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THEMA: The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 4 Monate 3 Wochen her #833910

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He Ho, hier ist es ja so still in der Literaturecke. Das geht ja mal gar nicht! Um dieser Ecke wieder einen Hauch des Lebens zu geben, stelle ich meine Geschichte hier online. Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen von euch. Wenn nicht, nun ja, dann schreibe ich trotzdem weiter xD

The Wonderland Chronicles wird aus 3 Bänden bestehen. Momentan arbeite ich an dem ersten Band und es umfasst aktuell 17 Kapitel. Natürlich ist er damit noch nicht abgeschlossen, sondern er befindet sich gerade mal am Anfang.

Worum geht es in Wonderland?
Jeder kennt Alice im Wunderland. Was? Du kennst es nicht? Dann aber schnell. Ab kaufen, hinsetzten und lesen! Nein, Spaß beiseite. In Wonderland geht es um Lucilla, der Enkelin von Alice und wie sie das Unterland rettet oder auch nicht. Das müsst ihr abwarten xD

Der Anfangspost wird als Inhaltsverzeichnis dienen. Hier werde ich die einzelnen Kapitel verlinken und die Extras. Meine Updates sind immer unterschiedlich. Manchmal kommen mehrere Kapitel auf einmal und manchmal ein Monat nichts. Das liegt dann daran, dass ich momentan keine Zeit habe, da ich beruflich oft sehr ausgelastet bin. Ich schreibe immer wie ich gerade Zeit habe und wie mich die Muse küsst.

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 2 Wochen her #835063

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Hallo, ich habe mir deine Wonderland Chronicles mal zu Gemüte geführt und bin gerade mit dem ersten Kapitel durch. Ich finde die Idee ehrlich gesagt ziemlich interessant, ein Sequel zu Alice im Wunderland zu erstellen und dann mit einer ganz eigenen Figur. Gefällt mir. Auch dein Schreibstil fand ich sehr angenehm, da er recht eingängig und unkompliziert und es dem Leser so sehr leicht fällt in das Geschehen einzutauchen. Mir sind allerdings noch so ein paar Details aufgefallen, die man eventuell noch überarbeiten könnte.
Mit Tränen verhangenen Augen erwachte sie aus ihrem Traum und blinzelte dem grellen Sonnenlichte entgegen. Zu laut, zu hell!
Ich hätte im allerersten Satz von vorn herein Lucilla statt sie geschrieben, damit der Leser sofort weiß, wie die Protagonistin heißt. Außerdem schreibst du in den folgenden Sätzen ziemlich oft sie:
Geblendet hielt sie sich... Träge setzte sie sich auf... erhob sie sich...
Immer sie und immer sich, dass ließt sich trotz deines grundsätzlich guten Schreibstils etwas monoton. Was mich ebenfalls etwas verwirrt hat, war, dass der erste Absatz in der Sicht eines außenstehenden Erzählers formuliert ist und dann aufeinmal in die Ichperspektive wechselt. Soetwas kann man machen, klar, aber dafür wäre mir persönlich der Absatz etwas zu kurz und der Perspektivenwechsel etwas zu sinnlos, um dieses Stilmittel zu verwenden. Stattdessen hätte ich die Geschichte von vorn herein von einem Icherzähler schildern lassen. So etwa:
Mit Tränen verhangenen Augen erwachte ich aus meinem Traum und blinzelte dem grellen Sonnenlicht entgegen. Zu laut, zu hell! Geblendet hielt ich mir schützend eine Hand vors Gesicht und schob die Bettdecke beiseite. Träge setzte ich mich auf und berührte mit nackten Füßen die kalten Holzdielen. Dabei stöhnte ich wie eine alte Dame erhob und begab mich langsam zum Fenster mit den geöffneten Vorhängen. Ruckartig, sodass mir ein bisschen schwindelte, zog ich sie zu. Das Zimmer, nun in völliger Dunkelheit getaucht und von der Außenwelt abgeschnitten, kam mir nun gleich viel ruhiger vor.
»So ist es gut, so ist es fein.« Ein Lächeln, was etwas in Schieflage geriet, zeichnete sich auf meinem blassen Gesicht ab. Dann begab ich mich von Müdigkeit und Trauer gebeutelt zurück ins Bett und legte mich hin, mir selbst zumurmelnd: »Schlaf ein, schlaf ein! Eins, Zwei, Drei.«
Wie du siehst habe ich die Erzählperspektive verändert und den ein oder anderen Satz etwas umformuliert, sodass ich nicht immer "ich mich" schreiben muss. Sich selbst würde die Protagonistin wohl kaum beim Namen nennen, aber das macht ja ihre Mutter in Bälde, also kein Problem für den Leser. Ich habe außerdem die ein oder andere Kleinigkeit angepasst. Die Gedanken einer Figur würde ich prinzipiell immer in Kurvischrift verfassen, um sie von der Handlung abzuheben.
Außerdem habe ich Bett statt Bette geschrieben, um ein einheitlicheres Sprachbild zu kreieren. Du verfällst manchmal in eine etwas altertümlichere Schreibweise, was für sich genommen schön sein kann, allerdings finde ich, dass sie sich diese manchmal zu sehr von dem Rest des Textes abhebt, der zum Großteil in Alltagssprache verfasst wurde. Nur eine winzige Stilkritik, die jeder anders sehen kann, aber ich dachte, ich spreche es mal an. Die Mutter sagt immerhin auch "Bett" in der wörtlichen Rede und ich finde für ein und dieselbe Sache, sollte man bei einem Wort bleiben und nicht immer eine leicht abgewandelte Variante dieses Wortes benutzen.
"Statt vor dem Gesicht", habe ich "vors Gesicht" geschrieben, weil ich finde, dass es sich flüssiger liest, wenn man hier und da mal einen Artikel ausspart.

Statt "Steht auf und mach dich fertig!" würde ich die Mutter außerdem sagen lassen: "Steh auf und mach dich fertig!"
Denn "Steht" würde man zu jemandem sagen, den man siezt. Es würde aber keinen Sinn machen, wenn Lucillas Mutter ihre eigene Tochter siezt, zumal sie das im sonstigen Verlauf der Handlung auch nicht tut.
»Lucilla« empörte sich meine Mutter.
würde ich umändern in
»Lucilla«, empörte sie sich.
Vor der wörtlichen Rede hast du ja bereits angegeben, dass es ihre Mutter ist, die an ihre Tür klopft und der Leser kann sich aus dem Kontext der Situation selbst herleiten, dass es immernoch ihre Mutter ist, die spricht, zumal Lucilla auch mit niemandem sonst interargiert und es man grundlegende Informationen nicht zu oft hintereinander wiederholen sollte. Außerdem kommt hinter die wörtliche Rede in diesem Fall ein Komma.

Ich hätte außerdem "Grandmas" statt "Grandma´s" geschrieben. Auch wenn Grandma ein englisches Wort ist, so ist die Geschichte doch in Deutsch verfasst. Dementsprechend gelten deutsche die deutschen Schreibregeln.

„den Fingern“ statt „mein Finger“, da es logischer wäre mehrere zu benutzen, wenn man sich so durch die Haare kämmt und um die Wortwiederholung von „mein“ zu vermeiden.
Schnell flitzte ich ins Badezimmer, spritze mir kaltes Wasser ins Gesicht und putzte mir die Zähne.
Ich würde ein „anschließend“ an den Satzanfang ergänzen, weil du sehr oft hintereinander aufzählst, was Lucilla gerade macht. Das kann auf Dauer etwas eintönig wirken und deshalb würde ich solche Wörter wie „anschließend“, „dann“ oder Danach ergänzen, um die fortlaufende Handlung zu unterstreichen. Zwar sollte man es mit diesen Wörtern auch nicht übertreiben, aber hier und da erscheint es mir passend.

Das „brüllte meine Mutter ärgerlich“ würde ich durch ein „rief meine Mutter ärgerlich.“ Ersetzen. Schließlich sollte ihr bei allem Stress immer noch klar sein, dass ihre Tochter einen schweren Verlust zu betrauern hat. Durch das etwas weniger aggressiv konnotierte Wort „rief“ kommt sie nicht so ungehobelt rüber. Außerdem zeigt sich ihre Mutter in der Kirche wieder verständnisvoll, weshalb das Brüllen für mich nicht so ganz passen will.
»Hätte dich beinahe vergessen«
Da fehlt ein Punkt am Satzende.
Anders als die Anderen ging ich nicht zu meinem Sitzplatz, sondern ich ging weiter.
Den Nebensatz „…, sondern ich ging weiter.“ würde ich an dieser Stelle ersatzlos streichen, weil er komplett überflüssig ist, da du ja schon erwähnst, dass sie nicht zu ihrem Sitzplatz geht und du im folgenden beschreibst, dass sie die Kirche verlässt. Der Nebensatz dazwischen ist daher unnötig.
Sagte die merkwürdig schnurrende Stimme.
würde ich umformulieren zu: "Sagte sie mit merkwürdig schnurrender Stimme."
Die Formulierung "Sagte die Stimme" benutzt man nämlich in der Regel nur, wenn der Leser noch nicht wissen kann, zu wem die Stimme gehört. Aber die Katze wurde ja kurz zuvor erwähnt, also würde ich zu ihr Bezug aufbauen.
»O Grandma, warum nur? Wieso tust du mir dies nur an?«
Der zweite Satz klingt für mich etwas zu hochgestochen, insbesndere, da Lucilla in dieser Situation emotional durcheinander ist und deshalb wohl weniger geschwollen reden würde. So etwa:
Oh, Grandma, warum nur? Warum tust du mir das an?
Das "nur" habe ich gestrichen, weil du bereits im Satz zuvor ebenfalls in der wörtlichen Rede im selben Kontext dieses Wort benutzt hast und ich eine Wortwiederholung vermeiden würde.

