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THEMA: C: The Money of soul and possibility Control

C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 10 Monate her #395217

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Nichts wird zugleich so sehr begehrt und gehasst wie Geld. Wir können unser Leben mit schönen, innovativen und hilfreichen Dingen bereichern, wenn wir viel davon besitzen. Doch wenn es uns daran mangelt, kann es unsere Zukunft einengen, wie kaum etwas anderes. Nichts macht uns abhängiger, als dieses abstrakte Tauschmittel, welches wir Geld nennen. Grausam und unentbehrlich zugleich. Diesen Gegensatz vermag uns die Serie „C: The Money of Soul and possibility Control“ kunstvoll zu präsentieren, sie ist eine Metapher für all das, was Geld für die Menschheit bedeutet. Gleich zu Anfang wird die Frage aufgeworfen: „Ist Geld einfach nur Geld oder – ist es viel mehr als das?“ Dieser Anime ist viel realistischer, als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Aus diesem Grunde hat er es sich verdient, Mittelpunkt meiner dieswöchigen Recommendation zu sein.

Der Wirtschaftsstudent Kimimaro Yoga ist knapp bei Kasse, es bleibt ihm nichts anderes übrig, als neben dem harten Studium durch mehrere Teilzeitjobs Geld zu verdienen. Trotz dessen kann er sich nicht einmal ein Handy leisten, geschweige denn Freizeitaktivitäten nachgehen. Die Aussicht auf Besserung ist alles andere als rosig. Doch mit einem Mal eröffnet sich ihm eine kuriose, aber vielversprechende Möglichkeit: Eine zwielichtige Gestalt, die sich als Masakaki von der Handelsabteilung der Chaos Bank vorstellt und zugleich einem Zauberer und Clown ähnelt, taucht bei ihm auf und macht ihm ein Angebot. Er verlangt lediglich Kimimaros Zukunft als eine Art Kreditsicherheit, in Austausch dafür wäre sein Geldproblem gelöst. Dieses Angebot klingt bizarr und unwirklich, doch letztendlich wird er, trotz seiner Ablehnung, unfreiwillig in den sogenannten Finanzbezirk eingeführt, eine Parallelwelt, die neben der Realen existiert und durch die er an viel Geld gelangen wird.
Kimimaro ist nun ein Unternehmer und muss einmal die Woche mit seiner menschenähnlichen Assistententin Msyu einen Deal abschließen, also gegen einen anderen Unternehmer kämpfen und ihn besiegen, um so Geld zu verdienen. Am Schicksal der anderen wird ihm deutlich bewiesen, dass der Finanzbezirk und die reale Welt in Wechselwirkung zueinander stehen, denn sobald jemand einen Kampf verliert, wird ihm zugleich ein Stück der eigenen Zukunft genommen.

Unser Protagonist Kimimaro ist ein eher unscheinbarer Junge, ohne Besonderheiten und mit dem normalen Wunsch, ein durchschnittliches Leben ohne Geldsorgen führen zu können. So kümmert er sich dank seiner Gutmütigkeit auch sehr besorgt um Mysu, obwohl ein schroffer Umgang mit den Assistenten viel üblicher ist. Man kann ihm also wohl kaum als Charakter mit viel Tiefe bezeichnen, viel eher ist er oberflächlich und durchschaubar, geradezu langweilig. Doch das macht ihn nicht gleich zu einem miesen Hauptcharakter, die Tiefe die ihm fehlt, haben die Story und die Vielfalt des Animes inne, er passt als unspektakulärer Protagonist trotz allem recht gut in das Konzept.
Seine Assistentin ist ein hübsches, knappbekleidetes und extrovertiertes junges Mädchen mit Hörnern auf dem Kopf, ein wenig im Loli-Stil. Mit ihrer etwas direkteren und offeneren Art bildet sie ein gutes Gegenstück zu Kimimaro.
Interessante charakterliche Ausprägungen besitzt genau genommen keiner in dem Anime, man versucht ihn etwas bunter zu gestalten, indem einige schrägere Personen eingeführt werden, wie der besagte, farbenfroh gestaltete Masakaki oder auch der Taxifahrer, welcher die Menschen von der „realen“ Welt in den Finanzbezirk chauffiert und andersherum. Beide wirken auf den ersten Blick etwas durchgedreht und mysteriös, da man nicht viel über sie in Erfahrung bringen kann, doch letztendlich sind auch sie typisch konzipiert und für die Haupthandlung nicht wirklich von Belang.
Doch das Ganze ist, wie auch beim Protagonisten, schade, aber nicht weiter schlimm. Die Anzahl der Charaktere ist beachtlich groß, so lernt man in jeder Folge neue kennen und das Interesse für sie flaut nicht ab. Die zahlreichen Unternehmer und ihre Assistenten sorgen konstant für Abwechslung und lassen nicht viel Langweile aufkommen. Natürlich ist Qualität statt Quantität das vielversprechendere Erfolgsmodell, doch ich störe mich nicht weiter an den Charakteren, bin ihnen tendenziell sogar eher positiv gesonnen.

