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THEMA: Kekkai Sensen

Kekkai Sensen 3 Jahre 1 Monat her #738061

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New York, New York. If you can make it there, you'll make it anywhere. So ähnlich besangen bereits Liza Minnelli und Frank Sinatra in den 1970er Jahren die Metropole von Welt. Und wenn man nur kurz seine Gedanken schweifen lässt, so wird man feststellen, dass NYC von so ziemlich jeder Facette der Kunst und Kultur schon als Kulisse genutzt wurde. Wann kreuzte das rege Stadtleben denn das letzte Mal euren Weg, ganz gleich in welcher Form? Bei mir agierte es unter dem Mantel eines Anime namens Kekkai Sensen oder, um der Sprachtradition des Staates gerecht zu werden, Blood Blockade Battlefront.


Doch bevor ihr euch nun eine animierte Großstadt vorstellt, in deren Herzen ein blühender Central Park prangt, so muss ich euch enttäuschen. In der Bewegtbildadaption des Manga von Yasuhiro Nightow aus dem Jahr 2015 ist nämlich gar nichts idyllisch oder normal und den lapidaren Namen New York trägt die Ortschaft schon gar nicht. Drei Jahre vor den Geschehnissen des Anime kam es zum sogenannten großen Zusammenbruch, der eine riesige Schneise durch den Dschungel aus Wolkenkratzern und Sehenswürdigkeiten zog. Dieser Riss war jedoch nicht die Folge einer Naturkatastrophe – durch was er verursacht wurde, steht generell nicht zur Debatte – und stellte von heute auf morgen das Leben der Menschen gehörig auf den Kopf. Denn er entpuppte sich als ein Tor zur Anderswelt. Ein Ort, an dem alle möglichen Kreaturen hausen, die man sich nicht im Entferntesten vorstellen kann. Übergroße und grobmotorische Metallwesen, glitschige Zweibeiner mit Stielaugen, rosa Klumpen mit Gesicht, die aussehen wie ausgespuckte Kaugummis. Wirklich, der Fantasie sind nur die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft gesetzt und ich garantiere euch, wenn ihr jede einzelne Szene der Serie aufmerksam schaut, könnt ihr am Ende ein umfassendes Panoptikum zusammenstellen. Während sich Beschwörer mit übernatürlichen Fähigkeiten darum bemühten, das Gebiet an der Westküste der Vereinigten Staaten mittels einer kolossalen Barriere abzusichern, waren Menschen und Monster dazu genötigt, ihre neu entstandene Koexistenz zu akzeptieren. Willkommen in der Welt von Hellsalem's Lot!