Das wären soweit meine Verbesserungsvorschläge, um das erste Kapitel etwas abgerundeter klingen zu lassen. Ich fand es aber, auch wenn ich persönlich diese Kleinigkeiten anders formuliert hätte, das Kapitel insgesamt wirklich gut und werde mir demnächst noch die weiteren Kapitel anschauen.


mfG

Faust

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The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 2 Wochen her #835123

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Hey Faustus,

ich danke dir für deine Kritik, deine Änderungen und deine Vorschläge :)

In den ersten Kapiteln hatte ich noch versucht den Ton den Orginals zu treffen, deswegen auch das Hochgestochene und die manchmal altertümliche Sprache. Das hab ich aber nach ein paar Kapiteln wieder sein gelassen, da es einfach nicht mein Stil ist, weswegen ich diese Kapitel irgendwann nochmal überarbeiten wollte. Deine Anmerkugen werden mir dabei sehr helfen und deswegen: Danke :)

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835164

  • Faustus
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Ok, ich bin jetzt auch mit dem zweiten Kapitel durch. Grundsetzlich gefällt es mir, die Story sich von Kapitel zu Kapitel schrittweise weiterentwickelt. Allerdings sind dir hier und da ein paar Wiederholungsfehler unterlaufen. Ansonsten würde ich dir, wie schon bei Kapitel 1 empfehlen die Gedanken deiner Figur in Kursivschrift zu zu formulieren, wie etwa: Grandma eine Kriegerin?
Aber alles der Reihe nach.

Im ersten Satz müsste es „unter ihrem Blick“ statt „unter ihren Blick“ heißen.
»Was meinst du mit war?« Zögernd legte ich meinen Blick auf die Katze zurück und sah wie sie dichter zu mir kam. Sie fixierte mich mit ihren Augen. Wie hypnotisiert starrte nun ich sie an. Ich merkte wie die Tränen zurückkehrten und mir langsam über die Wangen liefen. Nun war ich es, die verstummt war. Still weinte ich um meine Grandma.
Ich habe den Absatz etwas umgestaltet zu:
»Was meinst du mit war?« Zögernd schaute ich wieder zu der Katze und sah wie sie dichter zu mir kam. Sie fixierte mich mit ihren Augen. Wie hypnotisiert starrte ich sie nun an. Ich merkte wie die Tränen zurückkehrten und mir langsam über die Wangen liefen. Nun war ich es, die verstummte. Still weinte ich um meine Grandma.
Da wir zuvor schon eine Formulierung mit „Blick hatten“, habe ich den Satz mit „schaute“ umgeschrieben. Das „nun“ habe ich etwas anders gesetzt, da dein Satz in meinen Ohren etwas abgehackt klang. Im vorletzten Satz habe ich das Plusquamperfekt „verstummt war“ in die normale Vergangenheitsform umgewandelt, da das Plusquamperfekt ein Ereignis vor der Vergangenheit, auf die sich der Schreiber primär bezieht, referenziert. Das „verstummte“ bezieht sich jedoch auf Lucillas unmittelbare Reaktion auf die Katze. Demnach muss es auch in der selben Zeit verfasst werden.

Es muss „dem Krebs“ und nicht „den Krebs“ heißen.
Traurig sah ich auf meine Hände die ich unmerklich zu Fäusten ballte.
Hier fehlt ein Komma und ich würde die Zeitform im Nebensatz ändern:
Traurig sah ich auf meine Hände, die ich unmerklich zu Fäusten geballt hatte.
Bei diesem Satz wiederum wäre das Plusquamperfekt angebracht, da es Sinn machen würde, dass Lucilla ihre Fäuste ballte, während sie gesprochen hat und dies erst jetzt, wenn sie sie anschaut, feststellt, weil es ja unmerklich passiert ist und die Fäuste schon geballt waren, als sie sie anschaut.

Statt „Bejahend nickte er.“ Würde ich einfach nur „Er nickte.“ Schreiben, da bejahend und nickte doppelt gemoppelt wäre.
Weil wir im Unterland dies dringend brauchen!
Statt „dies“ würde ich „es“ schreiben, weil weniger hochgestochen.
Sie besetzt die Festung und niemand kommt zu Zeit oder der Chronosphäre durch.
Da du Zeit schon im Satz davor erwähnt hast, würde ich stattdessen schreiben „niemand kommt zu ihnen durch“, was auf Zeit und die rote Königin verweist.
»Wenn niemand durchkommt, was bringt euch denn der Zeitmesser?«
„Dann“ statt „denn“
Ich versuchte unbekümmert zu wirken, trotz dessen mir diese Nachricht zusetzte. Ich bin mit den wunderlichen Geschichten über das Wunderland aufgewachsen und weis folglich um die Chronosphäre und der roten Königin Bescheid. Das letzte Mal wurde das ganze Unterland fast zerstört, weil sich Grandma die Chronosphäre auslieh um den Hutmacher zu helfen.
Diesen Absatz würde ich folgendermaßen umschreiben:
Ich versuchte unbekümmert zu wirken, wenngleich mir die Nachricht zusetzte. Ich bin mit den fantastischen Geschichten über das Wunderland aufgewachsen und weiß folglich über die Chronosphäre und die rote Königin Bescheid. Das letzte Mal wurde das ganze Unterland, wie Chess es nannte, fast zerstört, weil sich Grandma die Chronosphäre auslieh um dem Hutmacher zu helfen.
„wenngleich“ hört sich für mich etwas runder an. Außerdem habe ich „wunderlichen“ durch fantastischen ersetzt, weil es sich von selbst verstehen sollte, dass das Wunderland wunderlich ist und ich nicht zweimal „wunder“ in einem Satz haben wollte. „weiß“ wird mit „ß“ geschrieben. Ich habe außerdem den Nebensatz „…wie Chess es nannte,…“ hinzugefügt, da aus dem Kontext der Unterhaltung hervorging, dass diese Bezeichnung neu für Lucilla ist und sie sich dementsprechend erst noch dran gewöhnen muss.
Außerdem heißt es entweder „ich weiß über etwas Bescheid“ oder „ich weiß um etwas“, aber nicht „ich weiß um etwas Bescheid“.
Es würde sich zudem anbieten an dieser Stelle dem Leser zu erklären, was eine Chronosphäre ungefähr ist, damit er sich etwas darunter vorstellen kann, indem man am Ende des Absatzes so etwas hinzufügt wie:
Sie meinte, dass man mit dieser die Zeit manipulieren könne.
Das Zeitmesser ist auch eine Chronosphäre.
Ich habe diesem Satz ein „auch“ hinzugefügt, weil es offensichtlich zwei Chronosphären gibt. Die, die sich im Besitz der roten Königin befindet, und das Zeitmesser. Auf diese Weise beugt man Verwirrung vor.

„aufhielt“ statt „aufhielte“.
»Es ist fast unmöglich vom Unterland ins Oberland zu kommen und wo ich denn endlich hier Oben angekommen war, brauchte ich noch ein Jahr, um Alices Aufenthaltsort zu finden. Doch sah ich sie nie. Ich sah immer nur dich.«
Ich hätte diese Passage folgendermaßen umgeändert:
»Im Unterland laufen die Uhren anders. Zudem ist es sehr, sehr schwierig von dort aus ins Oberland zu kommen und als ich dann endlich hier ankam, brauchte ich noch ein Jahr, um Alices Aufenthaltsort zu finden. Doch habe ich sie nicht gefunden. Ich sah immer nur dich.«
Den Spruch „Im Unterland laufen die Uhren anders.“ Habe ich hauptsächlich deshalb hinzugefügt, weil ich ihn cool fand. Außerdem gibt er dem Wunderland etwas von seiner Mystik zurück, da ich fand, dass das Altern des Hutmachers und das nicht schon frühere Auftauchen der Katze fast schon etwas zu logisch erklärt wurde. Außerdem könnte der Satz darauf verweisen, dass es im Wunderland mit der Zeit gerade nicht mit rechten Dingen zugeht, was sich ja auch darin zeigt, dass seine Bewohner jünger werden.
Das mit dem „wo“ ist ein sehr häufiger Fehler, den ich in meiner Vergangenheit selbst sehr oft gemacht habe. An diese Stelle kommt ein „als“, da ein Zeitpunkt referenziert wird und kein Ort. Das Plusquamperfekt, habe ich ins Präteritum gesetzt, da auch der Rest der Erzählung von Chess in der einfachen Vergangenheit ausgeschrieben ist.
Still hatte ich an ihrem Bette gesessen und ihr beim Schlafen zugesehen.
Würde ich wegen der Wortwiederholung von Bett durch den vorherigen Satz umändern in:
Still hatte ich an ihrer Seite gesessen und ihr beim Schlafen zugesehen.

Fragte ich tief in Erinnerungen versunken.
Vor das „fragte“ gehört ein Komma und es wird kleingeschrieben.
Antwortete Chess ernst.
Dasselbe wie bei „fragte“: vor das „antwortete“ gehört ein Komma und es muss kleingeschrieben werden.
...die Stärkste Kriegerin
„stärkste“ wird kleingeschrieben, weil es ein Adjektiv ist.
Sagte er voller Überzeugung.
„sagte“ wird kleingeschrieben und ein Komma gehört davor.
Bei diesen Worten fasste ich meinen Entschluss
„einen Entschluss“ hört sich für mich an dieser Stelle etwas besser an als „meinen Entschluss“, da es klar ist, dass es ihr Entschluss ist, aber noch unklar, um was es sich dabei handelt.

»Nun denn. Lass das Spiel beginnen.«
Um diesen Endsatz noch etwas besser zu betonen, hätte ich ihn mit einem Ausrufezeichen beendet.

Alles in allem hat mir das Kapitel gut gefallen und ich finde es spannend, wie sich die Geschichte entwickelt. Unter den Fehlern, waren dieses Mal in erster Linie Komma- und Schreibfehler, die ich als bloße Flüchtgkeitsfehler angesehen habe und die mich nicht große rausgerissen habe. Dennoch könnte man sie leicht vermeiden.

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The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835223

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@Faustus: Ich danke dir für deine Korrektur, deine Vorschläge und deine Anmerkungen :) Ich hatte ja doch sehr viele Fehler. Die beiden Kapitel habe ich heute auch korrigiert und deine Vorschläge mit eingebaut, da sie mir sehr gut gefallen haben. Kapitel 3 hab ich auch gleich mitgemacht und ich hoffe du findest da nicht wieder zu viele Fehler xD. Die nächsten Kapitel korrigiere ich dann die Tage nochmal.