Die Story besitzt für eine 11-teilige Serie eine beachtliche Komplexität und Dichte und das, obwohl sie erst ab der Hälfte richtig in Schwung kommt. Nun gut, etwas mehr Raum zur Entfaltung der Handlung wäre womöglich schon von Vorteil gewesen, vor allem zum Ende hin, doch viel länger hätte der Anime nicht werden dürfen. Dem Genre Mystery wird er vollkommen gerecht, die Spannung steigt gen Ende drastisch und man ist als Zuschauer darauf fixiert zu erfahren, was hinter dem Finanzbezirk und den Konsequenzen, die durch ihn entstehen, steckt. Die zunehmend verschwommenen Grenzen zwischen Freund und Feind tragen zur Atmosphäre auch entscheidend bei, es kristallisiert sich nie eindeutig heraus, wessen Ansicht die bessere ist, auch wenn man als Zuschauer natürlich zwangsläufig eher mit dem Protagonisten sympathisiert.
Dieses Originalwerk des Produktionsstudios „Tatsunoko Productions“ ist meiner Meinung nach deren bisher gelungenstes Projekt. Von ihnen stammt der Romance Anime „Kimi no iru Machi“, zudem waren sie an der Produktion von „Casshern Sins“ und „Tegami Bachi“ beteiligt, sind ansonsten jedoch noch nicht durch gute und bekannte Animes aufgefallen.

An dem Animationsniveau hapert es leider sehr, darunter leidet die Serie natürlich auch im Gesamten. Doch zeichnerisch ist „C:“ aus meiner Sicht sehr gut gelungen und kann das zum Teil wiedergutmachen. Der etwas gewöhnungsbedürftige Stil hat einen hohen Wiedererkennungswert, zwar gefiel er mir nicht auf Anhieb, doch ich konnte mich mit der Zeit damit anfreunden und halte ihn inzwischen für äußerst gelungen.
Das collagenartige Opening ist dafür ein gutes Beispiel, so skeptisch ich zu Beginn war, desto besser gefällt es mir inzwischen.

Womit wir nun bei der Musik angelangt wären. Opening ("Matoryoshika" von Nico Touches the Walls) und Ending ("RPG" von School Food Punishment) fügen sich nahtlos in die Serie ein, musikalisch sehr gelungen und optisch können sie die Serie gut repräsentieren. Inklusive der Hintergrundsongs lässt sich sagen, dass „C:“ wunderbar durch die musikalischen Aspekte unterstützt wurde, in diesem Punkt habe ich also nichts zu bemängeln.

Was lässt sich abschließend zur Zielgruppe sagen? Die Serie ist aufgrund des recht komplexen Themas gut für ein reiferes Publikum geeignet, bedeutet, auch Zuschauer mit etwas höheren Ansprüchen dürfen sich ihr gerne widmen und werden am Ende nicht enttäuscht sein. Dieses Werk kann, metaphorisch gesehen, teilweise durchaus auf das wahre Leben übertragen werden, allein um das zu erkennen, bedarf es an Wissen und Reife. Den etwas jüngeren unter euch würde ich keinesfalls von dem Anime abraten, auch wenn das Gerede über Geld für jene womöglich nicht ganz greifbar sein wird, doch auch abgesehen davon beinhaltet die Story genügend Spannung, so dass sie auch ohne den intensiveren Blick hinter das Geschehen genossen werden kann.

Die kleinen Schwächen können mich nicht davon abhalten, ein sehr positives Resümee zu diesem Werk zu ziehen. Einen Anime dieser Kürze mit einer derart interessanten Handlung darf man sich nicht entgehen lassen. Sollte meine Recommendation auch nur einen Funken Neugierde in euch geweckt haben, dürft ihr nicht lange mit euch hadern, schaut ihn euch an! Vielleicht entfacht sich aus dem Funken heraus ja ein Feuer in euch, ähnlich erging es mir bei diesem Anime.