Bevor sich die Freunde der Gesellschaftskritik allerdings nun schon voller Vorfreude auf ihrem Bürostuhl im Kreis drehen und an District 9 denken, muss ich euren Elan leider etwas bremsen. Zunächst ist euer Interesse natürlich löblich, doch in Kekkai Sensen geht der Alltag der unterschiedlichen Lebensformen erstaunlich normal voran. Es gibt keine Alien-Slums, man sieht nirgends Anzeichen von Rassismus und insgesamt würde man keine Unterschiede neben den äußerlichen feststellen. Allerdings könnte die Drohung des Vermieters hier wortwörtlich gemeint sein, dass er dir den Kopf abreißen würde, solltest du nicht langsam mal deine Miete blechen.
In diesem sympathischen Chaos findet sich der junge Mensch Leonardo Watch wieder. Der Wuschelkopf sitzt geistesabwesend in seinem Stammlokal, als ihm ein kleines weißes Äffchen seine Kamera klaut. Er nimmt die Verfolgung auf, rempelt durch Passanten, an Autos vorbei und merkt dabei gar nicht, wohin ihn seine Füße tragen. Plötzlich sind Straßenlärm, Stimmen und Staubwolken nur noch Hintergrundmusik, als Leos Gesicht Bekanntschaft mit der Schuhsohle von Zapp Renfro macht. Das Großmaul ganz in weiß redet irgendetwas über ein versäumtes Treffen und ob der Bube überhaupt das Zeug hätte, für Libra zu arbeiten. Libra. Was wie ein Club für Streber klingt, ist in Wahrheit eine Untergrundorganisation, die sich der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in Hellsalem's Lot verschrieben hat. Und da ihre Existenz lediglich ein Gerücht ist, siegt die Neugier des Jungen und er trottet Zapp hinterher, während er vergeblich versucht, seine Situation zu erklären. Doch als er den Fahrstuhl betritt und ins Herz Libras auffährt, vergisst er all seine Bedenken und wird in einem edlen Saal dem kuriosen Zirkel vorgestellt. Jedes Mitglied ist im Besitz von Superkräften, manche auf Basis von Blut. Doch das klingt weitaus bedrohlicher, als es in Wahrheit ist, was man spätestens dann erkennt, wenn die Experten in gewohnter Manier ihre Fähigkeiten im Einsatz mit vollem Namen aussprechen. Klaus von Reinhertz, Vorsitzender des Bundes, setzt getreu seines Namens auch auf eine Vielzahl deutsch betitelter Stärken, die teils endlos lange Umschreibungen haben oder auch mal nur fast richtig übersetzt wurden („Wirbelstrum“). Nun stellt sich die berechtigte Frage, weshalb die X-Men einen Normalo in ihre Reihen aufnehmen sollten. Da bleibt zu sagen: Schaut genauer hin, denn Leonardos Augenlicht ist mehr, als es scheint. Er trägt die allsehenden Augen der Götter statt menschlichen, die ihn seit seinem ersten Tag in der Stadt zeichnen. Damals begegnete ihm und seiner Schwester ein mysteriöses Wesen, welches ihm diese Gabe auf Kosten der Sehfähigkeit seiner blutsverwandten anderen Hälfte gab. Seither ist der kleine Bruder auf der Suche nach einem Heilmittel. Dennoch haben die Glubscher ihre Vorteile, denn sie durchschauen jede Illusion und zeigen die Geheimnisse jedes übernatürlichen Phänomens auf. Mit dieser Macht wird Leo schnell zu einer festen Größe innerhalb von Libra und erkämpft sich Stück für Stück den Respekt seiner Mitstreiter.

Eine hektische Metropole, ein byzantinisches Gefüge und mittendrin ein hibbeliger, unerfahrener Tunichtgut. Kekkai Sensen verspricht, was es halten kann: jede Menge Humor und geballte Action … in ziemlich gut. Koshihiro Kawamoto gelingt es, erneut sein Händchen für ansprechende Charakterdesigns unter Beweis zu stellen, wie ihm das bereits bei Cowboy Bebop glückte. Jede wichtige Person besitzt kernige Macken und kann der Bezeichnung Individuum frönen. Klaus sieht dank seines mächtigen Kiefers und den kleinen herausragenden Eckzähnen aus wie eine Mischung aus Mensch und Ork. Die Femme Fatale Chain betört durch eine grazile und filigrane Standtechnik, Scharfschützin K.K. kommt mit Augenklappe und Mantel daher und dann gibt es da noch das Mischwesen aus Schönling Dog Hummer und Serienmörder Deldro Brody, über deren Symbiose ich wohl nur sagen kann: Liebe überwindet alle Grenzen. Mein persönliches Highlight dürfte jedoch Blitz T. „Lucky“ Abrams sein, der unter dem Fluch eines Vampirs steht. Der sorgt dafür, dass ihm selbst nie ein Unglück widerfährt, während es sein Umfeld doppelt und dreifach heimsucht. Im Ernst. Klaus und Co. wissen, dass er in der Stadt ist, weil am Flughafen ohne jedweden Grund eine Maschine explodiert.
In zunächst episodenhaftem Aufbau folgen wir dem Tagesgeschäft von Libra und bewundern immer wieder den Einfallsreichtum des Autors. So muss unser Halbork einen Broker in Prosfair besiegen, um an wichtige Informationen zu kommen. Das ist ein Brettspiel, welches entfernt an eine Mischung aus Schach und Dame erinnert, aber neben dem Hauptbrett auf vier Nebenbrettern gespielt wird. Und weil es schlichtweg so hochkomplex und kompliziert ist, wird gar nicht erst der Versuch unternommen, dem Zuschauer die Regeln begreiflich zu machen. Also genießen wir den Anblick, während im Hintergrund die Ode an die Freude läuft. Die Zahl der Momente, in denen man ratlos und halb überfordert vor dem Bildschirm sitzt, häufen sich. Zu wie viel Absurdität man sich steigern kann, muss wahrlich eine eigene Kunst sein. Zum Finale hin versucht sich die Serie jedoch in eine ernste Handlung zu verwandeln. Die Grundlage legt sie schon früh, indem sie subtil die Zwillinge Black und White einführt. White, die im Krankenhaus liegt und Leonardo nach einem seiner Einsätze dort trifft, als der Doktor ihn zusammenflickt, freundet sich schnell mit ihm an. Aus Scherz sagt sie zu ihm, dass sie ein Geist sei und auch wenn wir schnell eines Besseren belehrt werden, fragen wir uns zum Schluss, ob sie nicht vielleicht doch irgendwo die Wahrheit sprach. Näher auf ihren Bruder, der sich als Black vorstellt, einzugehen, würde nur die Spannung verderben. Als Appetithappen soll lediglich angemerkt sein, dass beide Figuren nicht ohne Grund von derselben Seiyuu, Rie Kugimiya (Taiga in Toradora!), gesprochen werden.

