iwas nützliches gemacht ;)

Re:CREATORS 1 Jahr 13 Stunden her #805939

Stimme der Rezension im Großen und Ganzen zu, aber...
Während die recht hintergründigen Parts der meisten solchen Figuren somit positiv anzurechnen sind, entwickelt sich diese Gegebenheit beim Pseudo-Protagonisten Souta zu einer handfesten Schwäche des Werkes. Dem Oberschüler fehlt nämlich nicht nur eine erträgliche Persönlichkeit, sondern größtenteils sogar eine richtige Rolle im Werk. Dieser Charakter macht nichts, weiß nichts und kann nichts, wodurch die verzweifelten Versuche der Autoren, ihm gegen Ende der Serie noch irgendeine Relevanz zu verleihen, sehr störend wirken.
...hier nicht ganz. Es stimmt zwar, dass Souta kaum wie der Hauptcharakter rüberkommt und meistens nichts zur Geschichte beiträgt. Aber das trifft meiner Meinung nach auf den gesamten Cast zu. Souta ist sehr passiv, doch durch ihn kommt die Geschichte erst richtig ins Rollen und findet auch ein Ende, weshalb er, auch wenn es nicht den Anschein erweckt, essenziell für die Story ist. Was seine Persönlichkeit angeht: Ja, sie ist teilweise unerträglich und nervig, aber das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Im Gegenteil, immerhin HAT er eine Persönlichkeit, die eine - wenn auch geringe - Entwicklung durchmacht und Souta somit über all die Stereotypen stellt. Außerdem muss ja nicht jeder Protagonist lustig und mutig sein, auch Angsthasen haben ihre Daseinsberechtigung. Ich mochte Souta auch nicht, aber man kann mit ihm auskommen und er ist - auch wenn er unwichtig wirkt - auf jeden Fall ein Hauptcharakter, da ohne ihn die Story nicht funktioniert.
Letzte Änderung: 1 Jahr 13 Stunden her von Plinfa-Fan.
Folgende Benutzer bedankten sich: Sniperace

Re:CREATORS 1 Jahr 13 Stunden her #805941

Zuerst soll gesagt sein, dass ich diese Rezension durchaus schätze. Doch da ich Etliches Anders sehe, werde ich nicht mit Kritik sparen, ich hoffe es wird nicht böse aufgenommen.

hYperCubeHD
Während die recht hintergründigen Parts der meisten solchen Figuren somit positiv anzurechnen sind, entwickelt sich diese Gegebenheit beim Pseudo-Protagonisten Souta zu einer handfesten Schwäche des Werkes. Dem Oberschüler fehlt nämlich nicht nur eine erträgliche Persönlichkeit, sondern größtenteils sogar eine richtige Rolle im Werk. Dieser Charakter macht nichts, weiß nichts und kann nichts, wodurch die verzweifelten Versuche der Autoren, ihm gegen Ende der Serie noch irgendeine Relevanz zu verleihen, sehr störend wirken.

Was immer alle gegen Sota haben? Ich hab mich eh schon recht ausführlich im Forum dazu geäußert, doch seine Figur ist eine der besseren in diesem Werk. Er ist nicht unschuldig, ist sich seines Fehlers absolut bewusst und verhält sich auch so wie man es erwarten würde, er zeigt Charakterentwicklung und trägt massiv zur Story bei.
Und er ist auch eine für Rei Hiroe typische Figur.
Dass er wenig Fans hat kann ich nur zu gut verstehen (ich weis ja warum), doch das er nicht der strahlende Held ist macht ihn erst interessant.

Im Endeffekt gibt es nur 4 Wichtige Figuren. MP aka Altair, Sota, Setsuna und natürlich Magane (die ein typische Rei Hiroe Figur ist). Alle anderen Figuren sind austauschbar. Diese 4 Figuren sind es, die den Anime weiterbringen und die Handlungen setzen die entscheidend sind.
Der Rest? Naja. Es gibt bessere Figuren und schlechtere und manche waren furchtbar bis sinnlos.
Nach einer sehr actionarmen Serien-Mitte sollte somit jeder Zuschauer erleichtert sein, dass sich das Finale des Werkes hauptsächlich auf das Kampfgeschehen fokussiert.