Eure Layna~

Letzte Änderung: 5 Jahre 9 Monate her von Layna.
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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396728

Eine gute Empfehlung, die mich jetzt doch dazu bewegt hat, den anime auf meine imaginäre watchlist zu setzen. Ich hatte die Serie aufgrund durchschnittlicher Beschreibungen auf einigen englischen Seiten schon zur Seite geschoben (klang wie eine xy-mainstrem schon 100mal-gesehen Serie ), aber die recommendation hat mich jetzt doch eines besseren belehrt. Kurze Frage: Ähnelt dieser "Unternehmerwettkampf" den Spielen in dem Manga "Liar Game" (falls du den kennst) oder sind das richtige Kämpfe?
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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396732

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Habe schon öfters darüber nachgedacht den anzugucken, konnt mich aber nie dazu überwinden ihn anzufangen.
Aber dank deinen Beitrag werde ich mir den auch demnächst mal angucken.
Finds ja echt cool das man sich das auch alles anhören kann und ich das nicht lesen muss! Cool *o-gj*



MfG

Saitou

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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396735

Ich muss sagen ich kannte den Anime zwar schon bevor ich den text gelesen habe aber ich muss sagen Respekt Verdammt gut geschrieben !
Ich liebe diesen Anime also zur weiter empfehlung rate ich auf jedenfall =)
Nur hätte ich das gelesen bevor ich es gesehn hätte, hätte ich wohl jeden anderen Anime den ich zu der zeit gesehn hätte abgebrochen um C: The Money of soul and possibility Controöl zu sehn =)
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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396751

Großes Lob an deine Arbeit! :)
Hast die Materie des Animes sehr gut getroffen...
leider ist er wohl schon einer meiner Favoriten und ich werd ihn mit wohl noch 20x reinziehn *gg*
Kann hier auch nur eine Empfehlung aussprechen:Schaut ihn euch an...
dauert nicht lange und lohnt sich ;)

Lg
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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396792

Ersteinmal danke für`s vertonen des Recommendations^^ Ich selbst habe den Anime bereits geschaut als er erst erschienen war. Jedenfalls wurde hier der Anime recht rübergebracht und erklärt. Ich persönlich empfehle ebenfalls diesen Anime eher einen etwas reiferen Puplikum, was aber nicht heißen soll, das auf ein festes Alter zur beschrenken viel mehr geht es darum, wie fern das Thema Geld einen betrifft. Und sei es nur das eigene Taschengeld^^
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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #396811

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Da ich den Anime schon gesehen hab und daher weiß um was es darin geht, fand ich es sehr gut, dass du alle negativen und alle positiven Dinge im Anime angesprochen hast und auch darauf eingegangen bist. Ein Beispiel dafür wäre, die komplexere Geschichte auf die du eingegangen bist und du hast auch die deutliche Verbindung zwischen dem Hintergrundgedanken der Handlung und der Realität gesehen und dann diese erklärt. Da wie du ja schon gesagt hast, dass Geld in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt und so sich alles durch das Geld verändern kann, kann sich auch unsere gesamte Zukunft durch dieses Bezahlungsmittel verändern oder gar ganz zerstören kann. . Ich finde es auch immer toll, dass ihr jetzt damit angefangen habt auch eure Texte zu vertonen und ihr euch dadurch noch extra Arbeit anhäuft. Allem in allem finde ich deine Recommendation sehr gelungen.

LG
Varus


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C: The Money of soul and possibility Control 5 Jahre 9 Monate her #400693

Ah schöne Lese-Stimme, so konnte ich mal meine Augen schonen :D

Wirklich schöne Vorstellung, habe ihn mir vor einiger Zeit angesehen und muss sagen das ich erst skeptisch war, aber am Ende war ich froh ihn gesehen zu haben.
Schönes ernstes Thema, zeichnerisch wirklich Top und ich mag die Charaktere. :D

*o-gj*
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(Danke an Alex und Lacri für diese schönen Signaturen :3 )

C: The Money of soul and possibility Control 2 Monate 4 Wochen her #825387

Interessant. Es ist erst die Rede von einem Protagonisten ohne Besonderheiten... und direkt im Folgesatz wird seine Gutmütigkeit in dem Setting des Animes herausgestellt...

C: The Money of soul and possibility Control 2 Monate 2 Wochen her #825836

es ist so treffend

C: The Money of soul and possibility Control 1 Monat 1 Woche her #827195

Hast mich dazu gebracht ihn in meine Watchlist aufzunehmen, hatte davor bedenken, nachdem was ich so alles gehört habe.
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