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THEMA: Eine ReLife Weihnachtsgeschichte

Eine ReLife Weihnachtsgeschichte 1 Jahr 8 Monate her #811696

  • Korijo
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Hohoho liebe Proxer,

folgende Geschichte widme ich einem, für mich, ganz besonderen User: Pokatchy. Da du ReLife so gerne magst, habe ich eine kurze Weihnachtsgeschichte geschrieben. Ich hoffe, dass sie dir, aber auch allen anderen, die das lesen, gefällt.

Arata Kaizaki war nie der große Fan von Weihnachten. Das letzte Jahr war ganz besonders traurig, denn er war alleine. Seine Mutter hatte ihn zwar eingeladen und sie hätte sich über sein Kommen auch sicher gefreut, aber er hatte keine Lust die anderen Leute aus seiner Familie zu sehen. Die hätten ihn sowieso alle nur gefragt was er beruflich gerade machte. Was hätte er antworten sollen? Dass er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt? Er musste unwillkürlich an ihre abfälligen Gesichtsausdrücke denken. Ein flaues Gefühl machte sich in ihm breit und sein Magen zog sich zusammen. Er wollte nicht so angesehen werden, schon gar nicht an Weihnachten. Deshalb hielt er es für besser einfach zu Hause zu bleiben und zu sagen, dass er krank wäre. Am 24. Dezember tat er das er das auch. Er schrieb seiner Mutter einfach eine SMS weil er zu feige war es ihr per Telefon zu sagen. Dass sie im Weihnachtsstress anrufen würde, hätte er nicht erwartet. Sie klang sehr enttäuscht.

Nachdenklich schaute er aus dem Fenster und verschränkte die Arme vor der Brust. Ein langer Seufzer entglitt ihm. Jetzt, ein Jahr später, hatte er deshalb noch immer ein schlechtes Gewissen. Und was sollte er in diesem Jahr überhaupt sagen? Weihnachten war schon morgen und er war im Körper eines 17-jährigen Teenagers gefangen. So könnte er unmöglich vor seine Verwandtschaft treten.
Als seine Mutter ihn vor zwei Wochen einlud sagte er, er würde kommen. Was hätte er auch sonst sagen sollen? Absagen konnte er nicht. Nicht schon wieder. Alle würden denken, dass er gar nicht kommen will. In diesem Moment hörte er auch schon sein Handy klingeln, dass auf dem kleinen Wohnzimmertisch lag. Er drehte sich um und starrte es aus der Ferne an. Wie von alleine setzten sich seine Beine in Bewegung und gingen zum scheinbar unaufhörlich klingelten Handy. Er wusste wer da anrief. Als er beim Tisch ankam warf er einen Blick auf das Display. “Mum“, stand darauf. Alleine bei seinem Anblick wurde ihm schlecht. Er streckte seine Hand aus und griff nach dem Handy, zögerte einen Moment bevor er es aufhob und näherte sich mit dem Daumen langsam dem grünen Knopf. Kurz davor stoppte er. Schnell legte er sein Handy auf den Tisch zurück und ließ sich auf die dahinter stehende Couch fallen. “Wann hört das beschissene Klingeln endlich auf?, fragte er sich und als es dann verstummte zog er langsam seine Beine an und legte die Hände vor sein Gesicht. Er war verzweifelt und verweilte eine Weile in dieser Position.
Plötzlich klingelte es an der Tür und Arata sprang vor Schreck auf und erstarrte. Den Blick hatte er auf die Tür gerichtet. „Wer konnte das sein?“, fragte er sich. Dann ertönte noch einmal ein klingeln, jedoch machte er noch immer keine Anstalten sich zu bewegen. Auf einmal fing sein Handy an zu läuten. Er wagte es nicht auch nur einen Blick darauf zu werfen, denn er hatte schon eine vage Befürchtung, wer hier vor der Tür stand und klingelte und dann auch noch anrief. Er schluckte schwer und schielte zu seinem Handy. Langsam drehte er auch den Kopf in seine Richtung. Als er sah wessen Name darauf stand, nahm er es schließlich und ging ran. “Hallo?“, fragte er leise. Er hörte wie die Stimme etwas sagte und setzte sich in Bewegung. Erwartungsvoll öffnete er die Tür und sah die grinsende Person, die da vor ihm stand mit genervten Blick an. „Was willst du hier, Yoake?“
“Frohe Weihnachten.“, rief dieser fröhlich.
Arata verdrehte die Augen und stemmte die Arme in die Hüften. „Ich wüsste nicht was an diesem Weihnachten froh sein soll. Ich bin alleine. Meine Pille, die mich wieder erwachsen werden lässt, habe ich schon genommen also kann ich nicht zu meiner Familie.“
Yoakes grinsen verschwand aber nicht. Freute er sich etwa darüber? Vielleicht war das ja irgendeine Strafe? „Kaizaki-san. Ich habe ein Weihnachtsgeschenk für dich.“
Jetzt sah er Yoake verblüfft an. Er konnte nicht glauben, dass er ein Weihnachtsgeschenk für ihn hatte. „D-du hast was?“
Yoake streckte ihm seinen Arm entgegen. In seiner Hand befand sich ein kleines Päckchen. Arata warf einen Blick darauf und sah Yoake danach wieder an. Aratas Stimme war kaum ein wispern. „Aber ich habe nichts für dich.“
Yoakes grinsen verschwand noch immer nicht. „Macht nichts. Nimm es einfach.“
Kaizaki atmete tief ein, richtete seinen Blick auf das Päckchen und griff nach ihm. „ Danke“, entgegnete er ihm.
Danach ging Yoake. Er meinte, dass er es eilig hätte, da er schon erwartet wird. Kaizaki setzte sich auf seine Couch und betrachte das liebevoll eingepackte Päckchen. Schließlich öffnete er es. Darin befand sich ein Brief und noch ein kleine Schatulle. „Was da wohl drin ist?“, fragte er sich und machte es auf. Der Anblick seines Inhaltes ließ ihm den Atem stocken. Er konnte nicht glauben was er da sah und musste sofort den Brief lesen.