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835236

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Ich danke dir für deine Korrektur, deine Vorschläge und deine Anmerkungen Ich hatte ja doch sehr viele Fehler.
Naja, sooo viele Fehler waren es ja dann doch nicht. Das meiste war ja eher Stilkritik und Verbesserungsvorschläge zu Szenenabläufen, die man aber auch anders sehen kann. Ich muss mich außerdem bei dir entschuldigen. Ich habe tatsächlich bei meiner letzten Korrektur einen weiteren Fehler hinzugefügt, den du dann wiederum bei deiner Korrektur übernommen hast.
Im Underland laufen die Uhren anders
Es müsste natürlich im Unterland statt Underland heißen. Warum ich an dieser Stelle ins Englische abgedriftet bin, weiß ich selbst nicht. Ich habe meinem letzten Post sofort korrigiert, als es mir auffiel, aber du hast in Kapitel 2 jetzt trotzdem Underland stehen. Es ist natürlich nicht Sinn der Sache, dass ich statt zu berichtigen eigene Fehler einschleuse und das tut mir leid. Zukünftig werde ich besser aufpassen.
Ich bin mit den fantastischen Geschichten über das Wunderland aufgewachsen und weiß folglich über die Chronosphäre und der roten Königin Bescheid.
Bei der Passage muss es außerdem „die rote Königin“ heißen. Den Fehler habe ich bei meiner ersten Korrektur leider übersehen.


Nach diesem kurzen Nachtrag widme ich mich aber nun Kapitel 3. Ich habe wirklich nur sehr wenige Grammatik- oder Schreibfehler gefunden. Das meiste ist wirklich nur Stilkritik und für einen besseren Lesefluss. Außerdem ist bisher das Lob etwas zu kurz gekommen, weshalb ich Passagen, die mir besonders gut gefallen habe jetzt auch ansprechen werde!
Mit einem mulmigen Gefühl und vor Aufregung geplagt betrat ich mit Chess unser Wohnhaus.
Für mich hätte es besser geklungen, wenn du „geplagt vor Aufregung“ geschrieben hättest. Hört sich für mich etwas schöner an.
Die Eingangstür gab ein leises Knarren von sich, als ich sie vorsichtig aufmachte und in den Flur schielte.
Bei diesem Satz würde ich entweder ein Komma hinter das „aufmachte“ setzen oder ihn folgendermaßen umgestalten:
Die Eingangstür gab ein leises Knarren von sich, als ich sie vorsichtig aufmachte, um in den Flur zu schielen.
Mir geht es dabei darum den Vorgang des Öffnens der Tür von dem Schielen im Flur deutlicher abzugrenzen, damit auch das Knarren verbunden ist und sich dieses ja ausschließlich auf das Öffnen der Tür beziehen soll und nicht auf die Passage mit dem Flur.
In meinem Zimmer angekommen schnappte ich mir sogleich meinen Rucksack und legte ihn auf meinem Bett.
Entweder „mein Bett“ statt „meinem Bett“ oder „meinem Bett ab“.

Ich eilte ins Badezimmer und packte all meinen Kram, den ich für meine tägliche Pflege brauchte in die Waschtasche.
Diesem Satz hätte ich ein „dann“ oder hinzugefügt entweder am Satzanfang oder mitten drin da wir uns hier wieder innerhalb eines fortlaufenden Handlungsstrangs befinden. Außerdem fehlt ein Komma:
Dann eilte ich ins Badezimmer und packte all meinen Kram, den ich für meine tägliche Pflege brauchte, in die Waschtasche.

Damit ging ich zurück in mein Zimmer und stellte mich vor meinen offenen Kleiderschrank. Nachdenklich musterte ich meine Kleidung.
Diese Passage würde ich umändern, da ich es komisch finde, dass der Kleiderschrank bereits offen ist, ohne das erwähnt wurde, wie Lucilla ihn öffnet und ich finde es etwas unschön Kleiderschrank und im nächsten Satz dann Kleidung wegen der Wortwiederholung zu schreiben. Stattdessen hätte ich es so gemacht:
Damit ging ich zurück in mein Zimmer und stellte mich vor meinen Kleiderschrank. Nachdenklich öffnete ich ihn.
Dass sie auf die Kleidung schaut, musst du denke ich, nicht dazu schreiben, da ihre Intention in den folgenden Gedanken ja deutlich werden.
Staunend und verwirrt sah ich seinen Kopf an.
Da wir kurz davor schon einen Satz hatten, indem gleich zweimal das Wort Kopf stand und wir kurz danach noch einen Satz mit diesem Wort bekommen, würde ich „Kopf“ zumindest an dieser Stelle aussparen, weil es hier ziemlich gut gehen würde:
Staunend und verwirrt sah ich ihn an.
Dass Chess gerade nur ein Kopf ist, wissen wir ja bereits.
»Ja, warum?«, fragte er grinsend, während sein Kopf sich im Kreis drehte.
Ich würde die Passage gerne etwas witziger gestalten und hätte dafür zwei Ideen:
»Ja, warum?«, fragte er grinsend, während sich sein Kopf um die eigene Achse drehte.
»Ja, warum?«, fragte er grinsend, während sein Kopf sich im Kreis um mich drehte.
Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob du nun meintest, dass er sich auf der Stelle dreht oder um Lucilla und ich finde, es wirkt nochmal witziger, wenn man das mit einer konkreteren Beschreibung ausformuliert, um dem Leser ein starkes Bild in den Kopf zu werfen. Mir gefallen diese Szenen nämlich ziemlich gut und überhaupt finde ich die Chemie zwischen Chess und Lucilla ausgesprochen unterhaltsam.

Und wie soll ich bitte, dass alles in meinem Rucksack bekommen?
Kein Komma und keine zwei „s“, da kein Nebensatz. Es müsste heißen:
Und wie soll ich bitte das alles in meinen Rucksack bekommen?
Außerdem muss es „meinen“ statt „meinem“ heißen.
sagte er hochmütig
Muss nicht unbedingt an dieser Stelle sein, aber ich fände es cool, wenn du einmal statt „sagte“ das Wort „schnurrte“ nehmen würdest und hier würde es gut passen, da ich es witzig fände, mir ein hochmütiges Schnurren vorzustellen.

Genervt verdrehte ich meine Augen und fing wieder von vorne an.
Hier würde ich schreiben „verdrehte ich die Augen“, weil es ja klar ist, dass ihre Augen damit gemeint sind.

Meinen Mantel werde ich wohl tragen müssen. Das wäre echt zu warm.
Würde ich umformulieren zu:
Meinen Mantel würde ich erst später anziehen. Das wäre sonst (echt) zu warm.
Zumindest interpretiere ich es so, dass du meintest, sie würde ihn später und nicht jetzt anziehen, da du ja von „zu warm“ im nächsten Satz schreibst (also zu warm um ihn jetzt anzuziehen, auch wenn der Satz davor etwas anderes impliziert).

»Wir sollten noch etwas Essen, bevor wir aufbrechen.«
„essen“ wird kleingeschrieben.
. fragend blickte ich in den Kühlschrank.
Den Punkt hinter der wörtlichen Rede muss gestrichen werden und das „Fragend“ würde ich großschreiben.

Schnell aß ich auf und machte mich auf der Suche nach einem.
Es müsste „die Suche“ heißen. Allerdings frage ich mich, wer zu dieser Zeit (zwanzigstes Jahrhundert) noch einen Wasserschlauch im Haus aufbewahrt und das in einer Schreibtischschublade. Ich würde den Wasserschlauch durch eine Feldflasche ersetzen. Lucillas Vater könnte diesen als Andenken an seine Zeit im Militär in einer Schublade aufbewahren. Das würde ich zwar nicht dazu schreiben, aber es wäre eine logische Erklärung, warum er so etwas in seinem Schreibtisch hat.
So hätte ich die Passagen formuliert:
»Für Essen wird gesorgt sein, aber etwas zu Trinken für dich wäre hilfreich. Ich glaube nicht, dass du Wasser aus einem Fluss schlecken kannst oder doch?« Abschätzend musterte er mich durch seine schlitzförmigen Pupillen.
»Mhm, wenn ich müsste, könnte ich das bestimmt, aber ein Behältnis wäre wohl besser.« Schnell aß ich auf und machte mich auf die Suche nach einem. Ich war der Meinung so etwas im Arbeitszimmer meines Vaters gesehen zu haben. Meine Ahnung bestätigte sich, als ich eine Feldflasche in der untersten Schublade seines Schreibtisches fand. Flink nahm ich diese an mich und füllte sie auf, um sie dann noch in den übervollen Rucksack zu quetschen. »Wollen wir dann?« Zu allem bereit stand ich im Flur und sah zu Chess hinunter.
Das mit den Pupillen hab ich noch hinzugefügt, weil ich einfach nochmal referenzieren wollte, dass Chess als Katze so seine Eigenarten hat. Außerdem „das“ statt „dies“, weil weniger hochgestochen. Und es müsste „dann“ statt „denn“ in diesem Falle lauten. Zudem wäre es vorsichtiger von Lucilla mit einer vollen Flasche zu reißen, daher habe ich dieses kleine Detail ergänzt. Man hätte es aber auch auslassen können.


»Auf geht’s!« würde ich mit einem Ausrufezeichen beenden, um den Aufbruch ins Abenteuer zu betonen.
Am Ende der Straße angelangt drehte ich mich noch ein letztes Mal zu unserem Haus herum.
Ich finde „zu unserem Haus um.“ Klingt etwas flüssiger.

Wer weiß wie lange ich weg sein werde.
Ein Komma fehlt:
Wer weiß, wie lange ich weg sein werde.

Zusammen mit Chess ließ ich mein beschauliches kleines Dorf hinter mir, um mich in die große weite Welt aufzumachen. Nicht lange und wir verließen die Straße.
Ich finde diese Passage unterstreicht noch mal sehr gut, wie sich Lucilla fühlt, wenn sie aufbricht und alles ihr bekannte hinter sich lässt. Das mit der großen weiten Welt könnte man auch raus lassen, weil sie ja das Wunderland ansteuert, auch wenn es im übertragenen Sinne funktionieren würde. Die Beschreibung „beschauliches kleines“ würde ich aber auf jeden Fall drin behalten, um den begrenzten Horizont ihres bisherigen Lebens zu unterstreichen.