Findest Du? Die Action am Ende war nicht nur vergleichsweise unmotiviert und sinnlos, sie war auch nicht DAS Ende. Der Anime war meiner Meinung nach dort am besten, wo die Dialoge ausgezeichnet waren (leider nicht immer) und wo kaum Action vorkam. Ebenfalls war die Action gegen Ende um einen Grad schlechter erdacht als am Anfang und in der Mitte.
Ähnlich verhält es sich mit den menschlichen Charakteren, die leider gerade im Vergleich zu den Kreationen jegliche Inspiration und Kreativität vermissen lassen.

Die Creators waren allemal mehr inspiriert als so manche Creation. Und sie sind ein wichtiger Punkt des Anime, der überdeutlich ist. Er versucht konstant die Vierte Wand zu brechen und ist sowas wie ein (dezenter) Seelenstrip der Branche. Muss man mögen, war aber offensichtlich so gedacht.
Ich muss aber zugeben, bei diesen Figuren wäre ein Haufen mehr Potenzial gewesen.
Dies mag jetzt alles recht negativ wirken, wer jedoch bereits eine Serie von Ei Aoki gesehen hat, kann sich an diesem Punkt bereits denken, dass den meisten Zuschauern die eben genannten Dinge recht egal sein dürften. Was Re:CREATORS (und eigentlich auch jede andere Serie des Regisseurs) ausmacht, ist die visuelle und dramaturgische Inszenierung des Konzepts.

Dies ist Ei Aoki mit seinem eigenen Studio zwar bei Aldnoah.Zero gelungen aber keineswegs bei Re:Creators - zumindest nicht durchgängig. Stellenweise waren schon Parts da, da war die Action sehr nett geplant, doch ein wenig mehr hätte ich mir schon erwartet.
Da hilft auch nicht, dass die Kämpfe größtenteils ohne jedes Hirn abliefen (Magane mal abgesehen) und reines Krach Bum waren. Ebenfalls weit besser in Aldnoah.Zero.
Und nein, mir waren die genannten Dinge (Dialoge usw.) nicht egal.

Actionmäßig war der Anime für mich ein riesen Enttäuschung.
dass es sich bei Troyca eben nicht um ein AAA-Studio handelt.

Es fehlen schlichtweg Mittel, die talentierten Leute hätten sie, die Connections ebenfalls. Aber mit Luft lässt sich nicht viel bewerkstelligen. Und weil sie nun zweimal keinen wirklichen Erfolg gelandet haben, Beautiful Bones und halt Re:C. waren keine Verkaufsrenner, machen sie auch nun einen Idol Anime (Idolish 7) der sollte Geld bringen.
Und Aldnoah.Zero war ebenfalls kein ultimativer Renner (wenn auch okay von den Zahlen), bzw. ein Co Produktion.


Was mich an diesen Anime gewurmt hat:

Diverse Dialoge (wie der mit Blitz T.), die einfach mies waren und keinen oder kaum Sinn ergaben.
Brauchbar Figuren, die in furchtbar und nicht nachvollziehbareren Szenen auf totalen Bullshit reduziert wurden.
Pseudo Philosophie an Stellen wo es keinen Sinn ergab.
Die Action, die einfach enttäuschend war - Krach Bum ist zu wenig.
Figuren die Folgen zuvor eingeführt werden, man ewig wartet, nur um ihnen ein Charakter zu verpassen der sinnloser nicht sein könnte.
Schlechte Figuren:(
Bestimmte Wendungen, die einfach den Anime runter ziehen und weder Sinn ergeben, noch zur Story betragen und dabei noch so schleeeeeecht waren (Selesia).
Die Tatsache, dass etliches ziemlich Sinnlos war (wie im Endkampf) und Logik bzw. ein System nicht vorhanden waren. Die Handlung wirkt grade gegen Ende in den Kämpfen schon sehr beliebig.

Was mir gefallen hat:
Ein ruhiges Ende, dass halbwegs Sinn ergibt und das ich geschätzt hab. (bis auf die Tatsache, dass man einer Figur nicht mal 5 Sekunden Screen Time gab)
Vieldeutiges im Anime, er war voll mit Anspielungen, voll mit mehr oder weniger versteckten Details (wie dem Pyrit;). Und Dingen, die vielen Leuten entgangen sein dürften - Sota - Magane;) Es war ein sehr guter Anime für Vermutungen, was den Thread auch lange machte:)
Querverweise en Masse.
Die besseren Figuren bzw. die Interaktion unter ihnen:
Sota - Setsuna = Tragik, Liebe, Neid, Schuld, Schmerz
Altair
Magane - Sota = die Anziehung zwischen den zwei macht Sinn und wer gut aufpasst, der wird in ihrem letzten Gespräch (einer der Topmomente) so einiges verstehen.
Mamika - Charakterentwicklung
Alicetaria - Charakterentwicklung (und Einfluss auf Magane), ja ich weis, sie war nicht grade clever;)
Die guten Dialoge - hier wäre vor allem die zwischen Sota und Mangane zu erwähnen.
Unscharfe Schwarz Weiß Verteilung - Ende.
So manche Rückblende.
4te Wand Breaks
Original Anime
Musik
Die Tatsache, dass sich die Macher an die Zuseher gewannt haben und ein klein wenig die Branche ansprechen.
Mangane, Mangane, Mangane;)