Bevor ich zu den technischen Details übergehe, möchte ich mein Augenmerk auf eine spezielle Folge richten, die mich völlig kalt erwischte. Manchmal bin ich eben doch ein simpel gestrickter Mensch. Achtung! Dieser Abschnitt enthält Spoiler. Überspringt ihn notfalls. In der Mitte der Serie begegnet Leonardo dem wandelnden Pilz Amagranoff Luozontam Ouv Lee Nej. Der kleine Zeitgenosse ist absoluter Fan von Cheeseburgern und würde alles dafür geben. Leo teilt mit ihm und die beiden werden gute Freunde. An dieser Stelle haben Nightow und Kawamoto einen Charakter geschaffen, den ich nur lieben kann. Es tat mir furchtbar leid, als Leo bemerkte, wie zwei Kraftfahrzeugfahrer das Vierfache von Nej dafür verlangten, ihm das Fast Food zu kaufen, weil er sich selbst nicht traute. Doch das war nur die Spitze des Eisberges. Als die beiden wenig später Nej in einen Verkehrsunfall verwickeln, prügeln sie anschließend aus Wut über dessen Ungeschick auf den wehrlos am Boden Liegenden ein, bis dieser eine Wolke aus Sporen aus seinem Kopf absondert, die alle im Wirkungsradius einschläfert und mit einer leichten Amnesie versieht. Einer der beiden Taugenichtse bleibt durch Zufall allerdings davon verschont und so beschließen beide, den armen Nej zu entführen, um sich von ihren Schulden zu befreien. Denn solange sie in der Lage wären, ihren Gläubiger stets vergessen zu lassen, dass sie ihm noch Geld schuldig sind, würde er sie gewiss nicht weiter behelligen. Leonardo, der in die Entführung verwickelt wird, muss hilflos mit ansehen, wie der Kleine mit Baseballschlägern verdroschen wird. Es zerbrach mir gelinde gesagt das Herz. Die ganze Zeit hoffte ich, dass die Misere doch endlich ende, der Held mit den Götteraugen einschreitet. Die Folge bekam ihr Happy End, aber dieses sorgte dennoch dafür, dass eine kleine Träne mein Lächeln trübte.