»Du sollst doch nicht fragen.«
Ausrufezeichen statt Punkt, da es sich um eine ganz klare Anweisung handelt.
»Du sollst doch nicht fragen!«

Die Blumen hören nie auf mit dem Blühen.
Würde ich umändern zu:
Die Blumen hören nie auf mit zu blühen.

Und die Antwort deiner ersten Frage weis ich leider nicht.
„weiß“ mit „ß“

aber man sagt sich.
Nach dem sich gehört ein Doppelpunkt. Das „gewagt“ habe ich durch „getraut“ ersetzt, um die Wortwiederholung mit „wagen“ zu vermeiden.
Es hat sich noch nie jemand getraut, dies zu tun, aber man sagt sich: Sollte sich jemals einer wagen, eine dieser Blumen ein Leid anzutun, würde der wütende Geist aus dem Jenseits erscheinen und einen mit hinunterziehen.


An sich ein wirklich schönes Kapitel, dass jetzt auch dabei ist, richtig schön Fahrt aufzubauen. Allerdings fehlt mir persönlich noch ein Motiv für Lucilla. Es kommt mir komisch vor, dass sie einfach so einer sprechenden Katze ins Abenteuer folgt. Ich würde das Kapitel daher mit einem Satz enden lassen wie:
Würde ich jetzt genauso wie Grandma sein und mein eigenes Abenteuer erleben?
Oder:
Wäre Grandma wohl stolz auf mich, wenn ich wie sie eine Reise ins Wunderland antrete?
Dieser Satz soll dem Leser eine Erklärung mit genug Interpretationsspielraum bieten. Natürlich will Lucilla den Bewohnern des Unterlands helfen. Allerdings braucht sie auch einen persönlichen Motivator, der erklärt, warum sie das tut. Ich interpretiere ihr Verhalten so, dass sie nach einer Verbindung mit ihrer geliebten Grandma sucht. Außerdem hat Lucilla sie sicherlich sehr bewundert, was dazu führen könnte, dass sie ihr nacheifern will.

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The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835243

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Ich muss mich außerdem bei dir entschuldigen. Ich habe tatsächlich bei meiner letzten Korrektur einen weiteren Fehler hinzugefügt, den du dann wiederum bei deiner Korrektur übernommen hast.

Du musst dich nicht entschuldigen! Das war mein Fehler xD . Ich hätte dies selbst sehen müssen. Bloß denk ich bei diesen Wort selbst immer englisch. Selbst in meinen Notizen schreibe ich immer Underland o.O . Vllt. weil es sich schöner anhört. Kein Plan.

Ich habe wirklich nur sehr wenige Grammatik- oder Schreibfehler gefunden. Das meiste ist wirklich nur Stilkritik und für einen besseren Lesefluss.

Und genau das ist mir wichtig! Ich hatte auf jemanden gehofft, der genau dies tut xD. Man könnte sagen, dass ich noch in der Findungsphase bin, was meinen Stil angeht.

Außerdem ist bisher das Lob etwas zu kurz gekommen, weshalb ich Passagen, die mir besonders gut gefallen habe jetzt auch ansprechen werde!

Lob ist mir nicht wichtig. Ich steh lieber auf Kritik xD . Die Geschichte schreibe ich eigentlich nur für mich selbst, damit die Protas mich nicht in den Wahnsinn treiben und auf meinen Blog hab ich das dann schön übersichtlich und nicht mehr so einen Zettelwirrwarr.

Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob du nun meintest, dass er sich auf der Stelle dreht oder um Lucilla und ich finde, es wirkt nochmal witziger, wenn man das mit einer konkreteren Beschreibung ausformuliert, um dem Leser ein starkes Bild in den Kopf zu werfen. Mir gefallen diese Szenen nämlich ziemlich gut und überhaupt finde ich die Chemie zwischen Chess und Lucilla ausgesprochen unterhaltsam.

Mhm, er dreht sich um die eigene Achse.
Muss nicht unbedingt an dieser Stelle sein, aber ich fände es cool, wenn du einmal statt „sagte“ das Wort „schnurrte“ nehmen würdest und hier würde es gut passen, da ich es witzig fände, mir ein hochmütiges Schnurren vorzustellen.

Find ich gut. Hab sowieso das Gefühl, das ich zu oft sagte nutze.

Es müsste „die Suche“ heißen. Allerdings frage ich mich, wer zu dieser Zeit (zwanzigstes Jahrhundert) noch einen Wasserschlauch im Haus aufbewahrt und das in einer Schreibtischschublade. Ich würde den Wasserschlauch durch eine Feldflasche ersetzen. Lucillas Vater könnte diesen als Andenken an seine Zeit im Militär in einer Schublade aufbewahren. Das würde ich zwar nicht dazu schreiben, aber es wäre eine logische Erklärung, warum er so etwas in seinem Schreibtisch hat.

Da musste so lachen xD. Hab mich gar nicht mehr eingekriegt. Ich werde das am Wochenende noch etwas bearbeiten, was diesen Umstand erklärt xD
Allerdings fehlt mir persönlich noch ein Motiv für Lucilla. Es kommt mir komisch vor, dass sie einfach so einer sprechenden Katze ins Abenteuer folgt.

Findest du? Würde ich eine sprechende Katze treffen, würde ich ihr sofort folgen xD
Dieser Satz soll dem Leser eine Erklärung mit genug Interpretationsspielraum bieten. Natürlich will Lucilla den Bewohnern des Unterlands helfen. Allerdings braucht sie auch einen persönlichen Motivator, der Erklärt, warum sie das tut. Ich interpretiere ihr verhalten so, dass sie nach einer Verbindung mit ihrer geliebten Grandma sucht. Außerdem hat Lucilla sie sicherlich sehr bewundert, was dazu führen könnte, dass sie ihr nacheifern will.

Mit deiner Vermutung liegst du genau richtig. Ich werde versuchen es etwas deutlicher darzustellen.

Wie immer ein dickes Danke für deine Mühe und deiner Zeit :)

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835301

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@Lucyra
Und genau das ist mir wichtig! Ich hatte auf jemanden gehofft, der genau dies tut xD. Man könnte sagen, dass ich noch in der Findungsphase bin, was meinen Stil angeht.
So wie ich einen Probeleser für meinen Roman gesucht habe. Schätze wir haben uns gegenseitig gesucht und gefunden.
Lob ist mir nicht wichtig. Ich steh lieber auf Kritik xD
Na, dann ist ja gut. Mir ist aufgefallen, dass ich trotz meines guten Vorsatzes doch zu gut 90% nur kritisiert habe.^^
Die Geschichte schreibe ich eigentlich nur für mich selbst, damit die Protas mich nicht in den Wahnsinn treiben und auf meinen Blog hab ich das dann schön übersichtlich und nicht mehr so einen Zettelwirrwarr.
Kenn ich nur zu gut. Obwohl ich inzwischen viel am PC mache, brauchen alleine schon die Notizen einen Block nach dem anderen auf und wenn ich mal keinen zur Hand habe, schreibe ich auf das, was gerade zur Verfügung steht.


Nun gut, bevor ich zu meiner Korrektur von Kapitel 4 komme, wäre da noch eine Sache. Ich lese immer mal wieder über die Kapitel drüber, die ich schon gelesen habe, um zu sehen, wie du sie korrigierst und dabei ist mir etwas bei Kapitel 3 aufgefallen.
Chess Kopf schwebte neben den meinen, und zwar nur sein Kopf.
Es müsste „neben dem meinen“ heißen. Neben wem schwebte sein Kopf? Neben meinem Kopf. Also: "neben dem meinen" oder "neben meinem". So kann man sich den Dativ herleiten. Außerdem finde ich die Info, dass es sich nur um seinen Kopf handelt am Satzende etwas unglücklich positioniert. Ich hätte es eher so formuliert, damit sich die Wirkung der Szene besser entfalten kann:
Chess Kopf, nur sein Kopf, schwebte neben dem meinen.


Aber das zu Kapitel 3, widmen wir uns jetzt Kapitel 4.

Nicht „Magie zu Verfügung“ sondern „Magie zur Verfügung“
Bei uns ist ihre Anwendung begrenzt, weswegen viele düstere Gestalten in die Zwischenwelt flüchten, um da ihren bösen Machenschaften nachzujagen.«
Ich finde diese Passage wirklich absolut spannend und interessant geschrieben und ich habe an ihr für sich genommen nichts auszusetzen. Allerdings wundert es mich doch sehr stark, dass Lucilla auf diese Offenbarung nicht in irgendeiner Art verängstigt reagiert, sondern im folgenden nur auf die Umgebung eingegangen wird, anstatt sich über potentielle schwarze Magier Gedanken zu machen. Ich würde daher dieser Passage etwas hinzufügen wie:
Ich schluckte. Auf einmal kam mir meine Umgebung gleich viel düsterer/bedrohlicher vor.
Diese Information sollte meines Erachtens nach dazu genutzt werden, um sie vorsichtiger agieren zulassen und ihr ein Gefühl für die unmittelbare Gefahr zu geben. Sie könnte aber auch Chess nach diesen Gestalten fragen und ihre Besorgnis ihm gegenüber zum Ausdruck bringen:
Ich schluckte. „Und du meinst nicht, dass wir ihnen begegnen könnten.“
„Wir werden sehen.“, sagte die Katze ohne eine Miene zu verziehen. Na, war ja nicht gerade beruhigend.

als sich plötzlich hinter der nächsten Gabelung uns ein einzelner uralter Baum in den Weg stellte.
Klingt etwas abgehackt. Ich würde den Nebensatz daher etwas umstellen:
als sich uns plötzlich hinter der nächsten Gabelung ein einzelner uralter Baum in den Weg stellte.