Mein Fazit zum Anime:

Ich bin mit null Erwartungshaltung rangegangen und dies war die richtige Einstellung. Ich hab hauptsächlich sinnfreie Action erwartet, am Ende war es doch ein wenig mehr.
Zuerst hab ich mich gefreut und war positiv überrascht, dann wurde es etwas schwächer, doch ich war nicht großartig betroffen deswegen. Alles in Allem hat der Anime mit bestimmten Entscheidungen von seitens der Macher einen ganze Haufen verschenkt und stellenweise ruiniert - leider, was dann schon enttäuschend war und was eine Abwertung zu Folge hatte. Der Endkampf war einfach ein großer Haufen Mist.
Was aber nichts daran ändert, dass mir bestimmte Figuren ans Herz gewachsen sind (Mangane, Sota, Setsuna, Mamika usw.) und dass manche Dialoge, Handlungen und Wendungen besser waren als man hätte erwarten dürfen, was leider etwas untergeht, durch die Stellen wo der Anime mittelmäßig bis mauschlecht in diese Richtung war.
Action war eine Enttäuschung - wobei ich der Auffassung bin, dass bei diesem Anime weniger mehr gewesen wäre (gilt vor allem für die am Ende).
Da das mir das Ende aber ausdrücklich zusagt (Action am Ende mal ausgeklammert - diese Folgen waren sinnlos und nicht gut), hat sich der Anime noch gut drüber gerettet und so einiges damit gut gemacht.
Dass ich dem Anime ein 9er Bewertung verpasse hab ich nie wirklich geglaubt, ein 8er Wertung wäre locker drin gewesen, doch Teile von Folge 17, Teile von 18 (wobei hier auch sehr gute Parts sind), und die echt schlechten Folgen 19 und 20 (bis aufs Ende dieser Folge;) haben es verhindert.
7 finde ich okay, wenn man davon ausgeht, dass ich eher positiv bewerte. Zeitverschwendung war es keine.

Zum Abschluss seih noch erwähnt, dass der Anime ein paar Parts hat, die nicht so offensichtlich sind, die aber das Ganze etwas interessanter machen. Hier empfehle ich den Thread, nach Abschluss des Anime.

Live is good
Sniperace
Letzte Änderung: 1 Jahr 12 Stunden her von Sniperace.
Folgende Benutzer bedankten sich: Diaa., Mr.Gin, Gowther, hYperCubeHD, Nicht_Peter, Plinfa-Fan

Re:CREATORS 1 Jahr 11 Stunden her #805952

Story: 6,5/10
Animation/Art: 6/10
Charaktere: 6,5/10
Sound: 8,5/10
Enjoiment: 7/10


Wertung: 7

Insgesamt ist Re; Creators für mich ein Anime mit sehr interessanten Themen und Dialogen, die jedoch oft zu lang gezogen und zu uninteressant dargestellt worden sind. Das ganze Konzept mit dem Treffen des Gottes seiner Welt war ziemlich gut. Die Charaktere waren zwar oft etwas klischeehaft, jedoch sollte das ganze so dargestellt werden, da die Charaktere ja aus beliebten Mainstream Werken kamen. Animation war teilweise gut, teilweise schlecht. Der Soundtrack an sich wäre für mich eine 9,5. Da jedoch ziemlich wenige Tracks zur Verfügung standen kann ich dort nur eine 7,5 geben, welche durch die guten Sound-Effekte und die Sprecher auf eine 8,5 aufgestockt wird :)

P.s.: zur richtigen Einschätzung der Wertung muss ich hinzufügen, dass ich "strenger" werte als das auf Proxer üblich ist. DS-Wertung 5,03
Letzte Änderung: 1 Jahr 11 Stunden her von TheChamikalster.
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