Wie ihr seht, wurde hier ein absolut kohärenter und liebenswürdiger Kosmos geschaffen, in dem sich alles mit solch einer grazilen Eleganz zusammenfügt, dass es fast schon unheimlich ist. Da der Anime noch relativ jung ist, sieht er entsprechend frisch aus. Dafür hat Studio Bones schon gesorgt und ist nicht davor zurückgeschreckt, auch gut eingestreutes CGI zu verwenden. Gelegentlich bricht man mit dem Zeichenstil, greift auf eher comichafte Schemata zurück und in einigen wenigen Szenen sogar auf den Chibi-Stil. Überladen wirkt das Gesamtpaket dabei nicht. Dafür ist die Dynamik der Episoden einfach zu passend. Musikalisch lassen sich zuweilen einige jazzige Einflüsse erkennen. Am Markantesten sind jedoch die ungewöhnlich vielen klassischen Lieder. Neben der bereits erwähnten Ode an die Freude von Beethoven wird des Öfteren ein Teil der Ouvertüre aus Mozarts Zauberflöte gepfiffen und in den letzten Folgen darf man einige Male den 1. Satz von Erik Saties Gymnopédies genießen. Ja, Klassik macht eben alles erhabener.

Kekkai Sensen hat mich überaus positiv überrascht, die frühzeitige Lizenzierung durch KSM dagegen nicht. Das beschreibt meine Gedanken über dieses Werk am besten. Nach dem vorwiegend komödiantischen Start hatte ich mich auf spaßiges Kino eingestellt. Doch der Anime kann mehr, geht sicher auf sein gelungenes Finale zu und hinterlässt ein Universum, von dem sich so mancher Fantasy-Autor eine Scheibe abschneiden kann. Andererseits wirkt die Limousine, in die unsere Friedensstifter ab und an steigen, sehr inspiriert vom Nautilusmobil aus Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen von 2003. Das ist aber auch extrem nobel. Nichtsdestotrotz hatte auch ein Da Vinci Vorbilder. Ich kann nur sagen, schaut euch dieses Potpourri potenzieller epileptischer Anfälle an. Ihr werdet es nicht bereuen. Ist so. Wirklich.

Es verbleibt mit Beredtheit
Aston
(Weitere Bilder zum Anime findet ihr in unserer Galerie unter dem Tag Kekkai Sensen.)


Danke @Joliee für die künstlerische Aufwertung


Sieh mal, wer da twittert.
Letzte Änderung: 3 Jahre 1 Monat her von Aston.

Kekkai Sensen 3 Jahre 1 Monat her #738506

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Vielen dank für die Rezension, lieber Aston. Ich fand es tatsächlich sehr erfrischend, auch mal einen anderen - vor allem aber auch positiven Blickwinkel - auf das Werk zu ergattern, dass mir persönlich sowohl Freude als auch Kummer bereitet hat.

Ich stimme in dem Punkt überein, dass der Autor versucht, viele Individuen in den Anime zu werfen, die allein durch ihre Fähigkeiten stark herausstechen. Für mich persönlich war es das dann aber auch. Viele Charaktere wurden kaum beleuchtet oder hatten einfach zu wenig Screentime, als dass man sich an sie hätte gewöhnen können. Teilweise sind mitten im Anime wieder Charaktere aufgetaucht, die man schon etwas längere Zeit nicht mehr gesehen hat - und die infolgedessen auch noch kaum in meinem Siebgehirn existent waren.

Aston schrieb:
Die Grundlage legt sie schon früh, indem sie subtil die Zwillinge Black und White einführt. White, die im Krankenhaus liegt und Leonardo nach einem seiner Einsätze dort trifft, als der Doktor ihn zusammenflickt, freundet sich schnell mit ihm an
Die Grundlage dafür wurde in der Tat schon früh gelegt, und hat es dem Zuschauer ermöglicht, Rätseleien über die Bedeutung der beiden Figuren hervorzurufen - zumindest bei mir. Nur zu gerne erinnere ich mich an den wilden Austausch von Theorien mit Gowther hier im Airingbereich ... im Nachhinein ist diese Grundlage aber recht bröckelig und unspektakulär gewesen. Tatsächlich dachte ich, dass es eine großartige Auflösung geben würde, die mein Mystery-Herz langfristig an den Anime binden könnte. Dem war leider nicht so, weshalb mich das Finale (auf das ich schließlich so einige Monate gewartet hatte) herb enttäuschte. Meine Hoffnung auf eine gut gelungene Story, die ich auf halben Weg schon aufgegeben hatte, wurde mit dieser letzten Episode endültig erstickt.
Tatsächlich hätten mir so einige der Auflösungen, die war damals im besagten Kekkai Sensen-Thread aufgestellt hatten, deutlich besser gefallen.