Forsch setzte ich mich in Bewegung und schob mehrere Zweige beiseite, als ein großer Zweig auf mich zu sauste und auf mich hinab peitschte.
Die Wortwiederholung von Zweig gefällt mir nicht und da es ohnehin etwas komisch wäre, dass ein einzelner Zweig sie zu Boden schickt, würde ich ihn durch einen Ast ersetzen:
Forsch setzte ich mich in Bewegung und schob mehrere Zweige beiseite, als ein Ast auf mich zu sauste und auf mich hinab peitschte.


Nicht „meinen Hintern“ sondern „meinem Hintern“.
Erschrocken hob ich meinen Kopf und staunend öffnete sich mein Mund.
Diese Zusammenstellung aus einem Aktiv- und einem Passivsatz hört sich für mich auch etwas ungewohnt an. Ich hätte es mehr so geschrieben:
Erschrocken hob ich meinen Kopf mit einem vor Staunen geöffnetem Mund.
Oder du formst den Passivsatz auch zu einem Aktivsatz um:
Erschrocken hob ich meinen Kopf und öffnete staunend meinen Mund.


Das Wort „untätigst“ gibt es nicht und ich bezweifle, dass eine solche Wortneuschöpfung in diesem Kontext Sinn machen würde. Ich glaube du meintest „untertänigst“.

Bei „Gebräuchen und Regeln“ würde ich das „und Regeln“ weglassen, da „Gebräuchen“ schon ausreicht und obendrein mystischer klingt.
Tief verneigte sich Chess vor diesen Baum und verharrte so.
Es müssten „diesem Baum“ oder „dem Baum“ heißen, allerdings hätte ich den Satz noch etwas anders geschrieben:
Tief verneigte sich Chess vor dem Baum, bis seine Schnurrhaare den Boden berührten, und verharrte dann in dieser Position.

Abwartend sah ich diesem merkwürdigen Schauspiel zu, als von Chess ein kurzes Hüsteln kam.
Ich würde das „als“ durch ein „bis“ ersetzen. Außerdem würde sich der Passivsatz für mich als Aktivsatz besser klingen:
Abwartend sah ich diesem merkwürdigen Schauspiel zu, bis Chess ein kurzes Hüsteln von sich gab.

Eilig stand ich auf und trat neben Chess vor den Wächter.
Da du Chess bereits im Satz davor schon erwähnt hast, ist es nicht nötig ihn im Folgesatz ebenfalls beim Namen zu nennen. Ersetze „Chess“ durch „ihn“.

Skeptisch blickte der Wächter zwischen mir und Chess hin und her.
Diesem Satz könnte man ein „daraufhin“ hinzufügen, um die fortlaufende Handlung zu betonen. Entweder am Satzanfang oder in der Mitte:
Skeptisch blickte der Wächter daraufhin zwischen mir und Chess hin und her.


„rief ich forsch aus.“ Kann man so lassen, allerdings hätte ich geschrieben „rief ich ihm entgegen.“, um die verbale Konfrontation mit dem Wächter zu betonen.
Tapfer straffte ich meine Schultern und wandte meinen Blick nicht ab.
Dass sie sich selbst als tapfer bezeichnet, käme mir etwas komisch vor. Ich finde es würde besser zu ihrem Charakter passen, hättest du geschrieben:
Entschlossen straffte ich meine Schultern und wandte meinen Blick nicht ab.

und die Haut darunter aufriss
Ich bin mir nicht sicher, wie ich mir Lucilla vorstellen muss, aber sofern ihr Inneres nicht nach außen gestülpt wurde, bezweifle ich, dass sich ihre Haut unter ihrer Wange befindet. Richtig wäre „darüber“. Du könntest das Adverb aber auch komplett aussparen, da es auch so noch klar wäre, was gemeint ist. Je nachdem was für dich schöner klingt.

Ein riesiger Ast, doppelte so groß wie ich selbst, zischte auf mich zu und ich sah die Wiese. Sie lag direkt dahinter.
Zunächst einmal muss es „doppelt“ und nicht „doppelte“ heißen. Außerdem würde ich die beiden Sätze etwas umstrukturieren.
Ein riesiger Ast, doppelt so groß wie ich selbst, zischte auf mich zu. Direkt hinter ihm lag die Wiese.

Ich schrie auf, ein lauter Kampfschrei und preschte auf ihn zu.
Ist etwas abgehackt formuliert und „schrie“ und dann „Kampfschrei“ klingt auch nicht so gut hintereinander. Ich würde es so umformulieren:
Ich erhob meine Stimme zu einem lauten Kampfschrei und preschte auf ihn zu.
Oder:
Mit einem lauten Kampfschrei preschte ich auf ihn zu.

Meine Füße wurden immer schneller, je dichter ich dem Ast kam und kurz bevor wir zusammenprallen konnten, stieß ich meine Füße fest in den Boden und stieß mich ab.
Die Wortwiederholung ist unschön. Ich würde daher den Satz umändern zu:
Meine Füße wurden immer schneller, je dichter ich dem Ast kam, doch kurz bevor wir zusammenprallen konnten, stieß ich mich fest vom Boden ab.
Auf diese weiße sparen wir „Füße“ und „stieß“ jeweils einmal aus. Außerdem habe ich „und“ durch „doch“ ersetzt, weil ich es zum einen finde, dass du etwas zu oft das Wort „und“ in diesem Kapitel verwendest und um etwas mehr Dynamik in diese Actionszene zu bringen.

Ich schoss in die Höhe und breitete meine Arme aus. Ich bekam ihn zu fassen!
Satt zwei Sätzen, die beide mit „Ich“ anfangen, würde ich sie zu einem zusammenfassen:
Ich schoss in die Höhe und bekam ihn mit (meinen) ausgebreiteten Armen zu fassen!

Ich schrie auf, als der Ast mit mir in die Luft schoss und wie wild versuchte mich abzuschütteln.
Da du den Ast schon im Satz zuvor erwähnt hast, würde ich in diesem schreiben:
Ich schrie auf, als er mit mir in die Luft schoss und wie wild versuchte mich abzuschütteln.

Wie verrückt klammerte ich mich an ihn und umschlang mit meinen Beinen die Rinde.
Ich glaube der Satz würde so besser klingen:
Wie verrückt klammerte ich mich mit Armen und Beinen an ihn.

Meine Wange drückte ich fest an den Ast und die Welt um mich herum verschwamm.
Das wäre eine gute Gelegenheit, um ihre Verletzung zu referenzieren:
Meine verletzte Wange drückte ich fest an den Ast und die Welt um mich herum verschwamm vor meinen Augen.

Ich schloss meine Augen und verstärkte meinen Griff während ich in der Luft herumgeschleudert wurde.
Vor das „während gehört ein Komma und das „in“ würde ich durch ein „durch“ ersetzen, da man gemeinhin durch die Luft geschleudert wird.
Ich schloss meine Augen und verstärkte meinen Griff, während ich weiterhin durch die Luft geschleudert wurde.

Mehrmals lockerte sich mein Griff durch die heftigen Bewegungen des Astes und ich überlegte fieberhaft wie ich nur wieder aus diesem Schlamassel herauskam.
Das Wort „Griff“ würde ich aussparen, weil Wortwiederholung und den Ast muss man an dieser Stelle eigentlich auch nicht mehr referenzieren. Außerdem fehlt ein Komma:
Durch die heftigen Bewegungen lockerten sich mehrmals meine Finger und ich überlegte fieberhaft, wie ich nur wieder aus diesem Schlamassel herauskommen sollte.
Ich hab die Worte etwas umgestellt, weil es so für mich besser klingt. Außerdem habe ich das „herauskam“ umgeändert, da an dieser Stelle lediglich von einer Eventualität die Rede ist, um die sich Lucilla gerade Gedanken macht.

Im letzten Moment stieß ich mich ab und sprang.
Da wir zuvor schon oft das „stieß ab“ hatten, würde ich diesen Satz etwas umformulieren:
Im letzten Moment ließ ich los und sprang ab.

Ich wurde durch den heftigen Aufprall des Astes in die Luft geschleudert und ich sah die Wiese.
Bei diesem Satz ließe sich ein „ich“ vermeiden und das mit der Wiese würde ich etwas umformulieren, da sie ja offenbar auf ihr landet:
Ich wurde durch den heftigen Aufprall des Astes in die Luft geschleudert und landete auf der Wiese.

Mich durchschoss die eisige Erkenntnis. Ich werde direkt auf die Blumen fallen!
Würde ich etwas umändern in:
Mich durchschoss jäh die eisige Erkenntnis: Ich werde direkt auf die Blumen fallen!
Das „jäh“ könnte man auch aussparen, aber der Doppelpunkt, wäre aus meiner Sicht durchaus angebracht. Außerdem würde ich die Erkenntnis in kursiv schreiben, da sie sich wie ein Gedanke anhört. Oder ich würde sie leicht umändern:
Ich würde direkt auf die Blumen fallen!

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The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 1 Woche her #835306

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@Faustus
So wie ich einen Probeleser für meinen Roman gesucht habe. Schätze wir haben uns gegenseitig gesucht und gefunden.

Könnte man so sagen, bloß denke ich das du den Kürzeren gezogen hast xD Mit mir wirst du mehr Arbeit haben, als ich mit dir. *o-blush*

Na, dann ist ja gut. Mir ist aufgefallen, dass ich trotz meines guten Vorsatzes doch zu gut 90% nur kritisiert habe.^^

Hätt ich bloß meine große Klappe gehalten. Ich hab ab das Gefühl, dass du fast jeden Satz kritisiert hast *o-wahaha* Nein, nicht schlimm. Will ich ja xD . Fühl mich gerade in meine Schulzeit zurück versetzt. So war das bei meiner Literaturlehrerin auch. Ich hatte damals schon sehr viel gelesen und die Bücher die wir im Unterricht lesen mussten hatte ich immer schneller durch als der Rest der Klasse. Da hab ich dann halt immer Kurzgeschichten geschrieben, die sie dann auch immer lesen wollte und natürlich gleich korrigiert und kritisiert hatte. Sie fand meine Ideen und meine Fantasie immer toll, aber an meiner Umsetzung hat es immer gehadert. Es war immer etwas schwierig für mich, meine Gedanken richtig aufs Papier zu bringen. *o-blush* Und ist es heute auch noch, besonders wenn die Protas wirr rumreden und sich nicht einigen können (Nein, ich bin nicht verrückt)
Kenn ich nur zu gut. Obwohl ich inzwischen viel am PC mache, brauchen alleine schon die Notizen einen Block nach dem anderen auf und wenn ich mal keinen zur Hand habe, schreibe ich auf das, was gerade zur Verfügung steht.