Lieber Kaizaki,

du weißt, dass dir eigentlich nur eine Pille zur Verfügung steht, aber es ist Weihnachten und ich will nicht, dass du es wegen des Programmes verpasst. Deshalb schenke ich dir auch diese Pille. Ich hätte es nicht dürfen, aber ich glaube, dass es für dich wenig förderlich ist, wenn du Weihnachten allein verbringen müsstest. Bitte fahr morgen zu deiner Familie. Ich habe zwar meinen Job für dich riskiert, aber dich glücklich zu machen, freut mich so sehr.

Ich wünsche dir Frohe Weihnachten.
Yoake


Kaizaki war sprachlos. Tränen stiegen ihm in die Augen. Yoake hatte ihm das schönste aller Weihnachtsgeschenk gemacht. Er ermöglichte es ihm, Weihnachten mit seiner Familie zu verbringen. Und dafür war ihm unendlich dankbar. Das würde er ihm niemals vergessen. Mit einem lächeln im Gesicht, schrieb er seiner Mutter, dass er morgen kommen würde und er sich schon riesig freute. Es war ihm egal ob jemand über ihn redete. Er wollte nur seine Eltern sehen. Schließlich nahm er die Pille und legte sich schlafen. Er war sich sicher, dass dieses Weihnachten das schönste werden wird, das er je hatte. Zufrieden schlief er ein.

Am nächsten Tag wachte er als Erwachsener Mann auf und fuhr voller Vorfreude mit dem Zug zu seiner Familie. Ihre Blicke erwärmten sein Herz. Alle waren so froh, dass er da war und sie sagten ihm wie schade es war, dass er letztes Jahr krank war. Das Haus erstrahlte in hellem Lichterglanz und war so schön dekoriert. Es gab Speis und Trank und danach ging es ans Geschenke auspacken und sie feierten noch bis spät in die Nacht. Hätte er nicht nach Hause müssen, wäre er bestimmt noch die ganze Nacht lang da gesessen und hätte geredet.
Als er zu Hause ankam, legte er sich mit zufriedener Miene schlafen und dachte an den heutigen Tag zurück. Alle haben sich so gefreut. Er wollte Weihnachten nie wieder alleine verbringen. Es ist ein Fest, das man mit seine Familie verbringt, ein Fest bei dem man andere glücklich macht und wenn ein Geschenk auch noch so klein ist, was zählt ist der Gedanke. Kaizaki hat eine einzige kleine Pille das Weihnachtsfest gerettet. Und darüber war dankbar und vor allem eins: Glücklich.

Das war es auch schon. Natürlich ist es kitschig, aber das muss sie doch sein, denn es geht ja immerhin um Weihnachten. :3

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest.
Korijo
~*☆Vielen Dank für den Avatar & die Signatur Cherubina..♥☆*~
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