Letzten Endes kann ich dir dennoch in dem Punkt zustimmen, dass hier wirklich eine absolut verrückte Welt geschaffen wird, die dem Zuschauer Explosionen und sich überschlagende Ereignisse bieten kann. Die Welt und auch die Charaktere haben Lust auf mehr gemacht. Die Comedyeinlagen, die ich persönlich leider wenig erheiternd und stellenweise als unnötig empfand, haben diesem Charme allerdings viel genommen.

Ich denke, wer einen Anime mit viel bunter Action sucht, wird hier fündig werden - meine Erwartungshaltung war zum damaligen Release allerdings eine andere (und hier lag vielleicht auch der Fehler). Die Storyline an sich ist in meinen Augen aber dennoch sehr schwach gehalten, und könnte auch in 4-5 Folgen erzählt werden.
In deiner Rezension hast du allerdings wunderbar malerisch diese abstruse Welt von Kekkai Sensen beschrieben, sodass ich so einige Szenen aus dem Anime wieder vor meinem inneren Auge "miterleben" durfte - insofern bedanke ich mich ein weiteres (abschließendes) mal für die Rezension. ^^
Letzte Änderung: 3 Jahre 1 Monat her von Deviltoon.
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Kekkai Sensen 3 Jahre 1 Monat her #738512

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*o-pfeif*
Guter Anime, nur ehrlich gesagt hatte ich mir im Vorfeld mehr erwartet. Yasuhiro Nightow ist ja ziemlich bekannt, jedoch ist dieses Werk nicht sein Bestes (zumindet meiner Meinung).


Der Anime strotzt nur so von Ideen, was man ihm lassen muss. Die Atmosphäre ist auch sehr nett. Er ist wohltuend anders, was ebenfalls nett ist, was aber zum Teil auch nerven kann. Denn einen Schwachpunt hat der Anime, er ist manchmal verwirrend, an vielen Stellen zu komplex und zu allem Übel auch noch zu kurz.
Zu kurz, ein Stichwort. Der Anime hätte meiner Meinung nach durchaus was werden können, wäre mehr Zeit zu Verfügung gestanden, so werden aber viel zu viele Eindrücke auf einmal auf die Seher losgelassen, was mich persönlich oft den Anime zurück spulen hat lassen;)

Die Idee hinter diesem Anime ist super, nur wäre manchmal weniger mehr. So wird man mit Sinneseindrücken, Story, viiiiiiiiel zu vielen Charakteren regelrecht bombardiert. Eine erkennbare Erzähllinie wäre hier schön gewesen, den so haben mich eigentlich nur einzelne Folgen (wie die Mit dem Pilz, die wirklich gut geworden ist:) sowie die Idee beindruckt und nicht der Anime generell.

Allerding muss ich anmerken, dass der Anime gegen Ende wesentlich bessere Balance bekommen hat, der nun geradlinigeren Story seih Dank. Das Ende ist schön dramatisch und kunstvoll umgesetzt. Hier war ich dann echt traurig, dass die Folgenzahl so kurz war.

Was die Musik angeht, so gibt's auch von mir ein großen Daumen:)
*o-gj*
Auch die klassischen Stücke haben sehr gut gepasst. Klassik wird leider viel zu selten in Animes benutzt. Ein rühmliche Ausnahme wäre hier "Legend of (the) Galactic Heroes".


Dieser Anime ist ein Bereicherung, allerdings auch etwas zu chaotisch und von der Geschwindigkeit her wie auf Drogen, wobei nicht klar ist, ob es auch so von den Machern gewollt war oder ob man sich verschätzt hat. Denn gegen Ende wird dieser Anime immer mehr zu Dem, was ich so an Nightows Werken mag, eine gute Kombination mit dem gewissen "anderen" Etwas.

Danke für die Rezension Aston, einer der Anime, den man kenne sollte, sich aber auch Jeder selbst eine Meinung darüber bilden sollte.

Schöne Grüße
Sniperace
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