Ich habe für jede meiner Geschichten ein eigenes Notizbuch. Das passt perfekt in meine Miniumhängetasche und so hab ich es immer dabei. Es passiert auch manchmal auf Arbeit, das ich wie von ner Tarantel gestochen nach hinten laufe und unbedingt schnell was aufschreiben muss xD Meine Chefin wundert sich deswegen schon lange nicht mehr *o-pfeif*
Allerdings wundert es mich doch sehr stark, dass Lucilla auf diese Offenbarung nicht in irgendeiner Art verängstigt reagiert, sondern im folgenden nur auf die Umgebung eingegangen wird, anstatt sich über potentielle schwarze Magier Gedanken zu machen.

Mhm, ich dachte es wäre nicht nötig. Lucilla ist ja mit den Geschichten vom Wunderland aufgewachsen und sie weis ja das da nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber du hast recht. Werde ich mir nochmal annehmen.
Ich bin mir nicht sicher, wie ich mir Lucilla vorstellen muss, aber sofern ihr Inneres nicht nach außen gestülpt wurde, bezweifle ich, dass sich ihre Haut unter ihrer Wange befindet.

Hach, und wieder ein Lacher xD

Und auch diesmal ein dickes Dankeschön für deine Zeit, deine Korrektur und deine Anmerkungen. Ich sehe mich schon in meinem Urlaub nur an der Geschichte sitzen xD

The Wonderland Chronicles - Band 1 - Unterland 3 Monate 5 Tage her #835392

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@Lucyra
Könnte man so sagen, bloß denke ich das du den Kürzeren gezogen hast xD Mit mir wirst du mehr Arbeit haben, als ich mit dir.
Ach, das würde ich so nicht sagen. Ich sehe zwar hier und da immer mal was Verbesserungswürdiges, merke aber auch an meiner eigenen Schreibe, dass ich manchmal dazu neige, etwas zu viel über die Formulierung eines Satzes nachzudenken. So kommen bei mir oft viel zu lange viel zu komplizierte Sätze raus. Mein eigenes Geschreibsel zu berichtigen, fällt mir längst nicht so leicht wie deins.
Es war immer etwas schwierig für mich, meine Gedanken richtig aufs Papier zu bringen. Und ist es heute auch noch, besonders wenn die Protas wirr rumreden und sich nicht einigen können (Nein, ich bin nicht verrückt)
Also ich finde dafür, drückst du dich aber sehr klar und vor allem unkompliziert. Außerdem kann so ein bisschen Verrücktheit nicht schaden ;)
Fühl mich gerade in meine Schulzeit zurück versetzt (…) Ich habe für jede meiner Geschichten ein eigenes Notizbuch. Das passt perfekt in meine Miniumhängetasche und so hab ich es immer dabei. Es passiert auch manchmal auf Arbeit, das ich wie von ner Tarantel gestochen nach hinten laufe und unbedingt schnell was aufschreiben muss xD Meine Chefin wundert sich deswegen schon lange nicht mehr
Kann ich gut nachvollziehen. Als ich noch die Schulbank gedrückt habe, hab ich mir während des Unterrichts immer nonstop Notizen zu Ideen gemacht, die mir gerade in den Sinn kamen. Bei der Notenvergabe wurde ich dann immer groß gelobt, weil ich mir immer so viele Notizen machen würde. Xd Hatte damals fast ein schlechtes Gewissen deswegen, aber naja, immerhin stimmte es, dass ich mir Sachen notiert habe, nur halt meistens nicht zu Unterricht.
Mhm, ich dachte es wäre nicht nötig. Lucilla ist ja mit den Geschichten vom Wunderland aufgewachsen und sie weis ja das da nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber du hast recht. Werde ich mir nochmal annehmen.
In dem Falle, könnte sie sich ja sowas denken wie: Wie Grandma sagte: Auch im Wunderland war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Mir geht es in erster Linie daraum, dass sie überhaupt irgendwie auf die Szene reagiert, damit sie für den Leser einen Mehrwert hat. Ich finde es einfach irgendwie verschwendet, wenn Chess sowas sagt und die Protagonist null drauf eingeht. Dadurch verliert das gesagte an Wirkung. Es könnte natürlich auch so als Setup funktionieren, wenn diese düsteren Gestalten noch eine Rolle spielen. In dem Fall lasse ich mich gerne überraschen.


Kommen wir nun aber zu Kapitel 5:

Mit einem schmerzhaften Stöhnen prallte ich auf den Boden auf...
Das „auf“ hinter Boden kannst du streichen.

Der Wind nahm stetig zu und zerrte an meinen Kleidern.
Da du das Wort „Wind“ schon im Satz zuvor gebraucht hast, würde ich in diesem vielleicht „Der Luftstrom“ oder „Die Luftströmung“ schreiben.

Es heißt in diesem Falle nicht „gesprenkelten Augen“ sondern „gesprenkelte Augen“.
Was war das?« ängstlich sah ich mich um,…
Die Anführungszeichen fehlen zu Beginn der wörtlichen Rede. Außerdem wird „Ängstlich“ am Satzanfang großgeschrieben.

Nicht „den matschigen Boden aus“ sondern „dem matschigen Boden aus“.

»Du hast versagt!« sagte eine kalte weibliche Stimme hinter mir.
Ein Komma fehlt hinter dem Ende der wörtlichen Rede.

Wer war diese Frau? Was wollte sie von uns?
Gedanken machen sich besser in kursiv. Nur wieder als kleine Erinnerung zum Überarbeiten von Lucillas innerer Stimme.

Ich hörte wie sie sich in Bewegung setzte und ihre Schritte kamen immer näher, bis eine merkwürdige Gestalt vor mir stand.
Hinter das „hörte“ gehört ein Komma. Man könnte es sich jedoch auch sparen, wenn man den Nebensatz etwas kürzen würde:
Ich hörte ihre näherkommenden Schritte, bis die merkwürdige Gestalt vor mir stand.
Ich hab „eine“ durch „die“ ersetzt, weil es ja nicht irgendeine Gestalt ist, sondern die von derjenigen, von der wir schon wissen, dass sie Lucilla paralysiert hat.

»Es war nicht unsere Absicht eure Blumen zu beschädigen. Bitte vergebt uns.« Flehte Chess neben mir die geisterhafte Gestalt an.
Das „flehte“ wird kleingeschrieben und davor gehört ein Komma. Außerdem würde ich das „neben mir“ ersatzlos streichen, da du vor der wörtlichen Rede ja schon darauf eingegangen bist, wo Chess zum Stehen kam und ich so etwas Triviales nicht zweimal kurz hintereinander referenzieren würde.


Vor das „keifte sie.“ Gehört ein Komma.

Bei „hörten wir…“ fehlt auch vorne ein Komma.

Sagte sie schneidend.
„sagte“ klein und davor noch ein Komma.

Ich zuckte zusammen und hob eilig meinen Blick und riss vor erstaunen meine Augen auf.
Das zweite „und“ würde ich folgendermaßen umgehen:
Ich zuckte zusammen und hob eilig meinen Blick, nur um vor Erstaunen meine Augen weit aufzureißen.
„Erstaunen“ wird übrigens großgeschrieben.

»Du, Sie …. ich kenne dich!«
Bei einer zögerlichen Pause benutzt man gemeinhin drei Punkte und sie würde direkt nach dem „sie“ einsetzen.
»Du, Sie… ich kenne dich!«
Allerdings liest es sich etwas komisch, dass Lucilla vom „Du“ zum „Sie“ wechselt, nur um sie dann wieder zu duzen.
»Du, Sie… ich kenne Sie!«

Das Bild im Schlafzimmer meiner Großmutter erschien vor meinem geistigen Auge. Es war ein Porträt meiner Großmutter und einer ihrer Freudinnen.
Nicht falsch, aber etwas verwirrend, da Lucilla sie in Gedanken bisher immer als Grandma bezeichnet hat. Außerdem kann man das zweite „Großmutter“ sparen:
Das Bild im Schlafzimmer meiner Grandma erschien vor meinem geistigen Auge. Es war ein Porträt von ihr mit einer ihrer Freudinnen.
Ich hätte zwar nichts dagegen, wenn du das deutsche Wort „Großmutter benutzen würdest, aber wenn du das machst, solltest du auf ein einheitliches Sprachbild achten und alle Passagen, in denen Lucilla ihre Großmutter Grandma nennt, umschreiben.

Sie hatte nie viel von ihr erzählt und ich lernte sie auch nie kennen, aber anhand der Ausstrahlung des Bildes konnte man sehr gut erkennen das sich diese beiden Frauen sehr nahestanden.
Der Nebensatz am Ende müsste lauten:
…, dass sich diese beiden Frauen sehr nahestanden.

sagte ich
vor dem „sagte“ gehört ein Komma.

Kam es vorsichtig von Cheshire. Fragend sah ich zu ihr.
Das „kam“ wird kleingeschrieben und davor gehört ein Komma. Außerdem würde ich den Satz danach etwas umändern, um die fortlaufende Handlung zu betonen:
Auch ich sah sie nun fragend an.

Erwiderte sie lachend.
„erwiderte“ klein und davor gehört ein Komma.

Eilig wischte ich mir über meine Wange und schniefte.
Da du die „Wange“ schon kurz zuvor erwähnt hast, würde ich den Satz umschreiben, da es ja auch so klar ist, von wo Lucilla die Träne wegwischt.
Eilig wischte ich sie mir weg und schniefte.


Vor „krächzte ich.“ und „bekräftige ich.“ gehört jeweils ein Komma.

Wenn sie wüsste das meine Großmutter Tod ist, vielleicht würde sie ihre Meinung ändern.
Hinter das „wüsste“ kommt ein Komma, dann ein „dass“ mit zwei „s“ und ich würde die Wörter im Nebensatz etwas umstellen:
Wenn sie wüsste, dass meine Grandma Tod ist, würde sie ihre Meinung vielleicht ändern.
Außerdem ist hier wieder von „Großmutter“ die Rede aber ein paar Sätze später, heißt es dann wieder „Grandma“. Man kann sicherlich mehr als nur einen Begriff für ein und dasselbe benutzen, aber immer wieder beim gleichen Wort zu bleiben und einfach nur zwischen den Sprachen hin und her zu wecheln, kommt einfach etwas gezwungen rüber.

Vor das „forderte sie.“ Gehört ein Komma.

Tief holte ich Luft und erzählte ihr mit leiser Stimme was mit meine Grandma passierte.
Da wir eine Form vom Wort „erzählte“ schon kurz davor hatten, würde ich es an dieser Stelle durch „schilderte“ ersetzen. Außerdem begeben wir uns hier wieder ins Plusquamperfekt, da Alice ja schon vor dem Verlauf der eigentlichen Handlung gestorben ist, die wiederum in der normalen Vergangenheitsform steht.
Tief holte ich Luft und schilderte ihr mit leiser Stimme was mit meiner Grandma passiert war.
Es heißt außerdem in diesem Falle „meiner“ statt „meine“.

Gab sie traurig von sich.
„gab“ wird kleingeschrieben und davor gehört ein Komma.

Sagte sie ernst.
Muss ich dazu noch was schreiben? Naja, vielleicht noch, dass du etwas zu oft das Wort „sie“ verwendest und ab und zu mal sie mit „die Frau“ beschreiben könntest.
, sagte die Frau ernst.

„fragte Cheshire.“ - Vor das „fragte“ gehört ein Komma.

Traurig sah sie erst zu Chess und dann wieder zu mir.
Den Satz hätte ich etwas anders formuliert:
Traurig sah sie erst Chess und dann wieder mich an.


Und weils so schön ist, widmen wir uns nun Kapitel 6:

Es fühlte sich eher so an, als würde der Wind sachte über meine Lippen streichen.
Da du die Lippen im Satz zuvor schon erwähnt hast, würde ich sie hier durch ein „sie“ ersetzen.

rutschte es mir doch noch raus.
Vor das "rutschte" gehört ein Komma.

Überrascht rief ich
»Grandma wollte das du mich küsst?«
Würde ich umformen zu:
Überrascht rief ich: »Grandma wollte, dass du mich küsst?«
Außerdem hat Lucilla in diesem Kapitel aufgehört, die Frau zu siezen, was aber auch beabsichtigt sein könnte, angesichts der Situation.

»Na, dass nun nicht gerade, Kind.«
Das Komma hinter dem „Na“ könntest du weglassen. Das „das“ dahinter wird übrigens mit nur einem „s“ geschrieben.

Wütend drehte ich mich zu ihr um und keifte sie an.
»Wenn nicht das, was denn dann?«
Würde ich wieder nebeneinander schreiben und die wörtliche Rede mit einem Doppelpunkt einläuten:
Wütend drehte ich mich zu ihr um und keifte sie an: »Wenn nicht das, was denn dann?«

»So also dankt einen die Jugend heute.«
Statt „einen“ muss es „einem“ heißen. Außerdem liest es sich wie eine rhetorische Frage, daher würde ich den Satz mit einem Fragezeichen beenden.

Nun stand ich ihr direkt gegenüber und ich hatte das seltsame Bedürfnis durch sie durch zu greifen.
Das „ich“ hinter dem „und“ kannst du streichen, da es sich hierbei um eine Aufzählung handelt. Ich würde dafür jedoch ein „dabei ergänzen, um die fortlaufende Handlung zu betonen:
Nun stand ich ihr direkt gegenüber und hatte dabei das seltsame Bedürfnis durch sie hindurch zu greifen.

Verwirrt schüttelte ich meinen Kopf und besah mich ihrer merkwürdigen Gestalt.
Ich hätte den Satz etwas anders formuliert:
Verwirrt schüttelte ich stattdessen den Kopf und sah mir ihre merkwürdige Gestalt genauer an.
Das „stattdessen“ nimmt wieder Bezug zu dem vorher geschriebenen. „besah mich“ klingt etwas verwirrend, da es im ersten Moment so klingt, als würde Lucilla sich selbst ansehen. „besah ich mir ihre“ würde da weitaus eindeutiger Klingen.

Rief ich aufgewühlt.
Vor das „rief“ gehört ein Komma und es wird kleingeschrieben.

Sagte sie bedeutungsvoll.
Dass selbe wie bei „rief“. „sagte“ klein und Komma davor.

»Und nun solltet ihr Beide gehen…
„beide“ wird kleingeschrieben.

Schweigend ließen wir das Meer der ewigen Blumen hinter uns und begaben uns auf den nächsten Pfad.
Um die fortlaufende Handlung zu betonen und den Satz etwas stärker von dem vorherigen Abzugrenzen, würde ich ein „Dann“ oder ein „Anschließend“ hinzufügen.
Anschließend ließen wir das Meer der ewigen Blumen schweigend hinter uns und begaben uns auf den nächsten Pfad.
Außerdem wäre es vielleicht interessant zu erfahren, wie dieser nächste Pfad aussieht. Man könnte einen kleinen Satz hinzufügen, der ihn näher beschreibt.

Wir wanderten nun schon seit Stunden schweigend einen schmalen Waldweg entlang und ich hatte keine Lust mehr auf meine trüben Gedanken!
Da du das „schweigend“ schon in einem Satz kurz vor diesem verwendet hast, würde ich das Wort ersatzlos streichen. U könntest es aber auch durch das Wort „wortlos“ ersetzen.

Die Worte dieser Alten gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.
Wirkt etwas komisch, da zuvor noch darauf eingegangen wurde, dass die Frau nicht alt wirkte. Stattdessen hätte ich vielleicht geschrieben:
Die Worte dieser mysteriösen Frau gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.

Wir sind auch schon den ganzen Tag unterwegs.
Da du im Satz davor schon ein „auch“ verwendet hast, würde ich das in diesem Satz ersatzlos streichen.

»Natürlich bin ich müde, es ist schon Nacht. Es ist so dunkel das ich kaum dich noch sehe. Geschweige Äste und Steine die mir den Weg versperren. Meine Beine und Arme sind voller Kratzer und tun mir weh.«
Ok, das ganze hört sich etwas holprig formuliert an, vor allem weil ein Nebensatz und der darauffolgende Hauptsatz exakt gleich mit „es ist“ eingeläutet werden. Außerdem liest es sich so, als ob hinter dem „noch“ noch etwas hätte kommen müssen um den Satz komplett zu machen. Außerdem folgt auf das „Geschweige“ ein „denn“. Ich hätte das Ganze so geschrieben:
»Natürlich bin ich müde, schließlich ist es schon Nacht. Es ist so dunkel, dass ich kaum dich noch den Pfad vor mir sehe. Geschweige denn Äste oder Steine die mir den Weg versperren. Meine Beine und Arme tun weh und sind voller Kratzer!«
Das Ausrufezeichen am Ende habe ich hinzugefügt, weil es ein bisschen so rüber kommt, als ob Lucilla sich gerade in Rage reden würde. Auf diese Weise kann man dezent die Gefühlswelt eines Charakters betonen, ohne sie direkt auszuschreiben.

Ich war wirklich ziemlich erschöpft. Körperlich wie geistig. Ich brauchte dringend eine Pause.
Das ganze hätte ich als zusammenhängenden Satz ausformuliert, da alles miteinander zusammenhängt.
Ich war wirklich ziemlich erschöpft, sowohl geistig als auch körperlich, und brauchte dringend eine Pause.

Guck mal da vorne ist ein kleines freies Fleckchen.
Hinter das „Guck mal“ gehört ein Komma.

Ich setzte mich hin und streckte meine Beine aus. Ein lautes Gähnen konnte ich mir nicht mehr verkneifen.
Die beiden Sätze bieten sich dafür an zusammen geschrieben zu werden:
Ich setzte mich hin und streckte meine Beine aus, wobei ich mir ein lautes Gähnen nicht verkneifen konnte.


Nicht „grad“ sondern „gerade“.

Vor das „brachte“ gehört ein Komma.

Im nächsten Moment spürte ich Cheshires Pfote auf meiner Wange.
Da du ihn kurz zuvor schon als Chesire beschrieben hast, würde ich ihn an dieser Stelle mit „Chess“ umschreiben.

»Schon gut. Ich steh ja auf.« Murmelte ich.
Hätte ich umgeschrieben zu:
»Schon gut! Ich steh ja auf.«, murmelte ich.

Misstrauisch kniff ich meine Augen leicht zusammen.
Da du „kniff“ schon kurz zuvor erwähnt hast, würde ich hier eine andere Formulierung wählen:
Misstrauisch zogen sich meine Augenlider zu Schlitzen zusammen.

Mhm, riechen tat er normal.
Gedanken in kursiv, weil wir kursiv lieben.

Ich kaute und schluckte und was soll ich sagen. Er schmeckte einfach nach rohem Pilz.
Hinter dem „sagen“ würde ich einen Doppelpunkt setzen.

Schnell schulterte ich meinen Rucksack und nahm mir die anderen Pilze und lief Chess hinterher.
Das zweite „und“ kannst du dir getrost sparen und die Wortwiederholung mit einem „ehe“ umgehen:
Schnell schulterte ich meinen Rucksack und nahm mir die übrigen Pilze, ehe ich Chess hinterherlief.

»Jetzt warte doch mal!«
Hinter dieser Wörtlichen Rede setzt sofort eine weitere ein, ebenfalls von Lucilla. Das liest sich etwas verwirrend und ich würde die Problematik umgehen, indem ich einen normalen Satz dazwischen schieben würde. So etwa:
»Jetzt warte doch mal!« Es war wirklich schwer mit ihm Schritt zu halten.

…, während ich über Chess Worte nachdachte.
Da du ihn kurz davor und dann auch kurz danach nochmal „Chess“ nenne wirst, würde ich in diesem Satz „Chess Worte“ durch „seine Worte“ ersetzen, da sich aus dem Kontext ergibt, wessen Worte.

»Musstest du nicht dadurch als du auf den Weg zu mir warst?«
Vor das „als“ gehört ein Komma.

Satt „den meinem schwebte.“ Muss es heißen „dem meinen schwebte.“

Warf er mir verschnupft vor.
„warf“ wird kleingeschrieben und davor gehört ein Komma.

»Was kann ich dafür das du so schreckhaft bist.«
Das ist eine Frage und daher muss man sie mit einem Fragezeichen beenden.


Kommen wir nun zu Kapitel 7:

Verwundert ging mein Blick zu ihm.
Ich hätte geschrieben:
Verwundert schaute ich ihn an.

Sein Schwanz hing schlaff auf den Boden herab…
Es müsste „dem Boden“ heißen, allerdings hätte ich den Satz so formuliert:
Sein Schwanz hing schlaff zu Boden…

sagte ich erschöpft. Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn.
Vor das „sagte“ gehört ein Komma. Außerdem hätte ich „fragte“ statt „sagte“ geschrieben und die beiden Sätze zu einem zusammengefügt.
, fragte ich erschöpft, während/als ich mir den Schweiß von der Stirn wischte.

Entgegnete ich wehleidig.
Vor das „entgegnete" gehört ein Komma und es muss kleingeschrieben werden.

Wir sind da.
Sofern dass nicht Lucillas Gedanken sind, solltest du es in einer anderen Zeit schreiben:
Wir waren angekommen.

Kein Laut und kein Licht drang aus dem Waldabschnitt hervor.
Hätte ich etwas malerischer formuliert:
Kein Laut und kein Licht drangen aus diesem Abschnitt des Waldes hervor.

Gänsehaut überzog meine Arme und es schüttelte mich bei dem Gedanken da rein gehen zu müssen.
Vor das „da“ gehört ein Komma. Außerdem hätte ich das „da rein“ durch ein „dorthin“ ersetzt.

fragte ich atemlos.
Vor das „fragte“ gehört ein Komma.

Antwortete Chess rau.
Vor das „antwortete“ gehört ein Komma und es wird kleingeschrieben.

»Ich dachte du warst noch nie hier?«
Nach „dachte“ kommt ein Komma.

Meine Beine hielten wie von allein, kurz vor den dunklen Bäumen an.
Das Komma kannst du streichen.

Ernst sah er zu den verkohlten Bäumen.
Da du kurz zuvor schon das Wort „Bäume“ benutzt hast, würde ich es hier aussparen und durch „Holzstämme“ ersetzen.

, rief ich flüsternd.
Das wiederspricht sich gegenseitig. Ich hätte geschrieben:
, rief ich so leise ich konnte.

Ich sah nicht mal meinen eigenen Körper.
Hätte ich etwas anders geschrieben:
Ich sah nicht mal die eigene Hand vor Augen.

Noch wusste ich wo ich lang gehen musste.
Vor das „wo“ gehört ein Komma.

Statt „die leisen Geräusche“ muss es „den leisen Geräuschen“ lauten.

Sagte er beruhigend, dicht neben mir.
Das Komma kannst du vor das „sagte“ verschieben, was kleingeschrieben werden muss.

Chess schien wieder neben mir zu schweben und das beruhigte mich ein bisschen.
Hätte ich etwas verkürzt:
Chess schien wieder neben mir zu schweben, was mich ein bisschen beruhigte.

Flüsterte ich ihm zu.
„flüsterte“ klein und ein Komma gehört davor.

»Du beherrscht Magie?«
„beherrschst“

Fasziniert starrte ich die Kugel vor mir an und ging langsam auf sie zu.
Statt wieder „die Kugel“ zu schreiben, hätte ich die Formulierung ersetzt durch:
Fasziniert starrte ich das Leuchten vor mir an und ging langsam darauf zu.

… dass du weißt was das ist.«
Hinter das „weißt“ gehört ein Komma.

Erwiderte er genervt.
„erwiderte“ klein schreiben und davor gehört ein Komma.

»Klar, weiß ich was das ist! Aber … wie hast du?
Muss heißen:
»Klar, weiß ich, was das ist! Aber… wie hast du?
Das Leerzeichen ist halt an dieser Stelle eher unnötig.

»Ich habe sie gerufen und sie gebeten uns zu helfen.« Sagte er nüchtern.
Das zweite „sie“ kannst du streichen. Außerdem musst du das „sagte“ klein schreiben und ein Komma davor setzen.

Erklang seine Antwort abweisend.
Fragte ich ihn enttäuscht.
„erklang“ und „fragte“ beides klein und jeweils ein Komma davor.

Ich horchte auf.
Den Satz würde ich ersatzlos streichen. Die beiden liefern sich gerade ein Wortgefecht und du hast schon zuvor bei beiden beschrieben, wie sie was sagen, daher erscheint mir dieser Satz ein wenig too much. An diesem Punkt sollte ihre Diskussion richtig in Fahrt kommen und da stört dieser kleine Einwurf etwas.

rief ich überrascht aus.
Erst mal gehört vor das „rief“ ein Komma und zweitens verwirrt es mich etwas, dass Lucilla überrascht reagiert, da Chess sich nicht zum ersten Mal abweisend ihr gegenüber verhält. Als emotionale Reaktion würde ich es daher für nachvollziehbarer halten, wenn sie aufgebracht wäre:
, rief ich aufgebracht.

»So siehts aus!«
Erscheint mir etwas zu abrupt, dass hiernach die Diskussion einfach endet. Ich finde man könnte hier die Diskussion damit beenden, indem man eine Überleitung zu den Monstern schafft, die zu der Konversation danach passt.
»So siehts aus. Und jetzt sei still, sonst hört man uns noch!« (Ich gehorchte.)
Durch die angedeutete, nicht näher definierte Gefahr, erschein es mir etwas logischer, dass sich Lucilla von der Diskussion hat abbringen lassen und sich einem neuen Thema zuwendet. Außerdem wäre es ein schlauer Zug von Chess ihre Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes zu legen.


Nicht „Schämen“ sondern „Schemen“, es sei denn Lucilla schämt sich für etwas, was in diesem Kontext allerdings keinen Sinn ergeben würde.

Vereinzelnd sah ich auch glühende Augenpaare im Dickicht aufleuchten. Und jedes Mal erschreckte ich mich dabei fast zu Tode.
Da die beiden Sätze zusammengehören und du mit dem „und“ ein gutes Bindeglied hast, würde ich sie auch zusammen schreiben. Du könntest sie aber auch leicht abändern und anders zusammen fügen, so etwa:
Vereinzelnd sah ich auch glühende Augenpaare im Dickicht aufleuchten, die mich jedes Mal dabei fast zu Tode erschreckten.

flüsterte ich.
Komma fehlt.

Flüsterte er zurück. Bei dem Wort Monster zuckte ich zusammen.
„flüsterte“ klein und ein Komma davor. Außerdem würde ich Monster in Kursiv schreiben, um das Wort für den Leser zu betonen.

Fragte ich vorsichtig.
„fragte“ klein und davor gehört ein Komma.

Sagte er bestimmt.
„sagte“ klein und davor gehört ein Komma.

»Was machen wir, wenn wir eins begegnen?«
„einem“ statt „eins“.

»Scheiße Chess! Was ist das hier nur für ein verdammte Scheiße, in die du mich hineinzerrst?«
Zweimal „Scheiße“ würde ich vermeiden, auch wenn Lucilla aufgeregt ist. Es passt nicht zu der Zeit, dass sie so vulgär wäre. Ein wenig Vulgarität, ist ganz passend, um ihren Charakter zu unterstreichen, aber das solltest du, finde ich, als pointiertes Stilmittel nutzen.
»Verdammt Chess! Was ist das hier nur für eine Scheiße, in die du mich hineinzerrst?«
So klingt es etwas besser, zumal du das Wort „Scheiße“ bald nochmal benutzt.

Scheiße Grandma. In was hast du mich nur hineingeritten?
Würde ich Kursiv schreiben, weil Gedanken, außerdem könntest du den Punkt zwischen den beiden Sätzen auch durch ein Komma ersetzen, um den Gedankengang zusammenhängender zu gestalten, aber es würde auch so gut passen, wie du es aufgebaut hast.

Ängstlich und erschrocken sahen wir Beide auf.
„beide“ wird kleingeschrieben und „Ängstlich und erschrocken“ ist doppeltgemoppelt. Ich würde mich für eins von beiden entscheiden, da sie in diesem Kontext so ziemlich ein und das Selbe aussagen.

Ein paar Kilometer vor uns teilten sich die Bäume und jede Menge Sand wurde in die Luft geschleuderte.
Logikfehler: Da es bereits so dunkel ist, dass Chess für eine extra Beleuchtung sorgen muss, erscheinen mir „ein paar Kilometer“ als etwas zu weit, als das Lucilla das so genau sagen könnte, auch wenn das Geschehen auch im Dunkeln sehr auffällig wäre. Ich würde mich daher sicherheitshalber etwas vager ausdrücken und soetwas schreiben wie „Mehrere Meter vor uns…“ oder „Ein paar dutzend Meter vor uns…“ oder auch „Mehrere Dutzend Meter vor uns…“. Einfach damit der Leser und man selbst als Autor etwas mehr Interpretationsspielraum hat.
Die Gefahr wirkt auch etwas weniger bedrohlich, wenn die Distanz zwischen ihr und Lucilla derart groß ist, selbst wenn sie sehr schnell sein sollte. Außerdem würde ich den „Sand“ durch „Erde“ ersetzen, weil das ganze ja in einem Wald spielt, oder Asche, weil es ein verkohlter Wald ist.

Das Ding, was es auch immer war, schien direkten Kurs auf uns zu nehmen.
Klingt für mich etwas schöner, wenn man schreibt:
Das Ding, was immer es auch war, schien direkten Kurs auf uns zu nehmen.

brüllte Cheshire.
Vor das „brüllte“ gehört ein Komma.



So, das wärs dann wieder von meinerseits. Alles in allem wieder sehr angenehm. Den restlichen Kapiteln widme ich mich dann demnächst.

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Letzte Änderung: 1 Monat 3 Wochen her von Faustus.
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